Baltikum, es geht los!

So. Fuck this! Ich mach das jetzt einfach. Ich tu so als würde ich mit Schreiben NICHT mein Geld verdienen. Ich geb vor, dass ich meinen Spaß am Zusammenbasteln von schönen Worten, Kommata und Leerzeichen NICHT verloren hab und dass ich KEINE Angst vorm weißen Blatt hab. Ich behaupte einfach, es ist 2019, es läuft gerade nicht der größte PR-Gag aller Zeiten, alle dürfen reisen und ich komm gerade zurück von drei mega Wochen Baltikum und schreib darüber. Ganz locker, no pressure. Das muss nicht gut werden. Keiner bezahlt mich dafür, Clicks sind egal. So, es geht los …

Weniger Welt

„Die Welt ist dir gerade zu viel.“ Er schaut mich ernst an und schiebt den Teller weg. Der Appetit sei ihm vergangen. Das war ich. Sorry. Gibt so Tage. Dann finde ich alle scheiße und nichts gut. Immer dann, wenn ich zu lange da war und schon lange nicht mehr weg.

Der Geschmack der Küste

Gutes Essen stärkt die Moral an Bord. Das wussten bereits die alten Entdecker. Wer heute an der Küste Norwegens entlangschippert, wird verwöhnt mit dem Besten, was das Land zu bieten hat.

Kilometerstand Null

Frankfurt: km 0

Huh, jetzt wohn ich schon seit acht Monaten in Frankfurt und hab noch kein einziges Wort hier darüber verloren. Aber Bilder sagen eh mehrmals … jaja bla bla. Was ihr seht, ist die Skyline von Frankfurt … obviously. Frankfurt ist der Startpunkt meiner Reise nach Kiew. Kilometerstand null.

In den Osten mit Gadgets

Morgen geht’s los, morgen geht’s los, morgen geht’s los!!! *rumspring* *kreisch* Roadtrip gen Osten. Und es wird eine Premiere! Ich verreise nämlich das alle erste Mal mit Smartphone. Ja, wie jetzt? Schimpft sich Werbetexterin, arbeitet in einer Agentur für „neue Kommunikation“ und fährt zeitlebens mit einem Plastikknochen als einziges Kommunikationsmedium in den Urlaub? Ja, genau. Aber jetzt brechen neue Zeiten an.

Tirol (branded)

Gutes Marketing ist dann, wenn die Botschaft im Kopf bleibt. Die Botschaft gestern: „Du befindest Dich in Tirol.“ Wie könnte ich das vergessen! Schließlich steht an jeder Ecke Innsbrucks in güldenen, schwarzen, großen, kleinen, gefetteten, kursiven, (sans-)serifen, geplotteten, siebgedruckten, … Lettern das Wort „Tirol“ oder – etwas urtümlicher – „Tyrol“.

Israel in Superlativen

Wie das so ist mit dem Reisen, man erlebt so viel, trifft so viele Menschen, führt so viele Gespräche und hat zu wenig Zeit und Muse für anderes – das gilt fürs Postkartenschreiben wie fürs Bloggen. Drei Wochen Israel gingen viel zu schnell vorbei und sind nicht annähernd genug für dieses Land – so klein es auch ist (hat etwa die Fläche von Mecklenburg-Vorpommern, inklusive der besetzten Gebieten… also denen von Israel). Die Reise in der Zusamenfassung nach Superlativen.

Mit dem richtigen Bauchgefuehl in den Golan

Nach Haifa gab es zwei Moeglichkeiten: Entweder ich fahre gemeinsam mit igendeinem wildfremden Typen in den Sueden Israels – in die Negev-Wueste – und werd womoeglich im Sand verscharrt. Oder ich fahre alleine nach Norden in den Golan in einen winzigkleinen Kibbutz zu einer Frau namens Libi und ihrer kleinen Tochter Yarden.

Kriegszustand. Aber das ist schon okay so.

Wirklich seltsam hier in Israel sind die Busfahrten. Meist fahren ein bis zwei Dutzend junge Soldaten in ihren olivgruenen Uniformen mit. Quer durchs Land zu jeder Tageszeit: Von Nord nach Sued, Ost nach West und umgedreht. Frag mich, ob die ueberhaut irgendetwas anderes tun als Busfahren.

Tel Aviv oder Haifa? Haifa!

Tel Aviv nennt man ja die „Weisse Stadt“. Wundert mich, weil dort ist eigentlich nichts weiss. Eher nikotingelb… die Hotels an der Stranpromenade, der Sand, das Wetter, ja ganz besonders das Wetter! Sand direkt aus der Sarah wabert in ein paar hundert Metern Hoehe und verdunkelt den Himmel ueber der Stadt. Ein bisschen Weltuntergangsstimmung im Krisengebiet.