Klischees über Amerika

In Kürze, genau gesagt um drei, werden wir den Amerikansichen Verwandten meines Freundes abholen. Er ist gestern angekommen, befindet sich allerdings noch in Karantäne. Helfer, die ihn vom Flughafen abholten schilderten seltsame Begebenheiten. So fing der Fremdländer beim Anblick seiner Verwandschaft an zu weinen und grüßte Angehörige der US-Army mit „Thanks for your Service“. Ich habe zuvor noch nie US-Soldaten für ihren Service gedankt, aber ich war auch noch mit keinem im Bett. Vielleicht stoße ich ähnliche Dankgesänge aus, sollte das dann mal der Fall gewesen sein. Wie auch immer.

Im Hort seiner Kindheit angekommen, küsste der erwähnte Amerikaner den Boden und schlenderte träumerisch zwischen Erdbeerpflanzen umher. Dann entdeckte er das Telefon und rief seinen Vater (Auch ein US-Army Mensch dem man für seinen Service gefälligst danken sollte) an und schilderte entusiastisch, dass er wie befohlen den Boden geküsst habe.

Ich persönlich bekam den Hörigen noch nicht zu Gesicht aber ich stelle ihn mir in etwa so vor:
Da er Gerade das College abgeschlossen hat und Football spielt muss er ca. 1,85 groß sein, starke Arme und einen kurzgeschorenen Schädel haben. Außerdem trägt er höchstwahrscheinlich Baggy-Jeans und K-Swiss Sneaker (die weißen, mit den roten Streifen und nein ich bekomme kein Geld für Productplacement…wär aber mal ne Idee).
Des Weiteren bin ich mir fast sicher, dass er eine Bibel im Gepäck hat und jeden Morgen nach dem Aufstehen joggen geht. Also direkt nach dem Aufstehen. Nicht erst Kellog’s Smacks frühstücken, sondern sofort und gleich. Zack Zack, auf gehts. Stähle deinen Körper.
Bin auch sicher dass der BBQ-Soße aus der Flasche nuckelt und leere Fastfood-Tüten in seinem Jansport-Rucksack hat.

Werde mich aber gerne nachher eines Besseren belehren lassen.

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