Die meiste Zeit hab ich unten gelegen

Ich hab’s getan! Ich bin von der Frauengymnastikgruppe übergegangen zum harten Männerkampfsport. Gestern war das erste Probetraining Jiu Jitsu und ich war schon nach dem Aufwärmtraining recht im Eimer. Mir fehlt es doch an Praxis was Liegestütze und Crunches in zigmilllionenfacher Wiederholung angeht. Hat den Männern, die ausschließlich außer mir noch da waren, aber nicht so viel ausgemacht. Auch die Begleitung „fand’s locker“. Angeber.

Nach der ersten Phase hat es keine zehn Minuten gedauert und ich lag rücklings auf der Matte und ein starkbehaarter Südosteuropäer klammerte sich um meinen Kopf und bat mich, ihn in die Rippen zu boxen. Gerne! Hat nur nix gebracht. Minuten später hatte er mich immer noch im Schwitzkasten und ich konnte mich nicht bewegen während um mich herum Männer sich paarweise in inniger Umarmung über die Matten kugelten. Dann hat mir Igor fast das Rückgrat gebrochen und ich stand wie von Zauberhand wieder aufrecht.

Aber so brutal wie beschrieben war es gar nicht. Hat sogar etwas Meditatives, wenn man zwei stark schwitzenden Männern zuschaut, die sich, verschlungen wie ein gordischer Knoten, gegenseitig versuchen umzuwerfen. Ist wie bei einer Lavalampe. Faszinierend. Wären das zwei Frauen gewesen, könnte man das auch gut filmen und nachts auf DSF zeigen. Außerdem hatte ich (Mama, bitte weglesen) schon lange nicht mehr so viel Brusthaar im Gesicht.

Foto: PJHanley

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