Fernneid

Ja, okay ich gebs zu: Ich tus auch. Recht häufig sogar. Und danach schäm ich mich meistens und wünschte ich hätte es einfach gelassen… Man wird doch meist eher negativ überrascht und so richtig toll ist es nie. Manchmal treib ich es auch ziemlich wild und google nicht nur meinen Namen sondern auch meinen Blog. Ab und an ist das dann doch recht interessant. Webwiki.de zum Beispiel listet Die Gosch in der Kategorie „Reise“. Frag mich warum?! Liegt es an meinem Menüpunkt Südamerika? Oder eher meinem chronischen Fernweh, das in jeder Silbe meiner literarischen Ergüsse mitschwingt?

Hach ja… Hab ich erwähnt, dass ich wieder weg will? Oder eher muss! Jetzt sofort! Rastlosigkeit, Hummeln im Hintern… ach, nennt es wie ihr wollt… Zur Befriedigung meiner (Sehn)sucht, lese ich masochistischerweise einige Reiseblogs oder zieh mir täglich die wundervollen Aufnahmen auf National Geographic rein. Leider hilft das nicht. Eher im Gegenteil. Mich plagt der Neid.

Erstens: Ich bin superduperober neidisch auf die Jungs von for91days.com.  Die leben für drei Monate an den tollsten Orten, machen da … ja was machen die da eigentlich? Nix Stressiges auf jeden Fall. Und dann ziehen sie weiter. Hab auf Facebook schon diverse Male versucht, mich als Reisekoch oder Kofferträger anzupreisen. Bisher ohne Erfolg.

Zweiten bin ich ohhölleichkannnichtmehrweileseinfachzuvielfürmichist-neidisch auf sie hier. Sie hat irgendwann mal eine halbe Million bei Jauch gewonnen und dann genau die richtige Idee gehabt: Ein Jahr um die Welt, jeden Monat ein Land. Also genau das, wovon ich träume: Mit einem Haufen Geld in der Tasche ohne Zeitdruck von Land zu Land ziehen und dort in fremden Eindrücken, neuen Gerüchen, exotischem Essen und atemberaubenden Landschaften aufgehen. Allein das ist Grund genug für blanken Neid. Dann kam vor ein paar Wochen ein Beitrag über sie und ihre Reise bei „Mona Lisa“ im ZDF. Und da sagte sie etwas, was mir völlig den Rest gegeben hat: „Da ich verdiene, muss ich an die halbe Million noch nicht mal ran.“ Musste dann erstmal meine Kinnlade vom Boden aufsammeln und meine Tränen trocknen. Seit Wochen bin ich ganz grün im Gesicht.

Der Beitrag wurde übrigens aufgenommen, als sie gerade in Israel war. Und jetzt komm ich:  Im Februar gehts nach Tel Aviv – 3 Wochen Israel Pia-Style. Das heißt: mit mehr roten als schwarzen Zahlen auf dem Konto. Werde mich also durch die Couches im nahen Osten schlafen und mehr trampen als Busfahren. Also das ist natürlich nur Spaß, liebe Mama… ähm ja.

Heute kam der Reiseführer und jetzt werden Pläne geschmiedet. Uuuhhhh es geht wieder los! Ick freu mia!

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