Mudanza (Vol. 2)

Ja, es gibt Gefängnisse, die komfortablere Räume haben. Und doch ist es hier um so viel besser als im vorherigen Zimmer.

Es ist wesentlich billiger. Ich wohne hier nur mit einer statt vorher mit 12 bis 15 Personen. WLAN hab ich dank der freundlichen Unterstützung eines unkomplizierten Mitarbeiters der „Truckmin Mining Services“ nebenan auch. Die Toilette hat eine funktionierende Spülung und nicht nur einen Kasten aus dem rund um die Uhr Wasser auf die Fliesen rinnt. Unter der Dusche wird man nicht vom kochend heißen Wasser wie ein Hummer schnell und schmerzvoll gegart. Die Küchenzeile ist keine Rennbahn für Schaben. Und es ist leise. Kein einziger besoffener Franzose, der irrtümlich morgens um 11 glaubt, singen und Gitarre spielen zu können.

Das einzig Doofe: Hier gibt’s keinen Dosenöffner. Jedenfalls kann ich keinen finden. Und das Internet liefert zu dem Thema auch nur bescheidene Tipps. Axt, LKW über die Dose fahren lassen, Polizei rufen. Spaßvögel. Die Polizei is so korrupt, dass die das, wenn überhaupt, nur gegen passendes Trinkgeld machen. Und von LKW-Reifen wird mein Tunfisch auch nicht schmackhafter.

Abgesehen davon gefällt mir die Billig-Kamera immer besser. Macht mangels Qualität ihrerseits und mangels Geduld meinerseits so schön verwackelte Bilder. In Kombination mit dem Babyblau im Bad und dem bröckelnden Putz im Hinterhof sieht das Geknipse so hübsch nach 50er-Jahre-Nostalgie aus. Hach…

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Freizeitstress

Gestern, als ich mein leergefegtes Konto auf dem Auszug aus der Distanz betrachtete und still in Tränen ausbrach, sagte die Mutter eine Freundin zu mir,  ich sähe matt und fertig aus.

Sollte es tatsächlich so sein, ist damit jetzt Schluss! Das schrecklichste Semester seit Menschengedenken ist vorbei. Auf gehts, Müßiggang! Die Augenringe werden am See sandgestrahlt und die Haut wird auf Grillhähnchenniveau gebracht. Denn: Es ist Sommer und ich hab noch exakt sieben Tage frei (heute eingeschlossen und mündliche Prüfung am Freitag mal außer Acht gelassen) Minisommerferien! Ich könnte theoretisch den ganzen Tag schlafen, kochen oder stapelweise periodische Druckerzeugnisse konsumieren.

Wenn das Fernweh nicht wäre. Umzug ist zwar erst in vier Tagen, aber ich sitz jetzt schon wie ein Duracell-Häschen auf der Bettkante und schlage wie von Sinnen in die Hände. Hier stapeln sich schon die Klamotten, die ich eventuell, ganz vielleicht mitnehmen könnte, wenn noch ein Quadratzentimeter in der monströsen Tasche frei würde. 

Ich bin im Begriff Kleidung mitzunehmen, die ich seit Jahren nicht mehr getragen habe. Hier stehen Schuhe, mit denen ich keine fünf Meter laufen kann, ohne mir alberne Gelkissen unter den Fußballen zu wünschen. Seltsame, geblümte Rüschenblusen sollten zu Hause beleiben, weil ich die höchstwahrscheinlich aus Gründen unübersehbarer Geschmacklosigkeit nie anziehen werde. (Wer kauft denn sowas?)

In die bürokratischen Mühlendes BaföG-Amtes will auch bis Ende der Woche noch ordentlich Wasser gekippt werden und ich muss bis Sonntag noch dringend einen armen Irren finden, der mit mir in der fremden Stadt das Finale anschaut. Alleine Fußball zu schauen, ist noch bemitleidenswerter als alleine ins Kino zu gehen und sich demonstrativ in die erste Reihe zu setzen.

Ist schon wieder zu stressig. Ich glaub, ich leg mich einfach noch mal schlafen.

Neuer Blog, neues Glück

So alle Kinderchen auf den richtigen Pfad umgeleitet. Willkommen. Das hier sieht alles noch recht schäbig aus. Finds zu düster und mir schmerzt der Kopf, wenn ich die Tag-Cloud sehe. Etwas aus den Fugen geraten und nicht so wie ich mir das gedacht habe.Da werd sisch noch so einisches ännern, wie man in Hessen so schön sagt. Header würde ich gerne behalten und den Rest des Layouts drumherum schmieden. Ja eigentlich keine Ahnung. Ziemlich schlimm, dass ich so wenig Ahnung von dem Kram hab in Anbetracht meines Studiums.Jetzt schon mal ein dickes Dankeschön an Bela, der mich Dickkopf einen Nachmittag unter seine Fittiche nimmt und dem Durcheinander hier mal zu Form verhilft. Ich bring Bier mit! Oder irgendwas stärkeres?? Kennst mich, wird anstrengend und mühsam…Konstruktive und kreative Vorschläge sind natürlich allseits erwünscht.  Und wie zum Teufel verf*** Sch*** bekomm ich hier Absätze in den Text! Kann doch kein Mensch lesen. Äh ja… funktionier noch nicht alles sooo reibungslos.  Aber mit wird immerhin mittels „Bearbeite dies“ angeboten den Artikel nochmals zu editieren. Schön. „Dies“… ich mags…