München

Biblische Grüße nach München

Während meiner Zeit in München habe ich ja in einer eher züchtigen WG gewohnt. Man erinnert sich vielleicht. Jesus war allgegenwärtig (auch auf dem Klo) und die Mitbewohnerin hat brav mit Ausnahme von Essen, Alkohol und Zigaretten auf alle übrigen irdischen Genüsse verzichtet… *hust* Die Atmosphäre war so fromm, dass man am liebsten den ganzen Tag bibel.tv konsumieren mochte. Das ging aber nicht. Denn bibel.tv ist ein digitaler Kanal und die konnte der Fernseher zu seiner Zeit dort nicht empfangen.…

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Ein Telefonat,…

das man so nicht führen sollte. – Hallo? – Hallo. – Ja? Wer ist denn da? – XY. – Ich wohn nicht mehr in München. – Ah deshalb seh ich dich nicht mehr. – Mhm. – Wo wohnst du denn jetzt? – In Hamburg. – Hey, meine Tante wohnt in Hamburg. – Äh ich mein auch eigentlich Köln. – Aha. Ok. – Ich leg jetzt auf. – Ok. Ja ganz recht: o_O

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Banause

Das Gute, nein das Beste an Besuch ist, dass er einen zur Kultur zwingt. Ich wohne seit gut neun Wochen in München und hab außer meinem Computerbildschirm in der Redaktion und dem inneren von Kneipen noch nicht viel von der Stadt gesehen. Die einzige Münchner Kultur, die ich konsumiert habe, ist goldgelb, flüssig und wird literweise serviert. Freunde wollen sich aber leider nicht nur betrinken, sondern auch etwas Richtiges geboten bekommen. Und da es regnet und montags die richtig guten…

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Ein Platz an der Sonne

Die Wohnung ist zwar stellenweise im wahrsten Sinne ungenießbar (Stichwort: Fischstäbchen-Tomatensalat-Kruste auf dem Wohnzimmerboden), hat aber dennoch ihre feinen Seiten. Genau solch eine befindet sich in meinem Zimmer und wird von mir täglich genutzt: die extrabreite Fensterbank. Jede Wohnung sollte mindestens eine breite Fensterbank haben, auf der jeder durchschnittlich überdimensionierte Hintern gemütlich Platz findet. Das steigert die Lebensqualität immens. Schon morgens lauscht man am Fenster den den Vögeln beim Zwitschern. Dabei vertilgt man banksitzenderweise eine Schale Haferflocken und schmatzt genüsslich…

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Die Registratur

Das nerongrüne Gürteltier dreht sich auf dem braunen Tisch. Unglaublich schnell. Wie ein Brummkreisel. Es liegt auf dem Rücken und dreht sich. Dann zerspringt es in tausend Teile, fügt sich wieder zusammen, färbt sich pink und dreht sich weiter. Minutenlang. War das letzte Bier doch eins zu viel? Oh, jetzt ist es blau und liegt unter dem Tisch. Das Gürteltier. So fühlt man sich an einem Samstagmorgens um halb vier in „Der Registratur“ in der Blumenstraße. An den Wänden laufen…

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Bad Luck

The man who said „I’d rather be lucky than good“ saw deeply into life. People are afraid to face how great a part of life is dependent on luck. It’s scary to think so much is out of one’s control. There are moments in a match when the ball hits the top of the net, and for a split second, it can either go forward or fall back. With a little luck, it goes forward, and you win. Or maybe…

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Hello again!

Eigentlich ist hier alles wie zu Hause. Die Straße vor der Tür ist ungefähr so laut wie die A5 bei Darmstadt. Samstag mäht irgendwer den Rasen unter meinem Fenster, ganz wie mein Nachbar daheim. Hier laufen sogar die gleichen Leute rum wie im Odenwald! Da geht man sieben Jahre zusammen auf die gleiche Schule. Er war in der gleichen Klasse wie mein bester Kumpel. Viel hatten wir nie miteinander zutun. Am Campus stand er auch wieder rum. „Hey lang nicht…

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feilen verbindet

Es ist 18:49 Uhr. Zwei Frauen lehnen an einer der schmierigen, gefliesten Säulen in der U-Bahn-Haltestelle – die eine links, die andere rechts. Sie kennen sich nicht. Nach der Arbeitswoche sind ihre Augen matt, die strähnigen Haare fallen ihnen ins Gesicht. Ihre schweren, großen Taschen zerren an ihren Schultern – bei der einen links, bei der anderen rechts. Während sie warten, machen sie exakt das Gleiche: Sie schauen konzentriert auf ihre Hände und feilen ihre Fingernägel. Sonst nichts. Menschen rauschen…

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très bon und irgendwas mit boeuf

Ja, mein Job könnte definitiv schlimmer sein. Nach Feierabend zu dem meiner Meinung nach besten Franzosen Münchens geschickt zu werden, um Fotos zu machen, hat schon was für sich. Ich bin seit einer Woche in München, das heißt ich kenne noch kein einziges Restaurant – von Imbissbuden und einem Lidl mal abgesehen, aber ich bin mir sicher: Es gibt keinen besseren. Normalerweie kann ich mir solche Eskapaden nicht leisten. Es sei denn ich verkaufe nachts meinen Körper. Aber selbst dann…

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Münchener Omas und Ivica Vastic kellnert

So und wieder hab ich etwas über „typische Münchener“ beobachtet. Das Folgende kann etwas konfus sein, da ich drei Helle getrunken habe. Ich bitte also etwaige Konfusitäten (gibts das Wort?) zu entschuldigen. Folgendes: Münchener Omas sind mehr als suspekt. Sie sind obskur, weil sie komplett anders aussehen als Omas eigentlich aussehen sollten. Ich habe von richtigen Omas folgenes Bild im Kopf: Omas haben geblümte Kittelschürzen an in dunellila (oder hellblau), dazu tragen sie Stützstrümpfe (gegen die Krampfadern) und rennen donnertags…

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Reiseblog
17. April 2022
20. Oktober 2019

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an.

Kurt Tucholsky

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