Sonntags um 12 wirds fad

Früher als Kind saß man Sonntag Vormittag um Punkt halb 12 vor dem Fernseher, schaltete auf ARD schaute wie gebannt auf die flimmernden Bilder. Eine dudelige Titelmelodie erklang und der Satz „krischni tumulu hopsala blömnbiuzfölfbhvnapüosdj – das war molwanisch“ eröffnete eine halbe stunde Spaß, Wissensvermittlung und der Eklärungen wie der Kleber aufs Pföaster kommt. Zum Beispiel. Sendung mit der Maus – herrlich.

War die halbe Stunde vorbei und die nächste Sendung begann, gab man schon als kleines Mädchen ein lautes „laaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig“ von sich (und das kam von herzen) und schaltete pünktlich zu Beginn der „Presseschau“ wieder um.

Genau das gleiche passiert heute auch noch. Dann nämlich sitzt man genau so da. 15 Jahre älter. Mit einer minimalen journalistischen Berufserfahrung und denkt sich: „Boaaahh scheiße ey, bitte sagt mir wen der Dünnpfiff interessieren soll!“ Und das obwohl man den gleichen Beruf ergreift wie der vertrockneten Redakteure mit den Helmfrisuren, die hinter einem blau beleuchteten Tresen sitzen und über Devisen und Kinderarmut in Deutschland dikutieren.

Sollte man sich dann Gedanken machen?

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