Weniger Welt

„Die Welt ist dir gerade zu viel.“ Er schaut mich ernst an und schiebt den Teller weg. Der Appetit sei ihm vergangen. Das war ich. Sorry. Gibt so Tage. Dann finde ich alle scheiße und nichts gut. Immer dann, wenn ich zu lange da war und schon lange nicht mehr weg.

Warum? Weil’s geil ist.

Rischdisch eklisch draußen. Da sind ein paar Erinnerungen an einen schönen Sommer in den Alpen genau das Richtige. Dieses Jahr waren wir sechs Tage unterwegs im Stubai- und Ötztal und haben ein paar 3000er mitgenommen.

Heilbronner Weg, no filter.

Das schönste Bild vom Sommer 2016: Nach acht Stunden kraxeln ein atemberaubender Blick auf den Muttlerkopf im Abendlicht. Passend dazu eine sehr bekömmliche Hefekaltschale. Die Route: Oberstdorf – Rappenseehütte – Kemptner Hütte – Oberstdorf. Im Juli gehts in Stubaital und rauf auf die Wildspitze. I g’frei mi narrisch!

Wer die Einsamkeit sucht …

Sechs Nächte in den Gipfeln des Nelson Lakes National Parks. Ganz alleine. Eine Probe fürs Gemüt, wenn der Geist zur Ruhe kommen soll und nichts als Flausen im Kopf hat.

Wir sind keine Abenteurer

10 Tage wollten wir zu Fuß durch das Hochmoor Norwegens. Nur wir und die wilde Natur. Wie echte Abenteurer. Erst sind wir im Kreis gelaufen, und nach 3 Tagen tat uns der Rücken weh.

Auf Bärensafari in Transsilvanien

Braşov: km 2470

Versetzten wir uns einmal in die Lage eines gewöhnlichen Braunbären. Etwa einszwanzig hoch, zwei Meter lang, dunkelhaarig, Single, bisschen eigensinnig. Wir nennen ihn Viorel, typisch rumänisch. Stellen wir uns also vor, Viorel sitzt eines sonnigen Morgens irgendwo im Wald südlich von Braşov in Transsilvanien. Er hat gerade gefrühstückt, vermutlich Wühlmäuse, lahme Eichhörnchen aber vornehmlich Wurzeln. Er muss auf seine Linie achten, denn er hat ordentlich zugelegt über den Winter. Viorel sitzt also rum, lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen, kratzt sich am Hintern und puhlt in den Zähnen. Ihm geht’s gut, nichts stört. Aber dann…

Pfändern

Feiertage sind übrigens auch toll. An Happy Kadaver Christi irgendwas zogs uns gen Österreich auf den Bregenzer Hausberg Pfänder. Oben dann zuckersüße Salemer Erdbeeren mit Schlagsahne und eine Bomben Aussicht auf das Rheindelta am östlichen Bodensee. Und wie es immer ist, wenns schon toll ist: es wird meistens noch besser! Am Abend gings dann nach zwei sehr verdienten Schnitzeln auf das New Orleans Festival in der Bregenzer Altstadt. Special Guest: Blues Saxophonist „Mr. Clean Head“ Gary Brown aus der Südstaatenstadt am Mississippi. If u want to see some pictures gimme a yeah!

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