4 Wochen Chaos im Kopf

Wann hört Rumreisen auf und wann fängt Leben an? Bei Zwölf-Stunden-Schichten, nachts in Sturm und Regen mit nassen Socken und dem süßen Duft von gärendem Traubensaft in der Nase. Eine Weinlese in Neuseeland.

acdfx

Am schwierigsten sind Abende, bei denen die Teilnehmer völlig unterschiedliche Ausgangssituationen haben. Der eine denkt sich: „Wuhuuu Bier und gute Laune!!!“, während sich die andere denkt: „Yaaaaay Wein und mittlere bis schlechte Laune!!!“. Aaaaber wie gut, das man sich schon EWIG kennt und trotzdem (oder deshalb?) einen illustren Abend verbringt mit viel Wein und schlechten Filmen. Also halb-schlecht. „Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers“Laut meinem Saufkumpan: „Das Drehbuch ist der Hammer und Andreas Hofer ist das Tiroler Äquivalent zu Robin Hood. Tiroler sollten alle 20 Jahre aus dem Stoff eine Andreas-Hofer-TV-Serie machen.“ Außerdem hat er noch was Schlaues gesagt, das mir jetzt gerade alkoholpegel-bedingt entfallen ist.Aber groooooooooooßer Pluspunk: Max von Thun spielt mit. Als Prinz von Bayern. Denkbar kleine Rolle aber hey: lohnt sich für meinereiner. Denn Max von Thun is definitiv der attraktivste Mensch in schlechten deutsche TV-Produktionen.Der gleiche Mensch (also nicht Max von Thun, denn der sitzt unglücklicherweise nicht neben mir) meint übrigens, dass das komplett unrecherchiert ist. Was kein Wunder ist, da dieser Blog KOMPLETT unrecherchiert ist. Von daher: OH MEIN GOTT es ist alles soooo irrelavant.Fazit: „Hey ich muss mehr mit Pia saufen, weil weniger schlimm als gedacht.“, sagt der Mensch neben mir.Mehrwert dieses Eintrags: wesentlich weniger als Null.(Der Eintrag hat nach Sinken des Blutalkohols eine unwesentliche Überarbeitung erfahren, die sich vornehmlich auf das Entfernen von Unsinnigkeiten beschränkte. Was durchaus auch zum Löschen des gesamten Eintrags hätte führen können, aber wir wollen ja nicht übertreiben.)

Klassengesellschaft

Der wohl größte Unterschied zwischen der ersten Klasse im ICE und der zweiten Klasse in der Regionalbahn liegt beim Alkohol, der ausgeschnekt wird, und bei den Personen, die ihn zu sich nehmen.Auf der Strecke Frankfurt – Wien lassen sich Geschäftsleute im Business-Dreiteiler eine Pino-Grigio-Schorle nach der anderen am Platz servieren. In der Bahn aus dem Wald nach Frankfurt packt ein picklige Berufsschüler schon morgens um acht das dritte Pils aus und schiebt nach dem letzten Schluck die leere Flasche verstohlen zu den anderen in den Rucksack zurück.Betrunkene Anzugträger werden mit ein paar Promille im Blut sehr redseelig und fangen an zu plappern, wenn man eigentlich seine Ruhe haben will. Beruffsschüler hingegen hören Musik beim Trinken und reagieren nicht auf die stillen, flehenden Blicke meinerseits. Morgens Bier trinken in der Bahn ist definitiv assi (wenn man nicht gerad ein Hamburg wohnt) aber manchmal echt nötig.So von wegen: den Ganzen Tag Nummernschilder eintippen… aber das ist eine andere Geschichte.