Der Geschmack der Küste

Gutes Essen stärkt die Moral an Bord. Das wussten bereits die alten Entdecker. Wer heute an der Küste Norwegens entlangschippert, wird verwöhnt mit dem Besten, was das Land zu bieten hat.

Sonntags-Umu

Was dem Deutschen sein Sonntagsbraten ist dem Tongaer sein Liu – traditionell zubereitet im Erdofen Umu. Soooo lecker und garantiert frei von Gluten.

mmhhh…. Kürbisrisotto

So. Schluss. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder ich aale mich weiter in nicht enden wollendem Liebeskummer, vergraule mit meinem unappetitlichen Selbstmitleid meine liebsten Freunde und ende unweigerlich SO. Oder aber ich (Achtung Wortspiel) wärme andere alte Leidenschaften auf und koche endlich wieder!

Protokoll eines Feierabends

Freitagabend 17:00, Darmstadt, Wetter: heiter bis wolkig

Jetzt mal rausholen und blasen
Boah ist der groß!!
Ich mag ja lieber viele Kleine…
Ok, Rauch Reinpusten geht da schlecht.
Mann, mein ganzes Shirt ist feucht!
Ja, mir klebt das ganze Gesicht.
Woah schmeckt schon scheiße…
Irgendwie glaub ich, dass wir Leute belästigen?!
Ah was, die schauen gern zu!
Guck ma, geht ja voll weit!
Uhhh schau mal, der Nippel fällt runter!
Da is noch einer!
Wuuh Mann, das machen wir jetzt seit 6 Stunden!
Zu Hause erst mal das Gesicht waschen…

Seifenblasen pusten in der Fußgängerzone mit dem Allgäuer macht schon sehr Spaß. 😀 Und jetzt Burger. Fleisch.

Essen is fad.

Ich will ein neues Geschmackserlebnis! Und nein, das is keine billige Metapher für „Ich würd gerne andere verückte Menschen vögeln!“. Nein, mich langweilt Essen wirklich! Alles schmeckt gleich. Kantinensalat schmeckt wie Kantinenschnitzel, Kantinenschnitzel wie Kantinensuppe und Kantinensuppe wie Brathähnchen von dem versifften Stand, der immer samstags vor der einen Kirche rumsteht. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich das ganze Olivenöl-Genre durch bin. Eingelegte Tomaten, Knoblaucholiven, Sardellen. Done. Auch Pizza bin ich sehr enttäuscht. Sieht meistens spektakulär lecker aus und schmecken aber alle alle gleich. Schecklich. Ich muss in letzter Zeit immer abends essen. Kommt davon, wenn man sich mit dünnen Menschen umgibt, die immer immer immer nach Hause gelieferte Nahrunsmittel in sich reinstopfen müssen. Einzige Möglichkeit, um auch noch in zwei Monaten so fulminant (neues Lieblingswort) auszusehen wie eh und je: Salat essen. Und gelieferter Salat is definitiv ekelhafter Scheiß! Ich weiß nicht, was die sich dabei denken aber die kippen da literweise Joghurtsoße drüber! Joghurtsoße auf Salat spielt in exakt der gleichen Liga wie rohes Ei und Sperma. Mehr muss ich nicht sagen. Damit schließt sich der Kreis.

Mhh… Honigmelone

Gekühlte Honigmelone hat irgendwie einen spermatösen Nachgeschmack. Ich weiß jetzt nicht, ob das an meiner generell sehr seltsamen Assoziationsgabe liegt, oder daran, dass ich vorher irgendwas mit Senf gegessen habe. *Grimasseziehweilnichtlecker* Blöd, dass mir das erst auffällt, wenn der Teller eh fast leer ist. Hm. So salzig und … muffig im Abgang. urgs.

Frohe Weihnachten

Hmpf. Ich hatte hier echt viel geschrieben. Dann ist der Firefox abgestürzt und mein Text war weg… Wie bezeichnend für dieses beschissene Fest.

An alle, die viele Geschenke bekommen, über die Festtage sich den Bauch vollschlagen können, ohne fett zu werden und jemand haben, den sie lieben: Frohe Weihnachten. An alle anderen: Die drei Tage gehen auch vorbei.

Ich bereite mich auf meinen LOST-Marathon vor, damit ich für die fünfte Staffel gewappnet bin und versuche niemandem den Kopf abzureißen. Wünscht mir (und vorallem den anderen) viel Glück.

Spaghetti-Koma

Von den meisten Gerichten wird man irgendwann, spätestens nach einem Teller, satt. Ok, ich kenne auch Zeitgenosen, die fünf Steaks essen können und dann fragen, ob noch Nudelsalat da ist. Aber die bilden (hoffentlich) die Ausnahme. Sonst geht es mit der Lebensmittelknappheit schneller, als gedacht. Und Fleisch darf man ja eh nicht Essen, dem Klima zu Liebe. Wie dem auch sei. Man entschuldige den kleinen Exkurs.

Warum aber kann man kiloweise Spaghetti mit Tomatensoße in sich reinstopfen, ohne auch nur einen Anflug eines Sättigungsgefühls zu verspüren??

Irgendwann liegt man unbeweglich auf dem Bett, wie ein Maikäfer, der auf dem Rücken gelandet ist. Strampeln geht nicht. Zu vollgestopft. Einfach nur flach daliegen, die Verdauungsorgane erledigen hoffentlich den Rest. Aber man denkt trotzdem noch über Nachtisch nach!

Woran liegt das? Warum fällt man nach einem augegessenen Falaffel halb ins Koma aber kann drei Teller Nudeln essen, ohne mit der Wimper zu zucken?

Die Reue kommt er später. Wenn man noch weg will und die sch*** Jeans nicht mehr zu geht. Argh.

Hach ja Wochenende.

Phasenweise

Während einer mehrstündigen Technik-Schulung an einem warmen Tag in einem abgedunkelten Raum, durchlebt man unterschiedliche Phasen.

In Phase eins hört man dem Mann, der sich da durch die Website klickt, ganz aufmerksam zu. Man nickt, schreibt jeden Blödsinn mit, macht Randnotizen und eh man sich versieht, sind vier DIN A4 Blätter mit Zeug vollgekritzelt, das man sich wahrscheinlich nie mehr durchliest.

So nach zirka einer Stunde wandert der Blick an die Decke und der Kuli langsam durch die Finger. Kurz schütteln und weiter zuhören. Vielleicht mal an dem Wasser nippen, das vor einem langsam schal wird. Das Mitschreiben hat man aufgegeben. Sehnenscheidenentzündung ist eine unangenehme Sache.

Nach Minute 115 beginnt Phase drei. Man starrt alibihalber immernoch auf die Wand, wo der Curser fleißig weiter Buttons anklickt. Irgendjemand redet. Die Gedanken werden immer primitiver. Eigentlich denkt man nur noch an Essen und Sex. Immer abwechselnd. Erst Pizza, dann vögeln, dann Spaghetti und dann kugelt man sich durch die Federn. Woaaah, ein Leben für ein Tomate-Mozarella-Chiabatta-Brötchen. Für den Kuss würd ich jetzt töten! Lecker Eis mit Waffel.. ohh lecker Eis im Bauchnabel! Und das Grinsen wird immer breiter. Während man so in Gedanken an verschiedenen Dingen rumleckt, hört man dumpf eine Stimme, die immer lauter wird. … „Und dann einfach nur noch per drag’n’drob rüberziehen und voilà…“

Grmpf. Ok, noch etwa 45 Minuten. Sex hat sich jetzt erledigt. Dafür muss man tierisch aufs Klo. Scheiß Wasser. Die Minuten schleichen vorbei. Man beobachten die Uhr und sehnt sich nach einer Toilette. Bitte lass es vorbei gehen. Tick. Tack. Jaaa verdammt!!! Beine übereiannderschlagen funktioniert noch noch bedingt. „Ja dann dank ich euch für die Aufmerksamkeit. Schönen Feierabend!“ Raus hier. Schnell!!! …Wohltat.

In der Tram ist man dann wieder ganz bei Phase drei und zu Hause gibts Vollkornbrot… Na toll.

très bon und irgendwas mit boeuf

Ja, mein Job könnte definitiv schlimmer sein. Nach Feierabend zu dem meiner Meinung nach besten Franzosen Münchens geschickt zu werden, um Fotos zu machen, hat schon was für sich.

Ich bin seit einer Woche in München, das heißt ich kenne noch kein einziges Restaurant – von Imbissbuden und einem Lidl mal abgesehen, aber ich bin mir sicher: Es gibt keinen besseren.

Normalerweie kann ich mir solche Eskapaden nicht leisten. Es sei denn ich verkaufe nachts meinen Körper. Aber selbst dann muss ich erstmal mindestens eine Woche schuften.

Kaum angekommen, schon stellen sie einem Champagner mit Melonenlikör als Aperitiv vor die Nase. Anschließend gibts in Rotwein eingelegtes Rinderfilet auf Kartoffel-Selerieschnee an Schokoladensauce. Abgerundet wird das Menu mit einer warem Schokoladentarte gefüllt mit noch wärmeren Karamel. Alles serviert mit gesäuseltem Frosösisch und einer Prise Mittelmeercharme.

Ok also nochmal: flüssiges Karamel, in einem warmen Schokoladenkuchen, Zuckerwatte on top. Genau das ist mein Himmel. Wenn ich mal tot bin, will ich exakt das. Und einen gutaussenden Kerl, der mir das dann nackt und lächelnd an den Hintern trägt.

Ich bin ja eh der Auffassung, dass man nur noch dann essen sollte, wenn es wirklich Gutes in Aussicht steht. Quartalsschlemmen quasi. Alles weitere ist nur Nahrungsaufnahme, um nicht irgendwann ohnmächtig unter dem Schreibtisch zu liegen. Das erste Mal seit Monaten bin ich völlig zufrieden und glücklich mit vollem Magen nach Hause gegangen und das obwohl ich etwas gegessen habe. Sowas lass ich ja eigentlich von vornherein.

Das Schlimme: Ich muss da nochmal hin, weil das einfach zu lecker war. Aber dann muss ich mich wohl echt prostituieren… oder Teller spülen… je nach dem.