Montag verzockt

Montage beginnen immer dann schön, wenn der Kaffee noch am Bahnhof runterfällt und man noch nicht mal daran genippt hat. (Mir eigentlich egal. Trink ja keinen Kaffee. Aber da du auch meine Schuhe in Mitleidenschaft gezogen hast, Béla, gehts mich doch irgendwie was an.)

Noch schöner wird der Wochenanfang, wenn man in einer der ersten E-Mails, die man in der FH öffnet, liest, dass man 180.000 Euro in den Miesen ist. Börsenspekulationen. Verzockt. Dabei wusste man bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, dass man überhaupt Aktien besitzt.

Das wars. Die Summe hol ich mit meinem angestrebten Beruf bis ich mit 67 in Rente gehe nicht raus. Dazu müsste ich etwas engagierter und ambitionierter sein.
Was bleibt? Organmafia? Straßenstrich? Kleine Kinder auf dem Schulhof um ihr Pausenbrot erpressen und dann teuer an Penner verkaufen? Hochschlafen???
Alles nicht so das Wahre.
 
Vielleicht erstmal lesen, von wem die Mail kommt…
Aha, vom neuen Wirtschaftsprof. Faselt etwas von einem Börsenspiel und virtuellen Depots. Man hätte definitiv noch ein paar Gehirnzellen aus Hamburg mit nach Hause nehmen sollen. Dann wäre mir der affektiert vorgetäuschte Herzinfarkt erspart geblieben.


Aber ich erinnere mich. Bis Juni dürfen wir möchtegern Wirtschafts-Journaillen mit Aktien der DAX-notierten Unternehmen machen, was wir wollen. Ziel ist nur, die Schulden irgendwie in schwarze Zahlen zu verwandeln. Wieso wir nicht mit, wie versprochen, 100.000 virtuellen Euro plus anfangen, wurde zwar im Laufe der Mail erläutert, aber ich habs nicht so recht verstanden. (Soviel zum erfolgreichen Start meiner Heim-Broker-Karriere)

Wenn jemand Insider-Tipps hat, immer her damit. Kommentare bleiben dann aber unter uns. Feind (Kommilitone) liest schließlich mit. 
 
 

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