Das Grauen hinter der Klotür

Ängsten muss man sich stellen, um sie zu bewältigen. Man muss über sie sprechen, sie öffentlich machen damit sie verschwinden.

Ich hab vor recht wenig Dingen wirklich Angst. Außer das Übliche „Wah ich werde einsam sterben, umringt von fünf räudigen Katzen, die vor lauter Hunger meine Zehen annagen, weil die Nachbarn sechs Wochen nichts von meinem traurigen Ableben bemerkt haben!!!“. Bis dahin ist es ja gottseidank noch ein Weilchen.

Nein, meine größte Angst im Moment ist, dass sich irgendwann die Klotür im Zug zu früh öffnet, wenn ich davor sitze, weil sonst im Waggon kein anderer Platz frei ist. Und dann sehe ich einen dicken Mann, der mit heruntergelassenen Hosen und hochrotem Kopf auf dem Lokus sitzt und mich anstarrt.

Diese Angst ist real! Ich traue dieser Türöffnerautomatik nicht. Da muss nur einmal etwas falsch geschaltet sein und schon sieht man schlimme Dinge, die sich auf der Netzhaut einbrennen. Ich will das nicht! Jeden Feierabend das Gleiche! Das soll aufhören. Bitte.

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