War Inc.

Bei einem „DVD-Abend“ is eigentlich egal was läuft. Aber das… das war sooo… oh Gott ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Es hat so toll angefangen: John Cusack (Der, der immer durchgeknallte, mitleidserregende Melancholiker spielt), seine Schwester Joan, Dan Aykroyd, Berufskiller-Content, gute Musik. Alles da. Bis zur Minute 40. Dann wurde „War Inc.“ nicht nur einfach schlecht sondern hat bewusst Gehirnzellen püriert. Einfach nur noch dämlich und halleluja sowas von mies. Und das Schlimmste: Ja, das Mädel „mit der zarten Seele, der die freizügige Sexualität der westlichen Welt aufgezwungen wurde“ (frei nach Marissa Tomei) ist wirklich John Cusacks seit 18 Jahren verschollene Tochter. Und es is mir ja so egal, dass das gespoilert is und man sich den Film jetzt nicht mehr anschauen braucht. Und war auch gelogen. Das alleralleralleraller Schlimmste an dem Film ist nämlich eigentlich, dass John Cusack höchst persönlich auch noch an dem dünnen (und trotzdem völlig undurchsichtigen) Drehbuch mitgeschrieben hat. Gnah! So traurig.

So. Das musste raus. Jetzt gehts mir besser.

Jetzt erst recht

Gestern Abend um 20:54 Uhr erhielt ich folgende SMS:

Er hackt Holz ohne Hemd, läuft verschwitzt rum und grummelt viel. Welchen Film schaue ich?

Um 21:31 Uhr (nachdem ich auf die erste nicht reagiert hatte) dann folgende:

Er bricht ohne Klamotten aus dem Labor aus und rennt fünf Minuten durch Kanada.

Worauf ich antwortete, dass ich es doof finde, die unfertige Version im Internet anzuschauen und man sich doch bitte bis zum Kinostart im Mai gedulden möge. Worauf man mir antwortete, dass ich ja nur neidisch sei.

Mööööp stimmt nicht. Jetzt freu ich mich noch mehr auf den Start in vier Wochen. Und wenn ich alleine in dem gottverdammte Kino mit einer XXL-Portion Popcorn und drei Liter Cola sitze! Ich schau Wolverine erst dann! Mir scheiß egal, ob der Rest der Welt ihn jetzt schon sieht!!!

So.

Liebe in Stop-Motion

Momente wie diese finden so eigentlich nie statt. Nicht im echten Leben.


Notte Sento (English subtitles) from napdan on Vimeovia.

Hach ja. Jetzt bin ich doch so ein ganz klein wenig melancholisch. Und will Sommer. Und Italien. Und… ach egal.

Van Helsing

Van Helsing ist – und das kommt ganz tief aus meinem Herzen – ein wirklich unglaublich beschissener Streifen. „Ich hoff du bist besoffen genug für den Film“, hat ein Freund vorher noch gefragt. Nein, war ich nicht. Fehler. Großer Fehler.

Heute Nacht

Was haben das Abend-Programm von RTL und das Nachtprogramm von ProSieben gemeinsam? Naaaa? Exakt.

Ich pflege keine (für mein Alter typische) Frauenfreundschaft. Ich wackle also nie mit eine Traube junger Frauen, die ich „meine Mädels“ nenne, in Pailettenkleidchen auf After-Work-Partys im Frankfurter Bankenviertel rum. Ich trinke da auch nicht solange aufreizend Erdbeer-Mojitos bis mich ein x-beliebiger BWLer mit Maßanzug und Schleimfrisur in seine Edelstahl-Wohnung mitnimmt. Never did, never will.

Wäre das aber ein essentieller Bestandteil meines Lebens, dann würde ich genau diese „Mädels“ heute Abend zu mir einladen. Wir würden rosa Pyjamas (oder Babydolls?!) tragen, die ganze Zeit hysterisch kreischen und Eis in uns reinstopfen. Aber vorsichtig, damit die Avocado-Honig-Gesichtsmaske nicht verwischt. Dazu gäb’s Prosecco. Um etwa vier Uhr heute Nacht würde dann eine heulend ihre vor zwei Jahren gescheiterte Beziehung aufarbeiten wollen. Und dann muss eine (im Zweifelsfall ich) zur Tanke fahren und noch vier Rollen Klopapier holen, weil die Tempos leer sind.

Aber da das alles nie passieren wird, werd ich mir heute Abend ein Zu-Hause-Bier aufmachen und den Blödsinn ganz entspannt alleine anschauen. Ich schätze so um vier spätestens bin ich auf der Couch eingeschlafen.

Der dumme Junge aus der Mr-Floppy-Serie

In New York hängt an jeder Ecke dieses Plakat zu dem neuen Film, in dem so ziemlich jedem Schauspieler Hollywoods unter 40 mitspielen darf. He`s just not that into you behandelt genau das Dating-Basiswissen, das man sich bis spätestens dreiundzwanzigzweidrittel angeeignet haben sollte, um nicht dauernd auf die Schauze zu fallen: Wenn der Typ sich nicht meldet, steht er einfach nicht auf dich. Basta. Schluss. Aus.

Aber darum solls mir in diesem Eintrag gar nicht gehen. Vielmehr um einen Kerl, der in dem Film mitspielen darf: Kevin Connolly (links im Bild). Das ist der Typ, der damals bei Unhappily ever after den unglaublich dummen kleinen Bruder von Nicky Cox (WTF??) gespielt hat. Ich hätte mir den Dating-Film ganz arg fast angeschaut. Aber jetzt? Nein.

Kann solche Schauspieler nicht ernst nehmen. Ist bei Jack Black genau das Gleiche. Seit ich den in School of Rock gesehen habe, find ich den dämlich. Da kann der noch so oft in Streifen wie King Kong mitspielen (ja ok, meises Beispiel, aber was Ernsthafteres mit dem ist mit nicht eingefallen), meine Einstellung wird sich nicht ändern. Und Kevin Connolly sehe ich in Gedanken immer mit Strohhalmen in der Nase oder wie er Spiegel auf den Boden legt, um High-School-Tussis unter den Rock zu schauen. Nene, Charakterdarsteller wir der bei mir nicht mehr.

Oh und ich hätte echt gerne so eine Mr-Floppy-Puppe… falls ich mal irgendwann mit 45 komplett durchknallen sollte, wie der Vater in der Serie.

Hose?!

So nach dem dritten X-Men-Film innerhalb von zwei Tagen, frag ich mich: Warum kann der Super-Mutanten-Redhead am Schluss Wolverine das Shirt vom Leib reißen, die Hose aber nicht?

Hmmm.

Also nicht, dass das für die Handlung irgendwie relavant wäre… aber seltsam isses schon.

Aufruf: Sucht die Trampatrouille!

Langsam glaube ich wirklich, dass ich das nur geträumt habe. Es gab doch mal irgendann in den 90ern eine Zeichentrickserie auf RTL2 (kann auch ein anderer Sender gewesen sein), in der es um eine Traumpatrouille ging. Da war eine Raumstation wo Schafe die ganze Zeit gute Träume für die Kinder gestrickt haben. Es gab zwei Bösewichte mit spitzen Gesichtern, die die geklaut bzw. kaputt gemacht haben und dann hatten die Kinder Albträume.

Erinnert sich da irgendjemand dran? Oh Gott bitte. Ich überleg seit mittlerweile vier Jahren und langsam glaub ich, ich bin übergeschnappt. Wenn man bei Google nach „Trumpatrouille“ oder „Schaf, Träume, Serie“ sucht, kommt entweder „Meinte Sie Raumpatrouille?“ oder eine Produktvorschlag zu Schaf-Bettwäsche. Alle, die ich bisher gefragt habe, ob sie die Serie auch kennen, haben nur entgeistert den Kopf geschüttelt und sind wortlos gegangen.

Es würden mir wesentlich mehr Gehirnzellen erhalten bleiben, wenn ich darüber nicht mehr nachdenken müsste! Also bitte ich dringend um Hilfe, bei dieser brisanten Suche!

Oh, und an den Titel eines Films kann ich mich auch nicht mehr erinnern. War so ein Esotherik-Indien-Backpacker-Doku-Räucherstäbchen-Scheiß, der letztes Jahr um diese Zeit im Kino lief. Den hab ich wirklich gesehen, das weiß ich. War nämlich bisher der einzige Film, bei dem ich nach einer Stunde aus Abscheu den Saal verlassen habe. (Man bedenke, dass ich „28 Days Later“ ganz gesehen habe! Mit Popcorn!) Aber kann mich trotzdem ums Verrecken nicht mehr an den Titel erinnern. Auch mit dieser Info wäre mir sehr geholfen.

Nachtrag drei Stunden nach Schaltung des Aufrufs:
Rätsel 1 ist gelöst! „Captain Zed und die Traumpatrouille“ heißt die Serie. Sie wurde 1991 bis 1992 produziert und in Deutschland auf RTL2 ausgestrahlt. Merci vielmals für die Hilfe und Rettung meiner Gehirnzellen an Danyo (auf OJs is halt immer Verlass).

Nur stricken die Schafe gar nicht. Dann hab ich das wohl nur geträumt.

„Burn after reading“ ist so, so…

Man kann den neuen Film von den Coen-Brüdern auf zweilerlei Weisen beschreiben:

Zunächst stelle man sich mal vor es sei Heiligabend. Die versammelte Mannschaft sitzt unter dem Baum und man freut sich… irgendwie. Ist ja schließlich Weihnachten. Das Essen ist ok. Der Onkel, den man nur einmal im Jahr sieht, wird mit jedem Wein alberner und redet irgendwann nur noch dummes Zeug. Aber die Laune hält trotzdem, ein paar Lacher kommen auch echt von Herzen. Und gibt ja noch Geschenke. Dann ist es acht, man greift sich sein Päckchen und drin sind: Socken.

Oder man stelle sich vor man hat den super Typen endlich rumgekriegt, ist mit ihm in der Kiste und denkt im Verlauf des Prozesses „Joa hm. Also… ähm…“ kratzt sich am Kopf und „Puuuh ja… naja…“ Ist schon fein… irgendwie. Ein paar gute Moves hat der schon drauf. Dann hört er völlig unvermittelt auf, zieht seine Hose an und geht wortlos nach Hause.

In beiden Fällen bleibt man mit so einem „Ähm hallo? Gehts noch?!“-Gefühl zurück. Und das, obwohl es eigentlich eh nicht so toll war.

Lebensabschnitts-Remake

Kennt das noch jemand? Man fängt mich etwas an und weiß noch bevor überhaupt irgendwas klar ist, wie es ausgehen wird.

Das ist wie ein Film-Remake. Das Original hat man gesehen, war echt gut. Man starrt gebannt auf die Leinwand und stopft sich bis zum Schluss das Popcorn rein. Abspann vorbei, Licht an und die Freunde zerren einen aus dem Sitz. Der Hausmeister kehrt schon die Krümel zusammen. Jaja… geh ja schon.

Dann kommt das Remake. Gleicher Plot, andere Schauspieler. Das sieht man sich schon nicht mehr im Kino an, sondern zu Hause auf der Couch. Zwischendurch holt man sich ein Eis, geht mal aufs Klo. Hälfte nicht mitbekommen. Egal. Geht ja sowieso genau so aus wie das letzte Mal. Da müssen einen auch die Freunde nicht rauszerren… Wenns vorbei ist, nimmt man die Fernbedienung und drückt einfach auf Aus.

Oder kennt jemand ein Remake, das besser ist als das Original?!