172 Tage bis weg

Ich muss gestehen, dass ich die letzten zwei Monate echt gezögert habe. Will ich wirklich weg? Ich meine WIRKLICH weg. Ein One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt zu buchen, ist irgendwie nicht so einfach wie fünf Tage Club-Urlaub auf Malle zu ordern. (never did, never will)

Aber jetzt endlich.

Jetzt ist es fix. In exakt 172 Tagen bin ich weg. Und ich hab keinen Schimmer wann ich zurückkomme. Vielleicht komm ich nicht mal in Buenos Aires an. Air Comet klingt schon so nach Absturz. Naja egal. War der billigste Flug.

Irgendwie tut das gut, so gar nicht zu wissen was passieren wird. Bisher wusste ich immer zumindest ansatzweise, was mich erwartet.

2005: Studium beginnt. Campus is n Katzensprung von meinem Zuhause entfernt. Menschen werden schon alle on Ordnung sein. Läuft irgendwie.

2007: Praktikum in Hamburg. Verlag kennt man. WG wird schon passen. Menschen werden in Ordnung sein. Läuft irgendwie.

2008: Praktikum in München. s. 2007

2009: Argentinien. Fünf Wochen bei der Familie, Sprache lernen und dann? Keine Ahnung.

Rumreisen klar. Solange bis das Geld knapp wird und dann arbeiten. Solange bis wieder Geld da ist und dann wieder rumreisen. Tauchschein machen. Menschen kennenlernen. Rumgammeln. Irgendann ernsthaft Gedanken über die Zukunft machen. Dann entweder dort dauerhaft Wurzeln schlagen. Job, Hochzeit, Kinder, Rinderfarm. Oder eben nicht. In dem Fall bin ich Frühjahr 2010 wieder da.

4 thoughts on “172 Tage bis weg

  1. saripari

    Ohne scheiss.. wenn ich das so lese, dann blutet mein Herz ein bisschen. Wie schön wäre es, den Mut zu haben, so einen Schritt zu gehen? Wie schön wäre es, irgendwo ans Ende der Welt zu reisen, ohne zu wissen, was passiert?

    Mein Neid und Respekt vor deiner Entscheidung sind so groß dass ich kaum noch etwas sagen kann 🙂

    Reply
  2. saripari

    PS: Mit Neid meine ich nicht Missgunst, sondern einfach nur ein Fernwehgefühl, dass sich gerade durch meine Brust bohrt.

    Reply
  3. soso

    es kommt immer anders…

    und als man denkt…

    soso.

    Reply
  4. Michael Kaiser

    Mmmh. Erinnert mich ein wenig an Resturlaub von Tommy Jaud… 😉
    Kompliment zu dieser mutigen Entscheidung!

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.