after nap

In den ersten zehn Minuten nach einem Mittagsschläfchen sollte man einfach nichts tun. Nur an die Decke starren und langsam zur Besinnung kommen. Zu etwas anderem ist man nicht fähig. Das ist auch im Interesse der Mitmenschen. 
 
Sich gleich nach dem Aufwachen die Beziehungsprobleme leidgeplagter Freunde im ICQ anzuhören, ist eine schlechte Idee. Man wird nämlich recht albern und kommentiert das mit „Potz, schwere Not! Meine Pinzette ist weg!“
 
Unsensibel? Oh ja! Aber nicht so unsensibel, das nicht selbst zu merken.
 
Und die Pinzette is wirklich weg!! Vielleicht schlaf ich einfach noch ne Runde und wenn ich aufwach, is sie wieder da… o_O

o_O

So was macht man denn so Schönes an einem Samstagmorgen so ab halb sechs, an dem man eigentlich vor 11 hauptsächlich davon träumen wollte?Tja man hat da tendenziell viele Möglichkeiten… ABER DAS KANN MAN JA ALLES NUR MACHEN, WENN MAN ALLEINE IN DER WOHNUNG WÄRE!!!Stattdessen liegt man sehr debil mit Sabber am Mundwinkel auf dem Bett und siniert darüber, dass es mal wieder Zeit für „Premiumcontent“ wäre, wie es nette Kulturredakteure nennen. So schmiedet man in Gedanken ein paar Themen und Sätze für den Blog und verwirft einige wieder, weil mal damit auch richtiges Geld in der Lokalzeitung zu Hause verdienen könnte. Vorausgesetzt man hätte wirklich Lust, den unendlichen Scheiß, den man im Kopf hat, abzuschalten und zur Abwechslung wieder Sinnsolles zu schreiben, das sich auch wirtschaftlich irgendwie rentiert.Natürlich macht mans ich dann im Morgengrauen noch so seine Gedanken drüber, wer diesen Unsinn hier eigentlich nicht liest. Mittlerweile kenn ich echt zu viele, die das hier kennen. Wenn eine Chat-Konversation etwa so abläuft:– naaa?! über nora tschirners perfekte brüste hinweg gekommen?- haha spanner! ;)- exhibitionistin! 🙂
Und einem dann etwa 40 Minuten später gesagt wird, dass nach mir googeln wirklich aufschlussreich ist (Naja… wenn schon scheiße, dann richtig *g*), sind solche Gedanken auch durchaus legitim. Bin mal gespannt wann der Moment kommt, an dem ich endlich begreife, dass das Internet echt nicht zum Spaß da ist. Vermute mal erst dann, wenn ich die erste Jobabsage bekomme, weil man nach mir gegoogelt hat. Wie gut, dass ich noch ne Weile studiere.

So wenn man sich das böse Internet mal wieder so richtig arschig geredet hat, kann man ja auch mal (mittlerweile um 6 Uhr morgens) Einkaufslisten für Fressorgien, die erst in zwei Tagen stattfinden, schreiben. Im Dunkeln versteht sich. Wenn man das Licht anmacht, kann man das weiterschlafen ja komplett vergessen. Nur dumm, dass man sich grundsätzlich etwas anziehen sollte, wenn man das Zimmer verlässt und über den Flur geht, weil MAN IST JA NICHT ALLEIN ZU HAUSE!! und die Klamotten nicht findet.Jetzt ist das Licht an.Ach ja: Und DAS is witzig.

Hallo wach!

Der Verlust eines Handys birgt auch Probleme, an die man nur im zweiten Augenblick denken mag. Abgesehn davon, dass man nicht mehr angerufen wird (daran gewöhnt man sich auch mit Handy sehr schnell), steht man auch vor dem Problem, dass man einfach keinen Wecker mehr hat. Also ich jetzt. Ich hab dann keinen Wecker mehr. Da ich Armbanduhren nicht mag und die einzige Uhr in diesem Raum, die an dem Laptop ist. Immoment. Vorher war noch eine inkusive Wecker im Handy. Was also tun?! Drei Möglichkeiten:

(1 a. Einfach liegen bleiben und aufwachen wann es beliebt. Dumm, weil man dann seinen Job verliert, sollte man öfter auf diese Idee kommen.)

1. Möglichkeit existiert nicht, da es scheinbar keinen von Hand getätigten Weckruf gibt, den man via Computer buchen kann. Also gibt keinen, der wie der Rezeptionist im Hotel bei mir anruft und Dinge sagt wie „Guten Morgen, Sie wollten geweckt werden.“ Aber wär schön, wenn das ginge…

2. Sehr nettes Tool für MacUser. Nur, dass das Dinge nur funktioniert, wenn der Rechner nicht auf standby steht. Das muss man wissen, wenn man pünktlich aufstehen muss. Aber nur Erfahrung macht klüger.

3. Man kann eventuell einen Bundeswehoffizier neben dem Bett stehen lassen, der nie schlafen darf und das auch für legitim hält und pünktlich um halb 7* anfängt zu schreien was man für ein mieser fauler Sack sei, der endlich aus den Federn kriechen soll.

Variante zwei hat (diesmal) ganz gut funktioniert.

* Jetzt ist es soweit. Winter. Wenns dunkel ist gehen. Wenns dunkel ist wieder kommen… urgs

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Ok, gebs zu. Das ist jetzt mehr ein Alibi „Ich hab endlos viel zutun, und keine Zeit zu bloggen, aber ich mahcs trotzden, damit die Leute nicht denken ich sei tot“-Eintrag.

Viel ist nicht los, außer ein Haufen Arbeit, ein Tick zu wenig Schlaf und stohiges, strapaziertes Haar (steht jedenfalls auf meiner Shampooflasche, und die muss es ja wissen)

Was ich jedem empfehlen kann ist eine Nacht am Frankfurter Flughafen zu verbringen. Nicht langweilig in einem Hotel für 80 Euro die Nacht, sondern wie es sich gehört auf einer Bank im oberen (nicht ganz so schönen) Bereich des Terminal 1, wo die Kabel von den Decken hängen. Da erstmal versuchen vor 12 neben der Stechuhr einzuschlafen. Sollte das wider Erwarten und trotz der abertausend Fraport-Mitarbeitern, die dort ihren Feierabend berauchen und begießen, funktionieren, dann Glück gehabt.

Ansonsten einfach den Platz wechseln und auf einer nicht minder unbequemen Bank sich betten und langsam wegdämmern. Nach zwei Stunden wacht man dann wieder auf. Sieht sich benommen und etwas verärgert nach dem/den Unruhestifter/n um und was sieht man: 2 braungebrannte, junge Portugiesen/Spanier/Italiener (habs nicht richtig verstanden), die neben dem Schlafplatz sitzen und essen. Einfach so dasitzen, und gutaussehenderweise Backwaren in sich reinstopfen.

Dann ist es erstmal vorbei mit der Nachtruhe. Von nun an darf man nämlich nicht einfach schlafen, sondern muss dabei auch noch gut aussehn und wenn möglich es unterlassen irgendwie zu schnarchen oder sonstige unattraktive Geräusche von sich zu geben. Das macht man dann aber auch nur 5 bis 10 Minuten bis einen die Müdigkeit überkommt und man sich einfach wieder hinlegt für die nächsten 44 Minuten. Dann nämlich wird man von einem der Portugiesen/Spanier/Italiener im Schlaf getreten. Schönen Dank.

Um 4:40 ist dann auch diese zauberhafte Nacht vorbei. Die Portugiesen/Spanier/Italiener sind schon weg zum Flieger. Man selbst schlägt die Zeit bis 8 Uhr mit Lesen, Kaffeetrinken und EC-Karten im Geldautomat versenken tot und wünscht sich selbiges Schicksal für sich selbst und die Bankangestellte im Odenwald, die die Karte „versehendlich“ wieder gesperrt hat.

Und dann zurück nach Hamburg. Hach ja…