In den Raum gestellt

Ist man vorurteilsbehaftet und versunken im Sumpf des Klischeedenkens, wenn man vermutet die Mitbewohnerin würde mit jeder weiblichen Bekannten ins Bett steigen, die sie in der Wohnung empfängt? Nur weil die einen blonden Kurzhaarschnitt trägt, viel trainiert und Polizistin ist. Und man jedesmal denkt, sobald sie sich als „Handballkollegin“ und „Freundin“ vorstellt: „Ja ne is klar. Viel Spaß!“

Und sollte sich das Schubladendenken bewahrheiten: Ist es verwerflich sich darüber zu ärgern, dass sie dann ganz schön heiße Frauen abschleppt, obwohl man selbst ausschließlich dem männlichen Geschlecht zugeneigt ist?

Und generell: ist es möglich, dass eine komplette Handballmannschaft lesbisch sein kann?

Und falls ja: Wie schafft man dann, mit ihnen allen zu schlafen??

Fragen über Fragen

Klischees über Amerika

In Kürze, genau gesagt um drei, werden wir den Amerikansichen Verwandten meines Freundes abholen. Er ist gestern angekommen, befindet sich allerdings noch in Karantäne. Helfer, die ihn vom Flughafen abholten schilderten seltsame Begebenheiten. So fing der Fremdländer beim Anblick seiner Verwandschaft an zu weinen und grüßte Angehörige der US-Army mit „Thanks for your Service“. Ich habe zuvor noch nie US-Soldaten für ihren Service gedankt, aber ich war auch noch mit keinem im Bett. Vielleicht stoße ich ähnliche Dankgesänge aus, sollte das dann mal der Fall gewesen sein. Wie auch immer.

Im Hort seiner Kindheit angekommen, küsste der erwähnte Amerikaner den Boden und schlenderte träumerisch zwischen Erdbeerpflanzen umher. Dann entdeckte er das Telefon und rief seinen Vater (Auch ein US-Army Mensch dem man für seinen Service gefälligst danken sollte) an und schilderte entusiastisch, dass er wie befohlen den Boden geküsst habe.

Ich persönlich bekam den Hörigen noch nicht zu Gesicht aber ich stelle ihn mir in etwa so vor:
Da er Gerade das College abgeschlossen hat und Football spielt muss er ca. 1,85 groß sein, starke Arme und einen kurzgeschorenen Schädel haben. Außerdem trägt er höchstwahrscheinlich Baggy-Jeans und K-Swiss Sneaker (die weißen, mit den roten Streifen und nein ich bekomme kein Geld für Productplacement…wär aber mal ne Idee).
Des Weiteren bin ich mir fast sicher, dass er eine Bibel im Gepäck hat und jeden Morgen nach dem Aufstehen joggen geht. Also direkt nach dem Aufstehen. Nicht erst Kellog’s Smacks frühstücken, sondern sofort und gleich. Zack Zack, auf gehts. Stähle deinen Körper.
Bin auch sicher dass der BBQ-Soße aus der Flasche nuckelt und leere Fastfood-Tüten in seinem Jansport-Rucksack hat.

Werde mich aber gerne nachher eines Besseren belehren lassen.