Das gelbe Vieh und ich

So manch einer wird sich fragen: Warum bloggt die gute Pia denn? Ich wähnte sie doch in Köln…?“
Das ist richtig. der ursprüngliche Plan für dieses Wochenende war meinen guten Freund Björn in dessen verdreckter WG in Köln heimzusuchen, ihm die schimmligen Vorräte wegzufressen und seine Hütte mit meinem strahlenden Antlitz zu beglücken.
Ich war in Gedankens schon fast dort. Sah mich schon tanzend in den tollsten Clubs, im Bett mit einem hübschen Exemplar der dort rargesähten, heterosexuellen Männer und mich aalend in fernöstlichem Essen, gekocht von den chinesischen Mitbewohnern meines Kumpels.
Aber ich hatte Besseres zutun! Die journalistische Pflicht rief mich am Donnerstag Vormittag via Telefon und bot mir einen Ortstermin auf einem Odenwälder Bauernhof an. Da sagt man doch nicht nein. Drei Wochen bettelte ich für einen neuen Auftrag und ausgerechnet an diesem Wochenende ereilt mich diese anspruchsvolle Aufgabe.
Ich komme gerade nach Hause von einem Vormittag angereichert mit Vorträgen über das fränkische Gelbvieh und einer Kräuterexkursion alles unter dem Motto „Geopark Odenwald. Landwirte führen durch Feld und Flur im Wechsel der Jahreszeiten“ Da denkt man sich, dass jede Karriere mal klein angefangen hat. Warum meine nicht nur klein, sondern winzig und nervtötend beginnen muss, weiß ich nicht, aber die Hoffnung auf eine große, journalistische Karriere bei einer überregionalen Zeitschrift stirbt zuletzt.
Ich werde Anfang September nach Köln fahren, mich von Harald Schmidt amüsieren lassen und feiern gehn. Zwar mit Ex-Freund, das heißt Aufreißen von feinen Kölnern is nicht, aber ich kann ja auch nur shoppen und was trinken gehn. Man erschieße mich zu gegebenem Zeitpunkt

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