Dinge, die ich morgens nicht ertrage

  • Diese Jeans-in-Stiefel-Tussi, die aufdringlicher riecht als ein fünfstöckiges Freudenhaus, nachdem die Laken gewechselt wurden.
  • Reisegruppen „im besten Alter (also zwischen 49 und 53), die sich auf Kastelruther-Spatzen-Fan-Tour befinden und gemeinsam übers Wochenende in irgendein finsteres Tal in Österreich fahren, um sich dort mit Almdudler die Kante zu geben. Und dann fangen die um viertel nach sieben in der Früh im Zug an, Kniffel zu spielen!
  • Schulranzen-Kinder. Nicht genug, dass die immer einen 50 cm breiten Ranzen auf dem Rücken haben müssen. Nein, die Mama hat ihnen auch  noch einen doppelt so dicken Turnbeutel drangeknotet, damit im Bus gar keiner mehr an ihnen vorbei kommt.
  • Schnee, Regen, Graupelschauer bei 0°C.
  • Der Heißwasserspender in der Redaktion ist verkalkt.

Das Grauen hinter der Klotür

Ängsten muss man sich stellen, um sie zu bewältigen. Man muss über sie sprechen, sie öffentlich machen damit sie verschwinden.

Ich hab vor recht wenig Dingen wirklich Angst. Außer das Übliche „Wah ich werde einsam sterben, umringt von fünf räudigen Katzen, die vor lauter Hunger meine Zehen annagen, weil die Nachbarn sechs Wochen nichts von meinem traurigen Ableben bemerkt haben!!!“. Bis dahin ist es ja gottseidank noch ein Weilchen.

Nein, meine größte Angst im Moment ist, dass sich irgendwann die Klotür im Zug zu früh öffnet, wenn ich davor sitze, weil sonst im Waggon kein anderer Platz frei ist. Und dann sehe ich einen dicken Mann, der mit heruntergelassenen Hosen und hochrotem Kopf auf dem Lokus sitzt und mich anstarrt.

Diese Angst ist real! Ich traue dieser Türöffnerautomatik nicht. Da muss nur einmal etwas falsch geschaltet sein und schon sieht man schlimme Dinge, die sich auf der Netzhaut einbrennen. Ich will das nicht! Jeden Feierabend das Gleiche! Das soll aufhören. Bitte.