Klassengesellschaft

Der wohl größte Unterschied zwischen der ersten Klasse im ICE und der zweiten Klasse in der Regionalbahn liegt beim Alkohol, der ausgeschnekt wird, und bei den Personen, die ihn zu sich nehmen.Auf der Strecke Frankfurt – Wien lassen sich Geschäftsleute im Business-Dreiteiler eine Pino-Grigio-Schorle nach der anderen am Platz servieren. In der Bahn aus dem Wald nach Frankfurt packt ein picklige Berufsschüler schon morgens um acht das dritte Pils aus und schiebt nach dem letzten Schluck die leere Flasche verstohlen zu den anderen in den Rucksack zurück.Betrunkene Anzugträger werden mit ein paar Promille im Blut sehr redseelig und fangen an zu plappern, wenn man eigentlich seine Ruhe haben will. Beruffsschüler hingegen hören Musik beim Trinken und reagieren nicht auf die stillen, flehenden Blicke meinerseits. Morgens Bier trinken in der Bahn ist definitiv assi (wenn man nicht gerad ein Hamburg wohnt) aber manchmal echt nötig.So von wegen: den Ganzen Tag Nummernschilder eintippen… aber das ist eine andere Geschichte.

2 thoughts on “Klassengesellschaft

  1. sneak (anonym)

    .. morgens Alk konsumieren ist in der Tat asi. Wir haben damals wenigstens einfach nur einen geraucht und waren dann gaaaanz friedlich, still und handzahm 😀

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  2. spruecheklopfer

    Also wenn ich mir hin und wieder die Menschen so in den Zügen oder Straßenbahngarnituren in Wien anschaue, denke ich es, dass einige wahrscheinlich noch von ihrem Restalk des Vortages zehren und ein Auffrischungsbier gut täte.

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