volllabern

Andere volllabern, liegt in der Natur des Menschen. Das ist okay. Jeder ist ein kleiner Egozentriker und erzählt am liebsten dem Rest der Welt von sich selbst. Ich finde es steht auch jedem zu, ab und an andere mit seinem Gefühlsscheiß zuzumüllen – einfach weil man es loswerden muss, um nicht zu platzen. Geht mir auch so.

Deshalb höre ich gerne Volllaberern zu. Ich lasse mich dann auf 45 Minuten Instant-Messaging zum Thema „Liebe ist scheiße!“ ein und gebe superschlaue Ratschläge von etwas, von dem ich selbst die allerwenigste Ahnung habe – Beziehungen und wie man sie erfolgreich bestreitet. Komischerweise funktionieren die Tipps bei anderen immer sehr gut, aber das nur nebenbei.

Nur bin ich auch der Meinung, dass jeder, der vollgelabert wird, auch das Recht hat, genau den Menschen, der volllabert, ebenso mit eigenem Müll vollzulabern. Geben und nehmen, nennt man das. Laberst du mich voll, laber ich dich voll. Und erwarte von dir auch superschlaue Ratschläge von etwas, von dem du keine Ahnung hast aber wenigstens so tust als ob. Und dann mit einem „Joa danke. Du ich mach mal hier weiter“ zu kommen, ist unter aller Sau. Das ist Missbrauch!

Andere nehmen viel Geld für eine drei-viertel Stunde Lebensberatung. Ich mach das kostenlos. Da will ich verdammt nochmal auch hören, dass alles gar nicht so schlimm ist!

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