займы онлайн наличными микрозаймы онлайн наличными займы онлайн микрозаймы онлайн срочные займы онлайн наличными срочные микрозаймы онлайн наличными займ онлайн микрозайм онлайн займ онлайн наличными микрозайм онлайн наличными займы онлайн наличными микрозаймы онлайн наличными

Erinnerungen im Weitwinkel

Wenn ich gerade mal nichts zutun habe – was momentan sehr selten der Fall ist – denke ich mit Wehmut an die Reise durch Südamerika bis zu den Azoren. Rückt alles immer weiter in die Vergangenheit und weicht dem „normalen Leben“. Schade. Zur Erinnerung ein paar Panoramas, die Johannes vor Ort geschossen und daheim zusammengebastelt hat.

Beitragsbild: Philipsburg, St. Maarten

Petit Baie, St. Martin

Prickly Pear Island, Anguila

Green Kay, British Virgin Islands

Flores, Azoren

Hafen von Flores/Azoren

Fowey in Cornwall/GB

mehr…

Und sobald wieder Geld in der Kasse und die Karriere in solch rechte Bahnen gerückt is, dass sie auch mal pausieren darf, ohne Schaden zu nehmen, gehts wieder los. Irgendwohin.

(Alle Bilder: Johannes Lampel)

Zu Hause (+ Azoren)

Ich seh mich momentan außerstande zusammenhängende, sinnvolle und gutklingende Sätze zu verfassen. Deshalb gibts das Zuhause in Stichpunkten:

WM, Papierkram, Rasen mähen, Sonne genießen, Regen genießen, WM, Äppler, Grie Soß mit Salzkadoffel, Katze streicheln, schlafen, WM, Berge von Wäsche, ausmisten, Wohnungssuche, WM, Autofahren, bei jedem mal melden, gut fühlen, WM

Und himmlherrgott!! dauert das Bilderhochladen lang. Aber es ist vollbracht. Die Fotos vom Ziel: Den Azoren:

[slickr-flickr tag=“Azoren“ items=“28″ type=“gallery“ id=“33787195@N06″]
Zum ganzen Album auf Flickr

24 Tage auf dem Atlantik

Ich will Hochseesegeln mal so beschreiben: Stellt Euch vor, jemand bindet Euch ganz nah hinter dem Tornetz auf einem Fußballplatz fest. Dann kommt die Mannschaft und übt Elf-Meter-Schießen. Und das 24 Tage lang, 24 Stunden täglich, alle paar Sekunden volles Holz aufs Tor. Jedes Mal zuckt Ihr zusammen und denkt: „Scheiße, hoffentlich hält das Netz!“ Dabei schüttelt man Euch die ganze Zeit durch, während Ihr versucht, trotz dem Geballere irgendwie zu schlafen. Das ist keine Freude.

Noch im Februar, als die Atlantiküberfahrt auf einem Segelboot noch eine fixe Idee war, hab ich meinen zukünftigen Kapitän gefragt was man denn eigentlich so macht während der ganzen Zeit. Jetzt weiß ich es: essen, schlafen und der Dinge harren. Essen und schlafen kann ich gut, nur Geduld und Müßiggang gehörten noch nie zu meinen großen Stärken. Fang ich das eine an, ist das nächste schon in Planung und das Dritte Vorhaben schon im Hinterkopf. Dann ist es besser, wenn das erste schon lange vorbei ist und ich zum nächsten Programmpunkt übergehen kann. Ich warte einfach nicht gerne. Da ist eine Reise in einem Segelboot, um von A nach B zu kommen, sicher nicht die beste Wahl. Gerade wenn A und B 2700 Meilen weit auseinander liegen und dazwischen einfach nichts außer Wasser, Wind und Wellen ist.

Und damit ist nicht zu spaßen. Wie oft dachte ich ans Aussteigen als sich draußen vier Meter hohe Wellen an der Bordwand gebrochen haben und das Wasser so gegen das Brückendeck schlugt, dass Regale einfach abgeräumt wurden und Gläser Zentimeter in die Höhe hüpften. Aber Aussteigen ist nicht. Man muss einfach durchhalten. Irgendwann hab ich während meinen nächtlichen Wachen nur noch auf das GPS-Gerät gestarrt und die Sekunden und Minuten gezählt, die wir gen Osten vorstießen.

Aber so sind ja nur die schlechten Tage. An den guten konnten wir Delphine beobachten, die immer mal wieder während unserer Reise auf eine Visite vorbei kamen und neugierig um das Boot gesprungen sind. Und die Flauten waren angenehm. Wir sind zwar mangels Wind  tagelang nicht voran gekommen, sind sogar nachts Meilen zurückgetrieben, aber es hat nicht geschaukelt und ich hatte nicht das Gefühl dauernd meinen Mageninhalt loszuwerden. Und ich war schwimmen, wo vielleicht sogar noch nie jemand schwimmen war (Position: N27°23′ W064°58′)

Was ich während der 24 Tage gelernt habe:
– ich bin keine Seefrau
– ich kann nicht rudern
– ansatzweise Wetterkarten lesen
– ein paar Seemannsknoten (aber nur aus einem Blickwinkel. Sobald was verdreht ist, kriegt das mein Kopf schon wieder nicht mehr hin)
– Segel flicken
– ich kann auf See genau so wenig Kuchen backen wie zu Hause unter Normalbedingungen
– auch mit 25 kommt es vor, dass man dank Seegang nicht mehr ohne Probleme eine zweistufige Treppe hochkommt
– Nähen könnte ein neues Hobby werden.
– Nach sieben Tagen ohne Haare waschen, braucht man kein Haarband, um sich einen Zopf zu machen
– und vielleicht das Wichtigste – ich habe zumindest ein wenig gelernt: Umstände, an denen ich nichts ändern kann, einfach hinzunehmen. Und an der Wetterküche auf dem Atlantik kann man einfach in einem winzigen Segelboot garnix ändern.

Was ich indes vorher schon wusste:
Wenn man sich unwohl fühlt und die Möglichkeit hat, was an seiner Situation zu ändern, sollte man das tun.

In dem Sinne: Ich steig hier auf den Azoren aus und nehm den Flieger nach Hause. Wird auch langsam mal wieder Zeit. Man vermisst mich schmerzlich.

Zum ganzen Album auf Flickr

(Fotos: Bernd M. und Johannes Lampel)

Bye bye, BVI

Wenn man in der Position ist, die Türkistöne des Wassers an der einen Insel für viel schöner zu befinden als an der anderen, dann macht man schon ganz schön dekadent Urlaub.

Wir sind gut eine Woche auf den British Virgin Islands und entspannt zwischen Virgin Gorda, der fetten Jungfrau im Osten, Richtung Jost van Dyke im Westen gesegelt. Dort am Green Cay ist dieses kitschige Foto links entstanden.

Johannes ist dafür extra todesmutig ohne Gurt auf die Mastspitze geklettert, nur um die komplette Internetgemeinschaft außerhalb der Karibik ganz arg neidisch zu machen. Bis auf einmal Geraderücken wurde an dem Bild nichts verändert. Farben, Wolken, kitschig einsames Boot: alles so gesehen. Und dazu stetig 29 Grad. Schrecklich.

Aber bald ist der Spaß vorbei. Das Boot ist klar; heute verlassen wir die Virgins und ziehen gen Nordosten. Nächster Halt: Azoren. Ich meld mich dann in etwa drei Wochen wieder. Dann gibts hoffentlich auch mal mehr Fotos aus der Kitschhölle hier. Alle mit freundlicher Genehmigung von Johannes, der einfach die bessere Kamera hat.

Joa, dann ma schüss, ne von Johannes, Bernd und mir (v.l.n.r.)

Und man wünsche uns statt „Mast- und Schotbruch“ bitte lieber „Immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel“. Das findet unser Skipper positiver.

[slickr-flickr tag=“BVI“ items=“28″ type=“gallery“ id=“33787195@N06″]
Zum ganzen Album auf Flickr

(Bilder: Johannes Lampelt und Pia Röder)

Schlafen in der Achterbahn

Wenn der Kapitän nachts um eins zu einem sagt: „Das wollte ich Euch eigentlich ersparen“, dann weiß man auch als Laie, dass die erste gemeinsame Nachtfahrt ungemütlicher als geplant verläuft.

Zwischen Saint Martin und den British Virgin Islands peitschen wir bei durchschnittlich sechs Windstärken und sieben Knoten gehn Westen. Spitzenwert in dieser Nacht: zwölfeinhalb Knoten, 80 Meilen in elf Stunden – sportlich.

Wenn der Mond zwischen den schweren, milchigen Wolken hervorlukt, sieht man die Urgewalt des Meeres, die ich bis dato noch unterschätzt hatte. Zwei Meter hohe Wellen heben und senken das Boot wie einen Fahrstuhl. Sollten sie zumindest in der Theorie. Doch auf unserem Weg ist der Meeresgrund so uneben – mal 100 mal 1000 Meter tief – dass die Wellen keinem Schema mehr gehorchen wollen und von allen Seiten kommen. Ein riesen Durcheinander auf See.

Und in der Koje dröhnt und röhrt es. Das Wasser klatscht an die Unterseite des Katamarans, die Wellen schieben von hinten, brechen an Steuerboard; Wasser schwappt durch die Luke an Board. Und es plätschert im Schrank. In dem Fall gilt auf See, was auch an Land gilt: Im Schrank hat gefälligst nix zu plätschern!! Tut’s auch nicht. Alles draußen, da wo man bei einem solchen Wind nicht hin will.

Aber Frischluft muss sein. Gerade wenn einem trotz stabiler Seitenlage in der Koje speiübel wird. Ein tiefer Atemzug an Deck und schon geht’s los. In den Eimer.

Stellt sich übrigens raus, dass Kotzen vor Publikum weniger peinlich ist, wenn alle Anwesenden nüchtern sind. Aber dennoch schade um den guten Couscous.

Der 2. Maat bloggt auch

Will das spärtliche Internet mal nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir hier auf dem Boot voll arg web2.0 sind und auch das andere eine Crewmitglied im echten Leben bloggt. Nur der Kapitän is n bissl oldschool und funkt die ganze Zeit.

Hier geht’s zum Online-Tagebuch des kletternden und finnischsprechenden Physikers Johannes, der auch auf dem Wasserweg wieder nach Hause will. Der weiß tolle Sachen wie zum Beispiel, dass Finnland neben Argentinien das einzige Land mit Tangokultur ist. Und er hat eine frischgedruckte SZ inklusive Magazin aus Deutschland mitgebracht. Der darf also bleiben.

Hier mal unsere Route mit geplanten Stops und Entfernungen (entnommen von seiner Website). Nur dass für mich der Endpunkt nicht Kiel, sondern (hoffentlich) Hamburg Landungsbrücken heißt. Einfach nur, weils so cool wär.

Klick zum Vergrößern
Atlantikroute

Erste Woche Saint Martin

Ich bin wieder in Europa. Auf Saint Martin rennen nur Franzosen, Holländer und Deutsche Segler mit weißem Vollbart rum. Man kann mit Euro bezahlen und es gibt Schwarzbrot im Supermarkt. Ich hab ja gedacht, dass es nach einem halben Jahr Südamerika lange dauert, bis man sich wieder an europäische Verhältnisse gewöhnt. Aber geht so schnell und ich fühl mich wohl. Ist zwar immer noch Karibik aber fühlt sich wesentlich daheimer an. Und ist auch gar nicht so dekadent wie man denken mag. Wenn man von den Designershops und den sonnengegerbten Seglergattinnen mit Dior-Sonnenbrillen absieht.

Apropos daheim: Das ist jetzt ein 11-Meter-Katamaran, Baujahr irgendwann zwischen ’86 und ’89. Ich bewohne die Achterkabine Steuerbord, alles gemütlich eingerichtet. Geduscht wird draußen und nach dem Geschäft wird gepumpt. So geht das. Bis gestern wurde noch im Hafen eingedellte Dings-Schalen im linken Bug epoxidgeharzt. Ich durfte die Stellen mit Schiffslack streichen und der Käpt’n war sehr zufrieden. Nach meiner ersten höchstpersönlich durchgeführten Motorfahrt stehen wir jetzt weiter draußen, mückenfrei und dank Sturm und Gewitter auch endlich nicht mehr so verschwitzt.

Begriffe, die ich schon gelernt habe:
Fender
Faller
Bug
Heck
Steuerbord
Backbord
Achter
Boje
Tonne
Baum
Jolle
Dinghy
die Klampe belegen

Und einen Seemansknoten kann ich auch schon. Na wenn das mal nichts wird.

Und nun: Saint Martin

[slickr-flickr tag=“Saint Martin“ items=“28″ type=“gallery“ id=“33787195@N06″]

Nachricht vom Boot (1)

Sicher auf Saint Martin gelandet. Stop. Erste Nacht auf dem Katamaran gut geschlafen. Stop. Inernet ist rar. Stop. Weitere Meldung beizeiten. Stop.