Buenos Aires

Mercado de Libros (Caballito)

Zum Abschied von Buenos Aires noch einen meiner Lieblingsorte: der Bücherflohmarkt am Parque Rivadavia. Nicht zuletzt, weil das gerade zwei Blocks von der Wohnung entfernt ist und man dort so wunderbar stöbern kann. Habe viele Stunden dort verbracht und mich durch verstaubte Bücher gewühlt. [slickr-flickr tag=“libros“ items=“28″ type=“gallery“ id=“33787195@N06″]

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Me voy

So, Ticket ist gekauft, Rucksack gepackt. Ich verlass endlich die laute, stinkige Stadt und fahr dahin wo es viel, viel frische Luft gibt. Zu Eurer rechten seht ihr meine Reiseroute. Die gelbmarkierten Orte sind meine Zwischenstopps, wo ich ein paar Tage bleiben werde. Ansonsten wird alles in 20-Stunden-Trips im Bus abgefahren. Die Karte ist auch voll statisch absolut garnicht interaktiv, da ich die Routenfunktion bei Google-Maps irgendwie… naja egal. Wie weit ich’s wirklich mit meinem Geld schaff und wie lang…

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Buen provecho!

So, am Freitag verlass ich endlich die Stadt und reise rum, bis mir das Geld ausgeht. Die zehn Wochen hier in Buenos Aires waren sehr spaßig. Ne Menge Leute getroffen und (fast wichtiger) soooo viel gutes Essen weggefuttert. Hab mir mal ein bisschen Arbeit gemacht und eine Google-Map mit allen Orten erstellt, die schuld daran sind, dass ich meine Hose nicht mehr zukrieg. Also, schon aber aus dem, was da oben am Bund rausquillt, kann man gut und gerne noch…

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Donde hay Navidad?!

Bisher war wenig Zeit für ein wenig Heimweh, aber heute, wo das Wetter zumindest optisch genau so ist wie in Deutschland (grau, Nieselregen.. allerdings bei 22 Grad) vermiss ich die Heimat schon ein bisschen. Gerade die Vorweihnachtszeit. Und ja, ich erinner mich, dass ich das in Deutschland immer gehasst habe. „Last Christmas“ aus allen Lautsprechern; doofe Pärchen, die auf Weihnachtsmärkten abstrakte Schutzengel aus Sperrholz und Draht kaufen, um sie an ihre Haustür zu hängen; Glühwein, der eiskalt ist, wenn man…

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Falschgeld

dinero falso

Mir hat gestern irgendein Scherzkeks meine erstes Falschgeld überhaupt untergejubelt. Ist unlustig ein U-Bahn-Ticket kaufen zu wollen und dann darauf hingewiesen zu werden, dass man mit dem 50 Peso-Schein mal lieber nicht bezahlen sollte. Find ja die Blüte gar nicht schlecht gemacht. Oben ist das falsche, unten das echte Exemplar. Obwohl… auf dem unteren sind die Gesichtszüge von dem Latino-Hitchcock etwas feiner. Mein Versuch, das Geld wieder unter Leute zu bringen, ist jedenfalls gescheitert. So gut wars dann doch nicht…

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Kunstlederfuton

insomne en Buenos Aires

Ich schlafe seit über acht Wochen auf einem Kunstlederfuton, für den es kein passendes Bettlaken gibt. Meinen Kopf stütze ich auf einem unbezogenen Dekokissen und meine Decke ist eigentlich Lochstickerei, wie man sie nach drei Wochen Handarbeitskurs lernt. Das alles in Kombinantion ist eher wenig bequem und Grund dafür, dass ich nie länger als bis sieben Uhr schlafe. Auch heute, nach meinem Spanischkurs an meinem ersten freien Tag. Aber das macht nichts. Viel schlimmer ist es, dass ich nachts regelmäßig…

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Demasiada carne

Jaja ich weiß, ich hab unfassbar vielen den Mund wässrig geredet, weil ich hier in Argentinien sicher so viel Kühe verputzen werde, bis ich muhe. Das mach ich auch fleißig aber ich werde langsam fleischmüde. Der Mensch ist ein Allesfreser und nur saftige, zartrosa-gegrillte Rinderbrocken, die auf der Zunge schmelzen, weil sie so butterweich sind, vom Knochen nagen, isses halt nicht. Die Küche ist wirklich einseitig. Fehlt ab und an Gemüse und gutes Brot. Und die Spinat-Lauch-Paseten, die man hier…

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„Que linda“

Am Anfang war es ja noch schmeichelhaft. Kaum einen Fuß auf die Gasse gesetzt, schon wird man von Männern angesabbert und bekommt Küsse zugeworfen. Aber nur von den alten. Die jungen, die das machen, sind eher von minderer Qualität. Und ja das liest sich jetzt abwertend. Aber was soll ich sagen. Faulige Zähne stellen halt eine Qualitätsminderung dar. Sorry. Ja ne, aber ist schon nett, jeden Tag von wildfremde angehimmelt zu werden. Ego-pushen und so. Bis man feststellt, dass das…

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tengo sueño

Hat sich rausgestellt, dass man doch an einem Wochenende ausgehen UND ins Stadion zum Fußballgucken kann. Hatte ja erst meine Zweifel, ob das der Geldbeutel mitmacht. Aber what the hell, dann gibts halt beim Rumreisen ab Dezember nix mehr zu essen. Sind mir meine Klamotten auch nicht wirklich böse, wenn bald mal wieder Normalität einkehrt und der Empanada-Speck verschwindet. Jaa aber so bis sechs Uhr morgens in Bars rumfallen, drei Stunden schlafen, mit Tantchen ins Kino (nicht alles verstanden aber…

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lleno

Ich will da eigentlich gar nicht rein. Die ältesten U-Bahn-Waggons der Welt kommen knarzend zum stehen, die verschrammten Holztüren der Linie A öffnen sich und es strömt ein Dunstgemischt aus Fußschweiß, billigem Parfum und Katzenfutter entgegen. Nein, ich will das wirklich nicht rein. Zu viele schwitzende Leiber auf zu kleinem Raum. Sardinenbüchse ist dafür eine nette Umschreibung. Dem dicken, alten neben mir rinnen Schweißperlen die grobporige Stirn hinab. Der junge Banker versucht sich die Schläfen mit seiner Krawatte abzutrocknen. Oh…

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Reiseblog
9. November 2019
8. Januar 2019
1. Januar 2018

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an.

Kurt Tucholsky