Beispiele für inakzeptables Webdesign

Passionierte Hundebesitzer sind scheinbar unfähig, annehmbare Websites so zu gestalten, dass man beim Anschauen nicht aus den Augen blutet. Beispiele? Gerne.

Harzer Füchse

Tiroler Bracke

Prager Rattler

Das alles erinnert mich irgendwie daran. Warum ich mich trotz hohem Augenkrebspotential in den stinkenden und von Hundekot besudelten Ecken des Internets rumtreibe? Fragt nicht.

Der Hamster hat meine Hausaufgaben gefressen

Ich wollte wirklich ernsthaft den Forschungsstand zu meiner Diplomarbeit aufschreiben. Echt jetzt. Aber dann stand auf einmal ein junger Labrador vor meiner Tür. Ich hab ihn reingelassen, damit er nicht überfahren wird. Und dann hab ich ihm die Wohnung gezeigt und Walnüsse an ihn verfüttert. Dann hat er mir vorgemacht, wie toll er Sitz und Platz machen kann und wir haben Frisbee im Wohnzimmer gespielt. Dann is eine Vase kaputt gegangen und während ich die Scherben zusammenkehrte, hat er die Frisbee zerbissen und alle übrigen Nüsse gefressen und… ach glaubt mir ja eh keiner.

War aber so. Echt jetzt. Gnah, will wieder einen Hund!!!

Ein Jahr

Ein Jahr auf den Tag genau. Ich vermiss dich immer noch. Waren wirklich sehr feine zwölf Jahre. Oh man.

Solltest du mittlerweile zum Buddhimus konvertiert sein, lass dich bitte in etwa acht Jahren als Dobermann-Labrador-Schäferhund-Jagdhund-Mix mit weißen Pfoten wiedergebären – also genau so wie du warst.

Dann wollen zwei kleine Kinder nämlich mit Sicherheit einen sehr coolen Hund. Und die will ich ungern enttäuschen.

Blaupause

Es stimmt was Konstantin Wecker über München sagt: „Tiefblau ist der Himmel nur in München. Über der Ludwigstraße.“ Davon weiß ich nichts. Ich kann nur sagen, dass der Himmel über der Sendlinger Straße verdammt nochmal richtig arg blau ist… soweit ich das hier aus dem Bürofenster beurteilen kann.

Sonniger Spätsommer macht immer ein bisschen wehmütig. Wie kann es denn sein, dass die letzten drei Monate einfach so an mir vorbeigezogen sind? Wieder hab ich die heißen Monate irgendwie verpasst. Statt grillen am See, googeln in Raum 102. Statt Eis und Groschenroman, Nudelsuppen und heute Journal.

Und dann ist es plötzlich kurz vor Winter, die Blätter sind nicht mehr ganz so grün und trotzdem lacht einem die Sonne immernoch dreckig ins Gesicht: „Tja haste mich verpasst. Loser. Arbeite du mal schön weiter. Ich schein hier noch die nächsten drei Wochen bis du wieder zu Hause bist im Wald – bei Wind und Regen.“

Aber seltsamerweise freu ich mich darauf. Ich freu mich auf bunte Blätter, auf absolute Stille im Wald, auf eine kalte Nase, auf Schals und Stulpen. Äh ne, doch nicht. Stulpen sind so ein Pferdemädchen-Equipment. Aber auf Handschuhe freu ich mich.

Zusammengefasst: Ich werde den halben Winter (also jede freie Zeit, die ich nicht in der FH, auf der Arbeit und im Bett verbringe) draußen sein. Dafür werde ich mir von irgendwem, der selbst zu faul oder verhindert ist, den Hund ausleihen und mit ihm Gassi gehen. Oder noch besser: Ich hol mir wieder einen kleinen, flauschigen Welpen, der innerhalb von acht Monaten zu einem riesen Vieh ranwächst und mir die Haare vom Kopf frisst – wie damals vor zwölf Jahren. Dann ist zwar mein ganzes hart-verdientes Geld wieder weg, aber ich hab immerhin jemanden zum Spielen.

Spazieren

Es gibt eigentlich keinen Grund, spazieren zu gehen.Es sei denn man hat einen Hund. Oder man erhöht einfach die Geschwindigkeit und nennt das dann joggen. Das ist aber dann schon wieder etwas anderes.Nur der frischen Luft wegen geht keiner mehr spazieren. Dafür gibts ja Fenster, die man öffnen kann. Auch zählt Kontakte knüpfen nicht wirklich als Grund. Um beim Spazieren neue Leute zu treffen, müsste man das in einem Gebiet versuchen, das etwas dichter besiedelt ist (–> Stadt). Denn hier kommt einem sehr sehr selten jemand im Wald entgegen. Und wenn, dann kennt man die Person schon.Überhaupt sehen Menschen, die alleine langsam und ohne Ziel durch die Gegend laufen, irgendwie seltsam aus. Außer alte Männer mit Hut. Die dürfen einfach so durch die Weltgeschichte spazieren. Bei denen nimmt auch niemand an, sie würden dabei grübeln. Die sammeln höchstens Kurioses aus Feld und Wald. Eicheln oder Pilze oder dergleichen. Die bringen sie dann mit nach Hause und sagen: „Schau mal Else, was ich gefunden hab’ beim Spazierengehen!“Junge Leute, die spazieren, gelten als Eigenbrödler und Einzelgänger. Ständig im Verdacht, dass sie alleine sein wollen, um „nachzudenken“ oder „dem Alltag zu entfliehen“. Dass man einfach nur mal raus will, weil man sich beim Mittagessen überfressen hat und zu faul ist zum Joggen und deshalb lieber langsam in normaler Kleidung läuft (also spaziert), daran denkt niemand.Ich war seit mehr als einem Monat nicht mehr spazieren. Gibt seit dem keinen Grund mehr, warum ich vier mal die Woche aus dem Haus sollte, um planlos durch die Gegend zu laufen. Ach, ich vermiss meinen Hund. Was der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist.Ich bin dann mal eigenbrödlerisch und geh spazieren.

Altersgebrechen

Richtig Privates findet in diesem Blog ja eigentlich nie statt, aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme, weil die betroffene Person das nie lesen wird und mir gleichzetig sehr sehr am Herzen liegt.

Geht um diese Dame:

98-07garten1
Kann auch durchaus etwas unaristokratischer aussehn

Die ist jetzt mittlerweile 77, hat das Gemüt einer 16-jährigen und ist blitzgescheit. Leider nagt aber aber auch bei ihr der Zahn der Zeit genüsslich am betagten Fleisch und so kommt es, dass die Gute Frau jetzt Diabetes zu haben pflegt. Und da man jetzt gut 11 Jahre mit ihr verbacht hat und wohl keinen so mag wie sie, lässt man sie natürlich nicht im Stich und besorgt ihr ein professionelles Diabetes-Set mit einem Insulin-Pen, einem Digitalen-Messgerät und irgendeinem Piepser…hab noch nicht verstanden für was der gut ist. Jetzt muss ich ihr noch beibringen sich das Insulin selbst zu verabreichen.

Bis dahin denkt man sich irgendwie, dass man ind er ganzen Zweit zwar jeden Tag mit ihr verbracht hat, aber bei Weitem nicht genug…