Ein Mann fürs Grobe

Eigentlich wollte ich ja über meine Erlebnisse während der journalistischen Tätigkeit in der katholischen Kirche bloggen. Mein Verhältnis zu Religion, Kirche und Glauben darlegen, aber es sind immernoch Semesterferien, ich arbeite in einer Obstfabrik am Fließband und verbringe jedes Wochenende biertrinkenderweise auf diversen Partys. Ergo: Werde mich noch nicht mit einem so ausladenden und anspruchsvollen Thema auseinandersetzen.

Stattdessen:
Ich habe heute den Vorgarten von Unkraut befreit und umgegraben, auf dass er wieder aussieht wie ein richtiger Acker. Das hab ich im Laufe des Sommers diverse Male veranstaltet, weil es in diesem Haus irgendwie keiner gebacken kriegt den Vorgarten nach dem entlöwenzahnen mit Pflanzwerk zu bestücken. Und warum? Genau, weil das hier ein 2-Frauen-Haushalt ist und wir uns gegen solche Arbeit sträuben. Nicht, dass wirs nicht gern schön hätten oder zu faul wären. Nein. Ich kann hier nur für mich sprechen, aber ich vertrete die Auffassung, dass für solche Arbeiten einfach Männer besser geignet sind. Wir könnten das auch getrost selber machen. Ich kann Dübel in die Wand hauen, Zaunlatten streichen oder einen Unterschlupf für die Katze aus Holz basteln. Aber will ich das? Is doch viel entspannender einem Kerl beim Schuften zuzuschaun, der den Garten mit bloßer Muskelkraft pflügt und wie ein Bekloppter Sachen pflanzt, alte Bäume mit den Händen entwurzelt und sich danach vor Schweiß triefend ein Bier aufmacht und zufrieden auf dein Tagwerk zurückblickt.
Tja nur keiner da. Da bleibt einem nur, es selbst zu machen und sich zu ärgern, dass man kein Geld für ne tolle Gartengestaltungsfirma hat oder nicht die Telefonnummer findet, um sich bei Mein Garten anzumelden. Dann kommt nämlich auch der hier vorbei.

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