Wie man mit nur 2 Euro voll wird:

Wo kann die schlaue Studentin sparen?Ja man muss die Klischees wirklich bestätigen. Als Frau kommt man ohne Zweifel unglaublich günstig durch die Nacht in Hamburg. An jeder Ecke des Albers-Platzes steht 18-jährige Mädels (ohne Gürteltasche), die einem einen Flyer für ein Gratisgetränk nach dem anderne in die Hand drücken. Auch noch in den unmöglichsten Kneipen, in die man unter normalen Umständen keinen Fuß setzen würde. Schlimme Leute, schlimme Musik. Aber für einen tussigen Gratis-Prosecco nimmt man auch mal 10 Minuten lang seltsame Menschen und „Zehn nackte Frisösen“ auf voller Lautstärke in Kauf. Zur noch Sekt auf Ex und weiter gehts. Flyer „abfeiern“. Geschenkter Gaul und so. Dann noch den Rest der Nacht Bierchen ausgeben lassen und heim gehts. Fein.Neuer Lieblingsladen, den ich leider, wie schon den Äppler-Shuppen, viieeel zu spät entdeckt hab, ist das „Nachtlager“ auf dem Hamburger Berg.Die zwei Euro wurden übrigens zu beginn des Abends in ein Glas Süßgespritzten investiert. Hätte man sich sichr auch sparen können… irgendwie

Identität gefunden

Achtung Omaspruch (!):
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.

Ein Lichtlein in Form von einer Postkarte, auf der steht, dass man meine Habseeligkeiten gefunden habe und ich möge die Nummer auf der Karte anrufen, um sie wiederzuerhalten.

Lässt man sich nicht lange bitten und schon eine Stunde später steht man auf der Reeperbahn, zwischen all den knappbekleideteten Prosituierten vor einem circa 120-jährigen Seebären, der auf Platt und mir Bier in der Hand auf einen zustolpert und sagt: „Mädel. Deine Sachen hab ich gefunden!“ Jaaa genau! Dann überreicht er mir ein Päckchen mit all den Sachen, die mir geklaut wurden. Exklusive Handy und EC-karte versteht sich.

Ein einziges Kiez-Klische der Gute. Uralt, betrunken, tätowiert, schlechte Zähne und 10 Jahre gesessen, weil er jemanden erschossen hat. Aber hey, er hat noch ein Bier aus seiner Jacke gekrempelt und mit mir auf die Wertsachen angestoßen, die er „beim pischeln“ im Gebüsch gefunden hat. Und da soll mal einer sagen, die Menschheit veroht.

Doof nur, dass ich schon einiges kostspieliges neu beantragt habe. Aber was solls. Ich freu mich. Wenn jetzt noch meine aktuelle EC-Karte da wäre, könnt ich mich direkt dazu hinreißen lassen auf die Schanze zu gehn und ein bis zwölf Bier zu trinken. Tjaaaa, dem ist aber nicht so.

One night in HH

Zwei Tage war das Göschle krank. Nun bloggt sie wieder – gottseidank!Anbei ein Ausflugstipp, wenn man sich an einem Wochenende bei strahlendstem Hochsommer-Sonnenschein in Hamburg aufhält:Man lade sich möglichst viele nette Menschen in die Wohnung ein (oder man geselle sich zu möglichst vielen netten Menschen dazu, die geschlossen in eine Wohnung gehn, sofern man keine eigene besitzt) Dort kocht man dann lecker Nudeln mit ultrafrischer Tomatensoße und noch viel frischerem Basilikum. Dazu ein Fässchen Bier und der Abend kann beginnen.Die so geschaffene Grundlage nutzt man geht schnellen Schrittes auf die Reeperbahn. Dort nimmt man noch einige Astra zu sich und schaut sich auf dem Hans-Albers-Platz ein wenig „um“. Naja man schaut eher an. Und zwar die professionellen Damen, die mit Vorliebe scheinbar Nerdige Männer in karierten Flanellhemden und Rucksäcken ansprechen. Ist klar, dass die sonst nicht viel anderes sehen außer Mutti und die Handinnenfläche. Brauchen sich die Ladies auch nicht wundern, wenn sie solch ein Exemplar dann mit in ihre „Arbeitsräumlichkeiten“ nehmen müssen.Ja das macht man dann so 15 bis 20 Minuten (also das beobachten solcher „Anbandelversuche“ mit Honorar) bis die eigene männliche Begleitung völlig begeistert und mit dem Kommentar „Das ist der friedlichste Ort der Welt“ aus der Herbertstraße kommt.Anschließens erzählt man noch der drallen Bardame im roten Lackkorsett ganz obligatorisch und klischeehaft wie scheiße das Leben ist und kippt sich theatralisch einen braunen Sambuca hinter die Binde. Und dann ab zu den Landungsbrücken.Mittlerweile ist es kurz vor 5 und man kann sich schleunigst zu Fuß durch den alten Elbtunnel machen. Drüben auf er anderen Seite sollte man (sofern man die geignete Ausstattung dazu hat) unbedingt auf das Pförtnerdach steigen und von oben runterpissen. Danach ab auf den Kai und den Hamburger Sonnenaufgang beobachten. Die ganze Zeit „Hmm jaaa man geil“ und „Aaaach man Leben is halt doch irgendwo gut“ denken und möglichst viel gemeinsam in Erinnerungen schwelgen.Nach einer Stunde wieder ans andere Ufer und schnell zum Fischmarkt. Viel heißen Backfisch in sich reinfressen, dazu möglichst viel Kaffee trinken und für den Viitaminhaushalt eine Tüte Trauben vertilgen.Anschließend auf die Busfähre und in Richtung „Ölvergönne“ schippern, sich in den weichen Sand des Elbstrand setzen und in der frühmorgendlichen Sonne langsam einschlafen. Pünktlich um halb 10 wieder aufwachen und gemütlich zurück nach Hause torkeln und nach Möglichkeit schlafen. Zu Hause. Im Bett. Egal wie gut das Wetter ist. Sonst wird man krank und kann zwei Tage nicht bloggen.