irgendwann…

… wenn ich eine größere Wohnung habe und mehr Geld verdiene, dann:

RIAZZOLI

Natürlich sind die Dielen dann nicht weiß lackiert, sondern Nußbaum geölt. Und diese seltsame blaue Kugelvase steht auch nicht rum. Aber ansonsten: Wohntraum!

Gefunden: riazzoli.blogspot.com

What is success?

He has achieved success who has lived well, laughed often, and loved much;
Who has enjoyed the trust of pure women, the respect of intelligent men and the love of little children;
Who has filled his niche and accomplished his task;
Who has never lacked appreciation of Earth’s beauty or failed to express it;
Who has left the world better than he found it, Whether an improved poppy, a perfect poem, or a rescued soul;
Who has always looked for the best in others and given them the best he had;
Whose life was an inspiration;
Whose memory a benediction.

Bessie Anderson Stanley, 1904

mmhhh…. Kürbisrisotto

So. Schluss. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder ich aale mich weiter in nicht enden wollendem Liebeskummer, vergraule mit meinem unappetitlichen Selbstmitleid meine liebsten Freunde und ende unweigerlich SO. Oder aber ich (Achtung Wortspiel) wärme andere alte Leidenschaften auf und koche endlich wieder!

Zecke oder Dienstleister?

„Ja, schicken se mal rüber. Ich schaus mir mal an. Klingt ja spannend…“ Ende eines jeden Telefonats zwischen PR-Berater und Journalisten.

Ich hasse solche Gespräche. Der eine macht sich darauf hin Arbeit und der andere hat es in nullkommanix vergessen. Ja, ich hab sogar Angst vor solchen Gesprächen. Weil ich weiß, wer da am anderen Ende der Leitung sitzt und wie unbeliebt Anrufe von „Zecken“ – entschuldigung – PR-Menschen sind.

Nette Geschichte aus der Praxis: Ruft ein PRler in der Redaktion vom Handelsblatt an. Es ist 14 Uhr. Redakteur hebt ab und brüllt unvermittelt in den Hörer, was ihm den einfalle, hier genau jetzt anzurufen und ob er sich denn nicht denken könne, dass er sehr beschäftigt sei. Worauf hin sich der Kollege erstmal vorstellte, um dann nur noch dumpfes Tuten in der Leitung zu hören. Aufgelegt. Da erdreistet sich doch tatsächlich jemand, während den Bürozeiten anzurufen und will über etwas sprechen! Was fällt diesem Bastard nur ein!!

PR-Menschen, Pressetanten, Zecken, nennt uns wie ihr wollt. Man mag uns nicht. Wir sind quasi die Zeugen Jehova der Medienlandschaft: Wir klingeln ohne Vorwarnung und wollen über Gott sprechen. was macht man als jemand, dens absolut nicht interessiert und der seine Ruhe haben will? Richtig: lügen. „Bin gerade auf dem Sprung“, „Ihre Kollegen waren gestern schon da. Hab die Info also schon.“ oder „Lassen se mal alles da. Danke. Auf Wiedersehn.“ Journalisten reagieren genau so auf Pressetanten.

Nur: Die wenigsten PR-Menschen sprechen über Gott. Sie bieten ganz weltliche Themen an. Und sind auch bei weitem nicht so aufdringlich wie die Zeugen. Man magst nicht glauben, aber auch wir arbeiten den ganzen Tag und wollen nicht Stunden damit verbringen, grummlige Journalisten anzurufen. Wir bekommen auch keine Provision für jeden Redakteur, dem wir unsere Sache aufschwätzen. Wir wollen niemanden überzeugen. PR ist schlicht eine Dienstleistung. Wir geben einfach nur Impulse und Anregungen für neue Themen.

Ihr wisst schon: Themen. Diese Dinger, nach denen Journalisten jeden Tag händeringend suchen und ohne die sie dann meistens morgens in der Konferenz sitzen. Wir haben sie. Also nicht gleich auflegen und zwei Minuten zuhören. Es könnte sich lohnen.

1558 – 10km – 1:00:52

Man muss vielleicht vorab sagen, dass ich bis vor ein paar Jahren echt ne faule Sau war. Dann bin ich durch Argentinien gereist und hab nicht mehr so drüber nachgedacht. Aber fit wurd ich erst hier am See. Also köperlich. Geistig tret ich immer noch ein wenig auf der Stelle. Manch einer nennt das dann naiv und findets süß.

Aber zurück zum Thema: Ich habe heute meinen aller ersten 10-Kilometer-Lauf bestritten. So ganz offiziell mit Startnummer 1558, Zieleinlauf und zwischendurch ganz viel keuchen und innerlich fluchen.

Interessant was für Phasen man während so einem Lauf durchmacht. Nach dem Startschuss dacht ich mir: „Joa, locker durchlaufen. Wen juckts, wann ich ankomme. Der Weg ist schließlich das Ziel!“ Nachdem dann das halbe Feld an mir vorbeiezogen ist, dachte ich nach… „Jaaaa… vielleicht doch nicht als Letzte ankommen. Weil das würde unangenehm Aufmerksamkeit auf mich lenken.“ Bei Kilometer 5 wollte ich ein bisschen sterben. Mein Zwerchfell kam mir da zuvor und war kurz vorm Bersten. Von da an beschloss ich: „Einfach nur lebend ins Ziel kommen!“ Und wenn das klappt, dann bitte auch nicht auf einer Trage der Sanitäter, die süffisant grinsend hinter jeder dritten Kurve standen.

Oben am Kloster Birnau angekommen, waren wir erst 35 Minuten unterwegs. Okay, das kann unter eine Stunde klappen! GOGOGO! Die Muskeln geben alles, ich fliege über den Asphalt. Bergab jetzt nicht so die Kunst. Die Hormone strömen nur so durch die Blutbahn. Der Adrenalinstoß wurde jäh vom Zwerchfell gestoppt. Wieder ein wenig gehen. Lalala… Dabei immer schön nach hinten schaun, ob jemand angerauscht kommt. Auf den letzten 300 Metern hab ich dann noch einen armen Tropf, der gerade den Atlantik ausschwitzt, animiert und angefeuert mit mir weiterzulaufen. Wollte echt so philantropisch sein und mit ihm gemeinsam ins Ziel laufen. Er tat mir leid. Als ich dann die Uhr im Ziel sah, wars dann vorbei mit der Selbstlosigkeit.

01:00:45 Also noch einmal gerannt wir bekloppt und Tadaa! Unter einer Stunde und einer Minute geschafft. Nicht schlecht für eine, die mal sone richtig faule Sau war. Ärge rmich trotzdem, dass es nicht unter ner Stunde geklappt hat.

Leben wie es (irgendwie nicht) sein sollte.

Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen. Zu früh aufwachen. Duschen. Essen. Arbeiten. Essen. Arbeiten. Laufen. Essen. Wegdämmern. Computer zu spät ausschalten. An Arbeit denken. Schlafen.

… und dazwischen auch öfter Essen beschaffen, Wäsche waschen, Spanisch lernen und im Biergarten/am See Entspannung vortäuschen.

Post nach Montenegro

Ich hab eine ganz zauberhafte Mail über couchsurfing.org bekommen:

„Hello PIA
My name is Ivana, and I’m from Montenegro as you can see on my profile. I have one (strange) request for you. One of my hobbies are collecting postcards all over the world! World is so big, and for now I can’t see it all 🙂 I have postcards even from my grand grandmother, so that hobby for me is more than a hobby 🙂 I was wondering if you can help me and send me postcard from your country (or city) with few words on your language. If you can’t do that, don’t worry 🙂 If you are interested, let me know and I will send you my address…, If you ’want to see my collection, go on https://picasaweb.google.com/bebilic/Postcards# I update it always. Thank you in both case.
Ivana“

Ich find das schön! So nach dem Motto: Wenn der Phrophet nicht zum Berg kann, dann soll der Berg zum Propheten kommen. Oder so. Ivana hat mittlerweile rund 550 Postkarten aus aller Welt erhalten und in ihr Webalbum gestopft. Und das wird bald um eine kitschige Karte vom Bodensee reicher sein.

Wenn ihr Ivana auch mal eine Postkarte von eurem Ort schicken wollt, schreibt sie mal an. Sie freut sich.

Mängelexemplar

Vor ein paar Tagen bin ich durch Berlin gestolpert auf der Suche nach einem adäquaten Gastgeschenk für meinen Couch-Mensch. Also für den, auf dessen Couch ich während der re:publica crashen durfte. Bin schließlich in einer Buchhandlung irgendwo in Mitte gelandet. Da war alles so billisch! Wunderte mich, weil sah gar nicht ramschig aus da. Hab dann festgestellt, dass das alles Mängelexemplare waren, die dort feilgeboten wurden.

Ganz besonders zynisch: direkt an der Kasse – ja da wo im Supermarkt auch immer das rumsteht, was sonst eigentlich keiner haben will – lag ein Stapel „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein“ von Schlingensief für 4,95 Euro. Einen, der seinen nahenden Krebstot in einem Tagebuch aufgearbeitet hat, als Mängelexemplar anzubieten, entbehrt nicht einem gewissen Sinn für Humor.
Jetzt les ich gerade das Buch und denk mir so: Schlingensief hätte das auch lustig gefunden. Der war so.

So traurig das Thema ist, aber ich muss die ganze Zeit ziemlich lachen während ich die Schimpftiraden auf Gott, seine Mama und die wuchernden Zellen in seinem Körper lese. Tut mir ja auch voll leid. Aber ich bitte euch:

„Es sieht wohl so aus, dass links ein bisschen in die Brustwand reingewachsen ist. Wenn es so wäre, wäre es auch kein Problem. Da kommt da ein kleines Stückchen von der Brustwand raus und dafür krieg ich da Goretex eingesetzt. Das finde ich extrem schick. Das hat auch nicht jeder: Wenn man mal in den Regen kommt, dann bleibt die Stelle einfach trocken. Die Farbauswahl ist der einzige Streitfaktor hier. Wahrscheinlich werde ich deshalb die Operation morgen doch noch absagen, denn die wollen mir Ocker einnähen, ich will aber Silber haben. Es soll silber glänzen, wenn ich die Arme hebe und Aino nachschaut, ob ich da Pickel habe oder was auch immer. Man kann aber auch gut beichten damit. Dann knie ich nieder und beichte in dieses Stück Goretex rein. Das geht dann direkt in meinen leeren Lungenkörper und wird einfach in Energie umgewandelt.“ (S. 79)

Muss man jetzt nicht drüber lachen. Er hätt‘ sich aber sicher drüber gefreut. So, und jetzt mal andächtige Ostern.

Placedropping im Touri-Kapitalismus!

Der hotteste shit beim Kennenlernen ist Placedropping. Das hab ich mir gerade ausgedacht, aber wahr ist es trotzdem. „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ war gestern. Heute erzählt man über Orte, an denen man schon überall war und darüber was man da alles Tolles gemacht hat. Willkommen im Touri-Kapitalismus!

Man muss sich nur mal mit alten Menschen über 40 Unterhalten, da kommt man auf solche Gedanken. Die finden es nämlich „zum Schmunzeln“ wie sich die jungen Dinger um die 30 gegenseitig totbatteln mit den wildesten Reisezielen: Weihnachten auf einem schwangeren Guanaco in Feuerland, Vulkantour mit Lava in der Unterhose auf Bora Bora, einen Monat mitten auf dem Atlantik ohne Ahnung wie man segelt, Gorillastreicheln im Kongo auf dem Schoß vonnem besoffenen Rebellen mit ner Kalschnikov im Anschlag. Geil!

Ja, das macht uns heute heiß. Erzähl mir mehr von deinen Reisen! Beim Kennenlernen gilt nämlich das gleiche wie bei den meisten höherqualifizierten Jobs: Ohne Auslandserfahrung geht mal gar nix. Da kann man noch so eloquent, qualifiziert und hübsch sein – wer nicht schon mal mindestens 3 Monate außer Landes war, ist fad. Zack.

Manche versuchen sich Vorteile zu verschaffen und flunkern ganz kräftig: machen regelmäßig Urlaub im Takkatukkaland oder schnorcheln vor Atlantis. Das ist voll schäbig. Spätestens bei solchen Geschichten sollte man stutzig werden.

Für alle echten Abenteurer gilt: Understatement wahren! Klar, wir haben alle die krassesten Dinge hinter uns, aber das muss man ja nicht breit treten. Tiefstapeln *räusper*. Sowas erzählt man nebenbei. War ja gar nicht so wild. Macht man halt mal. War schon ne schöne Zeit… und so. (OBWOHL ES VERDAMMTE KACKE SOWAS VON GEIL WAR!!!)

So läufts. Viel Spaß beim Kennenlernen.

Like mal!

Ich hab jetzt einen Facebook-Like-Button unter meinen Beiträgen. Kommt leider nur so mittel an bisher.

ich so: like mal meinen neusten blogeintrag

er so: warum?

weil halt. also zu aller erst, weils n knorke beitrag is

iiiih. Ich hass facebook-like-buttons.

ich war grad 3 tage auf der re:publica. das muss ja irgendwelche konsequenzen haben!

nein, nicht!

oh man. sei ma nicht sone zicke und mach einfach!

warum geht man auf so ne trendhurenveranstaltung wie die re:publica? wo sich die webfutzis gegenseitig den arsch küssen und sich geil fühlen, weil sie webfutzis sind?

weils mich interessiert hat, was da abgeht. super lustige veranstaltung!

ich heile krebs und reibs auch nicht jedem unter die nase

DU WIRST MEINEN BLOGEINTRAG LIEBEN ALSO LIKE IHN GEFÄLLIGST!!!

nein

ich like auch was von dir, wenn du magst

mein penis hat aber keinen like-button

sollte er aber. würdeste mehr traffic bekommen. muahhaaa

😀