Argentinien

Früher war mehr Panceta

Ich dachte ja erst, es sei was passiert. Sack Reis umgefallen auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt? Alles ruhig in der Stadt, wie in Watte gepackt. Ach, ich komm ja gerade zurück aus Buenos Aires, eine der lautesten Städte der Welt. Das war früher schon so. Vieles andere jedoch hat sich seit meinem letzten Besuch vor 7 Jahren verändert.

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Israel in Superlativen

Wie das so ist mit dem Reisen, man erlebt so viel, trifft so viele Menschen, führt so viele Gespräche und hat zu wenig Zeit und Muse für anderes – das gilt fürs Postkartenschreiben wie fürs Bloggen. Drei Wochen Israel gingen viel zu schnell vorbei und sind nicht annähernd genug für dieses Land – so klein es auch ist (hat etwa die Fläche von Mecklenburg-Vorpommern, inklusive der besetzten Gebieten… also denen von Israel). Die Reise in der Zusamenfassung nach Superlativen.

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Mercado de Libros (Caballito)

Zum Abschied von Buenos Aires noch einen meiner Lieblingsorte: der Bücherflohmarkt am Parque Rivadavia. Nicht zuletzt, weil das gerade zwei Blocks von der Wohnung entfernt ist und man dort so wunderbar stöbern kann. Habe viele Stunden dort verbracht und mich durch verstaubte Bücher gewühlt. [slickr-flickr tag=“libros“ items=“28″ type=“gallery“ id=“33787195@N06″]

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Despedida!

Man soll gehen, wenns am schönsten ist… oder man die Schnauze voll hat. Bei mir ist es ein bisschen von beidem. Dpoch ich bin schon wieder zu lang hier und es kribbelt in den Füßen. Ich muss weiter. Und zum Abschied gibts ein Bild, das für mich typisch Mendoza ist. Gerade beim Abschied merk ich, wie viel Spaß Mendoza doch gemacht hat: der Unterricht bei Intercultural, das Kellnern in Faro. Ich hab zwar von der Vendimia, dem traditionellen Weinfest Anfang…

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8 semanas en „Faro“

So, gekellnert wär auch. Es wurde viel rumgeschrien, suspendiert und gekündigt. Mein 26-jähriger Chef „La cara“-Julio  (ja ganz genau, wie „The face“ aus dem A-Team) hat sechs Kellner in der Zeit rausgeschmissen. Ich war mit meinen vollen zwei Monaten so etwas wie eine Konstante in dem Laden. Mein Glück, dass ich Englisch und Deutsch spreche, sonst wär ich sicher auch geflogen. Wenn man Essen beim Koch („No Hay!“-Jaime) bestellt hat, bekam man erst ein „Was willst du?!“, dann ein „Gibt’s…

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chisme mendozino

Das ist offiziell die niederträchtigste Geschichte, die ich jemals gehört habe. Da ist dieser Mann. Verheiratet, Vater einer 6-jährigen Tochter. Er ist der Chauffeur eines der reichsten Männer Mendozas. Seinem Chef gehören so gut wie alle Gewürzgeschäfte in der Stadt und in gewissermaßen gehört ihm auch dessen Frau. Die hat nämlich schon seit Jahren ein Verhältnis mit dem reichen Boss und ist Mutter seiner einjährigen Zwillinge. Der Mann weiß das. Ganz Mendoza weiß das. Scheiden lassen will er sich aber…

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Mendozinos

Wenn man 40 Stunden die Woche damit verbringt, zwischen einer genau aufgeteilten Sektion von Tischen hin und her zu rennen, bildet man so etwas wie eine soziale Blase um sein Fleckchen „Workspace“. Menschen, die immer wiederkehren; zu denen man eine wie auch immer geartete Beziehung aufbaut. Diese fünf Charaktere sind mir in den letzten fünf Wochen besonders ins Auge gestochen: The Salesman Er kommt nur freitags. Mit blendend weißem Lächeln offeriert er gebrannte DVDs aller Genre. Geübt öffnet er sein…

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Mudanza (Vol. 2)

Ja, es gibt Gefängnisse, die komfortablere Räume haben. Und doch ist es hier um so viel besser als im vorherigen Zimmer. Es ist wesentlich billiger. Ich wohne hier nur mit einer statt vorher mit 12 bis 15 Personen. WLAN hab ich dank der freundlichen Unterstützung eines unkomplizierten Mitarbeiters der „Truckmin Mining Services“ nebenan auch. Die Toilette hat eine funktionierende Spülung und nicht nur einen Kasten aus dem rund um die Uhr Wasser auf die Fliesen rinnt. Unter der Dusche wird…

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La elaboración de planes

Der Einfachste Weg wäre: Im März kurz rüber nach Chile, Visum erneuern, ab in den Norden Argentiniens und den „Rest“ anschauen. Dann nach Buenos Aires und gemütlich noch zwei, drei Wochen im gemachten Nest bei der Verwandtschaft gammeln. Das letzte Geld im Congo in Rum Sour investieren und Alejandro, dem schönsten Kellner der südlichen Hemisphäre, als Trinkgeld in die Schürze stecken. Dann in den Flieger und ab nach Hause. So war’s ursprünglich geplant. Könnte man so machen, ist aber unspaßig.…

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Bastante embarazadas

Unfassbar wie viele dicke Bäuche hier durch die Straßen kugeln. Und alle sind sie jünger als ich! Ich weiß nicht wie andere meiner Landesgenossen das sehen, aber wäre ich jetzt schwanger, würde ich gepflegt Amoklaufen. Einfach nur, weil ich nicht wüsste, was ich als erstes machen soll: heulen, stricken lernen, Anmeldeformular für den trilingualen Kindergaren googeln?! Hier macht sicher keiner so wirklich Gedanken. *Plopp* und da ist schon der nächste Erdenbürger. Wie wir den durchbringen bis er auf eigenen finanziellen…

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Reiseblog
9. November 2019
8. Januar 2019
1. Januar 2018

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an.

Kurt Tucholsky