El Internet se rompió

Das Internet ist kaputt! Also meins. Beziehungsweise das des Menschen, der sein WLAN offen zugänglich gelassen, das gemerkt und jetzt wieder mit Passwort geschützt hat.

Das heisst, dass mir jetzt den ganzen Tag unfassbar langweilig ist und ich das Haus verlassen muss, um E-Mails im Internet-Café zu checken.

Was ich den Rest des Tages mache, wenn ich nicht gerade kulinarische Leckerbissen und Erfrischungsgetränke serviere: Ich esse, versuche zu schlafen und schaue „Two and a half men“.

Ich schaue die Serie einfach nochmal. Sieben Staffeln vom Pilot bis zur neusten Folge. Und das Verrückte: Es wird nicht langweilig!

Was mir Kummer bereitet: Das Internet wird vorraussichtlich bis kommenden Dienstag (Sitcom-Tuesday!) nicht wieder ganz sein. Bei Folge 17×7 is also Schluss und ich muss von vorne anfangen.

Oder ich mach das gleiche nochmal mit „The Big Bang Theory“. Oder ich lese ein Buch.

Bazinga!

lesen lesen lesen

Das Diplom ist (fast) gegessen ist und ich darf endlich wieder lesen. Also richtige Bücher, nicht nur Fachzeug und Zeitungen. Habe in den vergangenen Tagen ein bisschen Recherche betrieben. Das sind die Favouriten bisher:

Steve Tesich – Abspann
Wolfgang Kohlhase – Silvester mit Balsac
Alexander Osang – Die Nachrichten
Chandler Brossad – Wacht auf, wir sind gleich da
Paul Auster – Die Brooklyn Revue
Robert Schopflocher – Fernes Beben
Truman Capote – Sommerdiebe
Roger Willemsen – Der Knacks
John Irving – Bis ich dich finde
Guillermo Martinez – Roderers Eröffnung
Katz&Goldt – Wenn Adoptierte den Tod ins Haus bringen
Max Goldt – Ein Leben auf der Flucht vor der Koralle: Schließ einfach die Augen und stell Dir vor, ich wäre Heinz Kluncker
Ian McEwan – Saturday
Ian McEwan – Am Strand
Tim Binding – Cliffhnger
Rocko Schamoni – Sternstunden der Bedeutungslosigkeit
Daniel Kehlmann – Ruhm
Nick Hornby – A long way down
Martin Suter – Der letzte Weynfeld
Martin Suter – Der Teufel von Mailand
Joseph Heller – Gut wie Gold
Massimo Carlotto – Arivederci, amore, ciao
Silvia Bovenshen – Verschwunden

Und das wurde gerade mit dem Amazon-Gutschein (Geburtstagsgeschenk der lieben Kollegen) gekauft:

Carlos Ruiz Zafon – Der Schatten des Windes
Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein
Ian McEwan – der Trost vom Fremden

Für weitere Lesetipps bin ich wie immer offen.

Freizeitstress

Gestern, als ich mein leergefegtes Konto auf dem Auszug aus der Distanz betrachtete und still in Tränen ausbrach, sagte die Mutter eine Freundin zu mir,  ich sähe matt und fertig aus.

Sollte es tatsächlich so sein, ist damit jetzt Schluss! Das schrecklichste Semester seit Menschengedenken ist vorbei. Auf gehts, Müßiggang! Die Augenringe werden am See sandgestrahlt und die Haut wird auf Grillhähnchenniveau gebracht. Denn: Es ist Sommer und ich hab noch exakt sieben Tage frei (heute eingeschlossen und mündliche Prüfung am Freitag mal außer Acht gelassen) Minisommerferien! Ich könnte theoretisch den ganzen Tag schlafen, kochen oder stapelweise periodische Druckerzeugnisse konsumieren.

Wenn das Fernweh nicht wäre. Umzug ist zwar erst in vier Tagen, aber ich sitz jetzt schon wie ein Duracell-Häschen auf der Bettkante und schlage wie von Sinnen in die Hände. Hier stapeln sich schon die Klamotten, die ich eventuell, ganz vielleicht mitnehmen könnte, wenn noch ein Quadratzentimeter in der monströsen Tasche frei würde. 

Ich bin im Begriff Kleidung mitzunehmen, die ich seit Jahren nicht mehr getragen habe. Hier stehen Schuhe, mit denen ich keine fünf Meter laufen kann, ohne mir alberne Gelkissen unter den Fußballen zu wünschen. Seltsame, geblümte Rüschenblusen sollten zu Hause beleiben, weil ich die höchstwahrscheinlich aus Gründen unübersehbarer Geschmacklosigkeit nie anziehen werde. (Wer kauft denn sowas?)

In die bürokratischen Mühlendes BaföG-Amtes will auch bis Ende der Woche noch ordentlich Wasser gekippt werden und ich muss bis Sonntag noch dringend einen armen Irren finden, der mit mir in der fremden Stadt das Finale anschaut. Alleine Fußball zu schauen, ist noch bemitleidenswerter als alleine ins Kino zu gehen und sich demonstrativ in die erste Reihe zu setzen.

Ist schon wieder zu stressig. Ich glaub, ich leg mich einfach noch mal schlafen.

Ein bisschen Abwechslung

Was immoment fehlt ist schlicht Lebensqualität. Einfach guten Gewissens abends locker zusammensitzen und bei einem Bier entspannt unterhalten, ohne dass die Worte FH, Wirtschaft, Präsentation oder Klausur fallen. Einfach zwei Tage, in denen man nicht denkt: „Oh mein Gott, das Projekt is ja auch noch. Verdammt!“ Nur einen Abend, an dem man nicht darüber nachsinnt, wie es nach dem Studium weitergehen soll. Wie man zur Hölle mit dem angeschrammten Halbwissen auch nur im Entferntesten einen Job bekommen will. 
 
Ich sitz verdammte Scheiße nur vor dem Laptop, schreib einen Artikel nach dem anderen oder entwerfe Präsentationen. Ich war seit Wochen nicht mehr privat weg. Keine Zeit. Ich würde gerne mal wieder ins Kino. Keine Ahnung wie der letzte Film heißt, den ich gesehn habe. Theater wär auch mal wieder toll. Zwei Jahre ist das letzte Mal her. Am Samstag ist Frühlingserwachen in Bessungen. Live-Musik open air. Frühling. Andere besuchen dann Biergärten, eröffnen die Grillsaison am See, gehen einfach feiern. 
 
Ich schlag mir stattdessen die Wirtschaftsteile von 15 Zeitungsausgaben der letzten Woche um die Ohren und versuche, möglichst alle Themen zu verstehen. Ich hab einfach immoment keine Lust mehr. Also ernsthaft: KEINE LUST MEHR. Die Akkus sind leer. Ruhiger Schlaf und keine Kopfschmerzen wären  mal wieder gut.
 
Wettervorhersage für Samstag: sonnig, 19 Grad. 

Spazieren

Es gibt eigentlich keinen Grund, spazieren zu gehen.Es sei denn man hat einen Hund. Oder man erhöht einfach die Geschwindigkeit und nennt das dann joggen. Das ist aber dann schon wieder etwas anderes.Nur der frischen Luft wegen geht keiner mehr spazieren. Dafür gibts ja Fenster, die man öffnen kann. Auch zählt Kontakte knüpfen nicht wirklich als Grund. Um beim Spazieren neue Leute zu treffen, müsste man das in einem Gebiet versuchen, das etwas dichter besiedelt ist (–> Stadt). Denn hier kommt einem sehr sehr selten jemand im Wald entgegen. Und wenn, dann kennt man die Person schon.Überhaupt sehen Menschen, die alleine langsam und ohne Ziel durch die Gegend laufen, irgendwie seltsam aus. Außer alte Männer mit Hut. Die dürfen einfach so durch die Weltgeschichte spazieren. Bei denen nimmt auch niemand an, sie würden dabei grübeln. Die sammeln höchstens Kurioses aus Feld und Wald. Eicheln oder Pilze oder dergleichen. Die bringen sie dann mit nach Hause und sagen: „Schau mal Else, was ich gefunden hab’ beim Spazierengehen!“Junge Leute, die spazieren, gelten als Eigenbrödler und Einzelgänger. Ständig im Verdacht, dass sie alleine sein wollen, um „nachzudenken“ oder „dem Alltag zu entfliehen“. Dass man einfach nur mal raus will, weil man sich beim Mittagessen überfressen hat und zu faul ist zum Joggen und deshalb lieber langsam in normaler Kleidung läuft (also spaziert), daran denkt niemand.Ich war seit mehr als einem Monat nicht mehr spazieren. Gibt seit dem keinen Grund mehr, warum ich vier mal die Woche aus dem Haus sollte, um planlos durch die Gegend zu laufen. Ach, ich vermiss meinen Hund. Was der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist.Ich bin dann mal eigenbrödlerisch und geh spazieren.