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Despedida!

Man soll gehen, wenns am schönsten ist… oder man die Schnauze voll hat. Bei mir ist es ein bisschen von beidem. Dpoch ich bin schon wieder zu lang hier und es kribbelt in den Füßen. Ich muss weiter. Und zum Abschied gibts ein Bild, das für mich typisch Mendoza ist. Gerade beim Abschied merk ich, wie viel Spaß Mendoza doch gemacht hat: der Unterricht bei Intercultural, das Kellnern in Faro. Ich hab zwar von der Vendimia, dem traditionellen Weinfest Anfang…

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8 semanas en „Faro“

So, gekellnert wär auch. Es wurde viel rumgeschrien, suspendiert und gekündigt. Mein 26-jähriger Chef „La cara“-Julio  (ja ganz genau, wie „The face“ aus dem A-Team) hat sechs Kellner in der Zeit rausgeschmissen. Ich war mit meinen vollen zwei Monaten so etwas wie eine Konstante in dem Laden. Mein Glück, dass ich Englisch und Deutsch spreche, sonst wär ich sicher auch geflogen. Wenn man Essen beim Koch („No Hay!“-Jaime) bestellt hat, bekam man erst ein „Was willst du?!“, dann ein „Gibt’s…

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chisme mendozino

Das ist offiziell die niederträchtigste Geschichte, die ich jemals gehört habe. Da ist dieser Mann. Verheiratet, Vater einer 6-jährigen Tochter. Er ist der Chauffeur eines der reichsten Männer Mendozas. Seinem Chef gehören so gut wie alle Gewürzgeschäfte in der Stadt und in gewissermaßen gehört ihm auch dessen Frau. Die hat nämlich schon seit Jahren ein Verhältnis mit dem reichen Boss und ist Mutter seiner einjährigen Zwillinge. Der Mann weiß das. Ganz Mendoza weiß das. Scheiden lassen will er sich aber…

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El Internet se rompió

Das Internet ist kaputt! Also meins. Beziehungsweise das des Menschen, der sein WLAN offen zugänglich gelassen, das gemerkt und jetzt wieder mit Passwort geschützt hat. Das heisst, dass mir jetzt den ganzen Tag unfassbar langweilig ist und ich das Haus verlassen muss, um E-Mails im Internet-Café zu checken. Was ich den Rest des Tages mache, wenn ich nicht gerade kulinarische Leckerbissen und Erfrischungsgetränke serviere: Ich esse, versuche zu schlafen und schaue „Two and a half men“. Ich schaue die Serie einfach nochmal. Sieben…

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barrera lingüística

Da ist dieser Kollege. Und ja, ich weiß, dass man über die Arbeit nicht bloggt. Aber das ist Kellnern in einer Tourifalle in Mendoza. Eine Karriere und Bindung fürs Leben versau ich mir damit nicht. Also: Da ist dieser Kollege. Trudelt als letzter zur Schicht ein und geht dafür als erster. Hütet sich davor, Arbeiten zu verrichten, die primär erstmal nichts mit Geld verdienen zutun haben. So was wie Bestecke polieren oder Obstsalat schnibbeln. Kurzum: Er kommt nur, um an…

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Peligro

Es ist gefährlich da draußen. Es trug sich zu an einem für die Gegend recht kühlen Donnerstagabend. Sie lief durch eine an sich sichere Gegend im Westen von Mendoza, als ein Frau mittleren Alters vor ihr sich umdrehte, zusammenzuckte und lächelnd mit den Worten „Gott sei Dank, es ist eine Frau“ zu stehen kam. Das sollte nur der Anfang eines eher denkwürdigen Abends sein. Gemeinsam gingen Sie die Straße entlang. Zwei Kolleginnen an ihrem freien Abend. Die Straßenlaternen leuchteten spärlich…

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Mendozinos

Wenn man 40 Stunden die Woche damit verbringt, zwischen einer genau aufgeteilten Sektion von Tischen hin und her zu rennen, bildet man so etwas wie eine soziale Blase um sein Fleckchen „Workspace“. Menschen, die immer wiederkehren; zu denen man eine wie auch immer geartete Beziehung aufbaut. Diese fünf Charaktere sind mir in den letzten fünf Wochen besonders ins Auge gestochen: The Salesman Er kommt nur freitags. Mit blendend weißem Lächeln offeriert er gebrannte DVDs aller Genre. Geübt öffnet er sein…

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Mudanza (Vol. 2)

Ja, es gibt Gefängnisse, die komfortablere Räume haben. Und doch ist es hier um so viel besser als im vorherigen Zimmer. Es ist wesentlich billiger. Ich wohne hier nur mit einer statt vorher mit 12 bis 15 Personen. WLAN hab ich dank der freundlichen Unterstützung eines unkomplizierten Mitarbeiters der „Truckmin Mining Services“ nebenan auch. Die Toilette hat eine funktionierende Spülung und nicht nur einen Kasten aus dem rund um die Uhr Wasser auf die Fliesen rinnt. Unter der Dusche wird…

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La elaboración de planes

Der Einfachste Weg wäre: Im März kurz rüber nach Chile, Visum erneuern, ab in den Norden Argentiniens und den „Rest“ anschauen. Dann nach Buenos Aires und gemütlich noch zwei, drei Wochen im gemachten Nest bei der Verwandtschaft gammeln. Das letzte Geld im Congo in Rum Sour investieren und Alejandro, dem schönsten Kellner der südlichen Hemisphäre, als Trinkgeld in die Schürze stecken. Dann in den Flieger und ab nach Hause. So war’s ursprünglich geplant. Könnte man so machen, ist aber unspaßig.…

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Bastante embarazadas

Unfassbar wie viele dicke Bäuche hier durch die Straßen kugeln. Und alle sind sie jünger als ich! Ich weiß nicht wie andere meiner Landesgenossen das sehen, aber wäre ich jetzt schwanger, würde ich gepflegt Amoklaufen. Einfach nur, weil ich nicht wüsste, was ich als erstes machen soll: heulen, stricken lernen, Anmeldeformular für den trilingualen Kindergaren googeln?! Hier macht sicher keiner so wirklich Gedanken. *Plopp* und da ist schon der nächste Erdenbürger. Wie wir den durchbringen bis er auf eigenen finanziellen…

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Reiseblog
9. November 2019
8. Januar 2019
1. Januar 2018

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an.

Kurt Tucholsky