Vor einem Jahr…

… ging’s auf auf zur verrücktesten Heimreise, die man so von Südamerika aus antreten kann. Johannes hat die letzten Tage mal ein paar Videos von der Atlantiküberfahrt online gestellt. Hier: der letzte Abend zwischen den British Virgin Islands. Es gab Nudeln all`arrabbiata einen tollen Sonnenuntergang und (bei mir zumindes) sehr viel Wehmut, dass die Zeit in Südamerika nach über einem halben Jahr vorbei war. Von da an waren wir 24 Tage auf See.

Wenn ich mal irgendwann eine Tocher haben sollte, die ganz nach mir schlägt. Also so spontan, unüberlegt, naiv und komplett durch ist, werd ich womöglich Amok laufen, wenn sie so einen Schwachsinn vor hat. Darum: Mama, ich kanns noch nicht so ganz, aber langsam doch in Ansätzen nachvollziehen, wie es dir in der Zeit ging. Respekt fürs nicht Durchdrehen.

Möcht die Erfahrung dennoch um nichts in der Welt missen 🙂

Erinnerungen im Weitwinkel

Wenn ich gerade mal nichts zutun habe – was momentan sehr selten der Fall ist – denke ich mit Wehmut an die Reise durch Südamerika bis zu den Azoren. Rückt alles immer weiter in die Vergangenheit und weicht dem „normalen Leben“. Schade. Zur Erinnerung ein paar Panoramas, die Johannes vor Ort geschossen und daheim zusammengebastelt hat.

Beitragsbild: Philipsburg, St. Maarten

Petit Baie, St. Martin

Prickly Pear Island, Anguila

Green Kay, British Virgin Islands

Flores, Azoren

Hafen von Flores/Azoren

Fowey in Cornwall/GB

mehr…

Und sobald wieder Geld in der Kasse und die Karriere in solch rechte Bahnen gerückt is, dass sie auch mal pausieren darf, ohne Schaden zu nehmen, gehts wieder los. Irgendwohin.

(Alle Bilder: Johannes Lampel)

Bye bye, BVI

Wenn man in der Position ist, die Türkistöne des Wassers an der einen Insel für viel schöner zu befinden als an der anderen, dann macht man schon ganz schön dekadent Urlaub.

Wir sind gut eine Woche auf den British Virgin Islands und entspannt zwischen Virgin Gorda, der fetten Jungfrau im Osten, Richtung Jost van Dyke im Westen gesegelt. Dort am Green Cay ist dieses kitschige Foto links entstanden.

Johannes ist dafür extra todesmutig ohne Gurt auf die Mastspitze geklettert, nur um die komplette Internetgemeinschaft außerhalb der Karibik ganz arg neidisch zu machen. Bis auf einmal Geraderücken wurde an dem Bild nichts verändert. Farben, Wolken, kitschig einsames Boot: alles so gesehen. Und dazu stetig 29 Grad. Schrecklich.

Aber bald ist der Spaß vorbei. Das Boot ist klar; heute verlassen wir die Virgins und ziehen gen Nordosten. Nächster Halt: Azoren. Ich meld mich dann in etwa drei Wochen wieder. Dann gibts hoffentlich auch mal mehr Fotos aus der Kitschhölle hier. Alle mit freundlicher Genehmigung von Johannes, der einfach die bessere Kamera hat.

Joa, dann ma schüss, ne von Johannes, Bernd und mir (v.l.n.r.)

Und man wünsche uns statt „Mast- und Schotbruch“ bitte lieber „Immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel“. Das findet unser Skipper positiver.

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(Bilder: Johannes Lampelt und Pia Röder)