Danke, Harald Martenstein

„Lebt in vollen Zügen. Feiert. Lasst es krachen. Ignoriert – das ist das Wichtigste! – alle Vorsorge- und Anlage-Angebote. Eine überdurchschnittliche Rente wird euch sowieso weggenommen, in 30 Jahren wird der Staat noch viel klammer sein als heute. Verlasst euch auf die staatliche Grundsicherung. Wenn ihr im Alter nichts habt, radikal nichts, seid endlich mal ihr auf der Gewinnerseite – der Staat gibt euch was! Kauft rechtzeitig alle Sachen, die ihr im Alter brauchen könnt und die haltbar sind, Kleidung, Möbel, Weinkeller, Cognac, Bücher, Musikanlage, das werden sie euch nicht wegnehmen, weil der Verwaltungsaufwand zu groß ist. Besorgt euch zum Obst- und Gemüseanbau einen Garten, und zwar über einen Strohmann, sonst wird das Obst von der Grundsicherung abgezogen. Spart heimlich Geld, tut es ins Kopfkissen. Dort kriegt ihr zwar keine Zinsen, aber es wird nicht versteuert, keinerlei Abzüge, glaubt mir, at the end of the day fahrt ihr mit einem Kopfkissen besser als mit Banken und Versicherungen. Ich habe gelesen, dass allein im letzten Jahr 20 Prozent der Berufstätigen ihre Vorsorge reduziert oder gekündigt haben, es werden immer mehr. Es ist eine Massenbewegung.“

Ich wusste, dass es eine gute Idee war, einfach alles zu kündigen.

Der ganze Artikel: hier

9 thoughts on “Danke, Harald Martenstein

  1. bimsta

    Sag ich doch immer. Auf die „HOHE KANTE“ wie zu Urgroßmutterszeiten und sonst nichts.

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  2. Pia Post author

    danke mama.

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  3. Coldeye

    Das setzt aber voraus, dass es in 30 oder noch mehr Jahren überhaupt noch eine Grundsicherung gibt.
    Wenn nämlich nicht, muss man dann malochen, bis einen der Tod endlich erlöst, oder der Garten muss groß genug sein, um einen das ganze Jahr über zu ernähren (das ist dann schon fast ein kleiner Bauernhof und kein Garten mehr), oder man wird von seinen Nachkommen auf einer Eisscholle ausgesetzt (so wie es früher die Eskimos mit ihren Alten gemacht haben, sobald denen der letzte Zahn ausgefallen war).
    Betteln in der Fußgängerzone kann man natürlich auch noch versuchen, aber ob die Menschen dann mehr für mildtätige Zwecke übrig haben werden als heute … ?

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  4. Pia

    du spaßbremse 😉

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  5. Coldeye

    „Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir sind nur die Kandidaten“ — Hape Kerkeling

    Letzten Endes ist es ein Spiel, bei dem man auf ein bestimmtes Zukunftsszenario wettet.
    Wer eine Rentenversicherung abschließt, wettet auf ein langes Leben und stabile politische und günstige wirtschaftliche Verhältnisse, damit sich eine ausreichende Rendite einstellt.
    Wer sich wie Harald Martenstein auf die staatliche Grundsicherung verlässt, wettet zumindest auf den Erhalt des Sozialstaats.
    Wer vom Zusammenbruch unseres Wirtschaftssystems ausgeht, wird Selbstversorger.

    Die Frage ist also, welches Szenario man für wahrscheinlich hält. Die Lösung wird natürlich erst am Schluss verraten. Wenn es eine dominante Strategie gäbe (oder wir in der Lage wären, sie zu erkennen, sofern sie existiert), würde ja jeder die gleiche Strategie verfolgen. Wie langweilig 🙂 …

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  6. Onne

    Blödsinn! Einfach alle Finanzmodelle über einen Kamm zu scheren und sich dadurch den Weg in die Altersarmut zu ebnen, ist das Dümmste, was ich seit langem gelesen habe!

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  7. Pia Post author

    @ coldeye: ich wette nie auf zukuftsszenarios weil erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. von daher wähle ich die spannende variante, leb jetzt und las smich überraschen 🙂

    @ anne: du kannst aber auch nicht alle lebensmodelle über einen kamm scheren. ihr zwei seid verheiratet, kommt aus nem sehr stabilen hintergrund, habt ne top ausbildung und seid somit recht abgesichert. jetzt schon vor dem berufseinstieg. ich hab immoment ne sehr gute ausbildung und kann mir trotz job keine teuren versicherungen ans bein binden. und noch hab ich keinen, der sich um mich im alter kümmert. aber das thema is echt zu interessant, ums hier zu diskutieren. mehr bald, bei bier im wald… ein reim 😉

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  8. Onne

    Ach Schmarrn! Wir alt ist die Denkweise denn bitte, dass man den Lebenspartner als Absicherung darstellt. Seit den 70ern glaubt das keiner mehr – weils so ist!
    Versicherungen kosten außerdem nicht die Welt, wenn man sich mal schlau macht, und nur das versichert, was wirklich notwendig ist. Ich bin jedenfalls froh, dass ich monatlich ein paar Groschen (mehr geht ohne EInkommen eh ned während dem Studium) für div. Versicherungen einzahl und mir sicher bin, später mal davon ein bisschen was zu haben. Und seis nur ein duffter Urlaub, den man sich aus Rücklagen im Alter ned leisten könnte!

    Und im Wald wird gefälligst ned diskutiert. Da will ich Spaß haben 😛

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  9. Pia Post author

    Intelligente Diskussionen SIND Spaß! ka 😉

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