One night in HH

Zwei Tage war das Göschle krank. Nun bloggt sie wieder – gottseidank!Anbei ein Ausflugstipp, wenn man sich an einem Wochenende bei strahlendstem Hochsommer-Sonnenschein in Hamburg aufhält:Man lade sich möglichst viele nette Menschen in die Wohnung ein (oder man geselle sich zu möglichst vielen netten Menschen dazu, die geschlossen in eine Wohnung gehn, sofern man keine eigene besitzt) Dort kocht man dann lecker Nudeln mit ultrafrischer Tomatensoße und noch viel frischerem Basilikum. Dazu ein Fässchen Bier und der Abend kann beginnen.Die so geschaffene Grundlage nutzt man geht schnellen Schrittes auf die Reeperbahn. Dort nimmt man noch einige Astra zu sich und schaut sich auf dem Hans-Albers-Platz ein wenig „um“. Naja man schaut eher an. Und zwar die professionellen Damen, die mit Vorliebe scheinbar Nerdige Männer in karierten Flanellhemden und Rucksäcken ansprechen. Ist klar, dass die sonst nicht viel anderes sehen außer Mutti und die Handinnenfläche. Brauchen sich die Ladies auch nicht wundern, wenn sie solch ein Exemplar dann mit in ihre „Arbeitsräumlichkeiten“ nehmen müssen.Ja das macht man dann so 15 bis 20 Minuten (also das beobachten solcher „Anbandelversuche“ mit Honorar) bis die eigene männliche Begleitung völlig begeistert und mit dem Kommentar „Das ist der friedlichste Ort der Welt“ aus der Herbertstraße kommt.Anschließens erzählt man noch der drallen Bardame im roten Lackkorsett ganz obligatorisch und klischeehaft wie scheiße das Leben ist und kippt sich theatralisch einen braunen Sambuca hinter die Binde. Und dann ab zu den Landungsbrücken.Mittlerweile ist es kurz vor 5 und man kann sich schleunigst zu Fuß durch den alten Elbtunnel machen. Drüben auf er anderen Seite sollte man (sofern man die geignete Ausstattung dazu hat) unbedingt auf das Pförtnerdach steigen und von oben runterpissen. Danach ab auf den Kai und den Hamburger Sonnenaufgang beobachten. Die ganze Zeit „Hmm jaaa man geil“ und „Aaaach man Leben is halt doch irgendwo gut“ denken und möglichst viel gemeinsam in Erinnerungen schwelgen.Nach einer Stunde wieder ans andere Ufer und schnell zum Fischmarkt. Viel heißen Backfisch in sich reinfressen, dazu möglichst viel Kaffee trinken und für den Viitaminhaushalt eine Tüte Trauben vertilgen.Anschließend auf die Busfähre und in Richtung „Ölvergönne“ schippern, sich in den weichen Sand des Elbstrand setzen und in der frühmorgendlichen Sonne langsam einschlafen. Pünktlich um halb 10 wieder aufwachen und gemütlich zurück nach Hause torkeln und nach Möglichkeit schlafen. Zu Hause. Im Bett. Egal wie gut das Wetter ist. Sonst wird man krank und kann zwei Tage nicht bloggen.

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