Web2.0-Dialog unter Frauen

Sie: Ja und die hats halt echt voll drauf und sieht auch noch gut aus. Gott. Das wird so mies.

Ich: Hm. Gibt’s die irgendwo im Internet? Is die bei Xing?

Sie: Glaub schon. ABER MACHT DICH UNSICHTBAR!!

Ich: Ähm. Glaub das geht bei Xing nicht. Außerdem bin ich schon auf ihrer Seite.

Sie: Oh man toll! Jetzt sieht sie, dass du auf ihrer Seite warst und dann sieht die, dass wir auch ne Verbindung da haben und (lufthol) dann weiß die ja, dass ich über sie gesprochen habe und…!!!!

Ich: Gnah… (o_O)… außerdem hat die Tränensäcke.

10 Gründe…

warum ich das, was ich studiere, auf keinen Fall ein ganzes Leben lang machen will. Ehrlich. Es macht wirklich keinen Spaß. Mir zumindest.

Ist man ein schlechter Journalist, wenn man so wenig Verantwortung wie möglich übernehmen will? Hat man den Beruf verfehlt, wenn es einem wichtiger ist, Leser mit gutgeschrieben Texten zu unterhalten, denn mit Information zu versorgen? Kann man eigentlich gleich einpacken, wenn einem da ganze Web2.0-Zeug irgendwie suspekt ist und man das Gefühl nicht loswird, dass da irgendwas schief läuft?

Ich glaube ja… was, wenn man einfach so viel Respekt vor dem Beruf hat, dass man sich dem nicht so ganz gewachsen fühlt (mit anderen Worten: Schiss hat)?!

Nachtrag:

Schöner Satz von einer lieben Freundin, die gerade ein Volo bei einer großen deutschen Wirtschaftszeitung macht, und mit der ich auf gar keinen Fall tauschen will:

„Ich fühl mich wie bei ‚Mensch ärger dich nicht‘. Alle meine Figuren sind raus und ich würfel einfach keine sechs.“

Dinge, die ich hasse

Ich hasse es, wenn mich Leute im ICQ oder Skype oder sonstwo ansprechen, die ich glaube zu kennen. Und irgendwann stellt sich raus, dass ich die vergangenen zehn Minuten mit einem völlig anderen Menschen gesprochen habe, als ich dachte, dass ich hätte (öhm.. macht der Satz Sinn?!). Warum ändern Leute ihre Nicknames???!

Außerdem hasse ich Autowerkstätten. Zumindest meine. Die verdient sich an meinem Auto eine goldene Nase während ich jeden Morgen mit schweißnassen Händen am Lenkrad sitze (bei -15° kein Spaß) und hoffe, dass mir der Motor heute nicht um die Ohren fliegt. Also ich mein, ich steh auf Risiko. Ich fahr auch schon mal 40 km, wenn die Tanknadel im roten Bereich ist. Aber das ist mir auf Dauer zu heikel.

Ich hasse bestimmt noch mehr Sachen. Mehr fällt mir aber gerade nicht ein, weil Schlafenszeit und Kopf leer und so.

Image-Twittern

Schaue mir gerade mal die Twitter-Charts an. Und wieder einmal wird mir klar, warum ich mir den Blödsinn nicht durchlese. 70 Prozent der aufgefürhten Accounts sind entweder von Redaktionen, einzelnen Redakteuren, freien Journalisten oder Bloggern, die über Medien schreiben. Der Rest ist das PR-Gesülze von Promis. Wenn Franz Müntefering wenigstens selbst twittern würde und nicht sein Berater! Aber so ich sehe keinen Sinn darin, mir die Imagepflege und Egowichserei von medienaffinen Web2.0-Junkies anzuschauen. Das übrige Twitter-Universums erzählt von Frisörbesuchen und analysiert in 140 Zeichen die Konsistenz des eigenen Stuhlgangs. Auch das will ich nicht lesen.

Kein Gezwitscher

Da mich pro Woche etwa drei neue Menschen auf Twitter verfolgen wollen, von denen ich annehme, dass sie auch den Blog hier lesen, nochmal auf diesem Wege:

Ich twittere nicht.

Ich fnds doof. Es ist also totsterbensfad, mir zu folgen. Es tut sich maximal alle sechs Monate was. Und dann nur, weil ich jemandem zeigen muss, wie durchgeknallt das Internet ist (und seine Benutzer). Oder wenn ich rausgefunden habe, dass muslimische Organisationen auf den Philippinen die Abkürzung „MILF“ haben. Was ich sehr witzig finde. Gibt aber nicht ganz einen angemessenen Blog-Eintrag her. Zumindest damals nicht.

Und sollten die Hartplatzhelden diesen Blog lesen (sie verfolgen mich neuerdings auch auf Twitter) fühl ich mich ein bisschen geehrt. Schönen Gruß und so.