Zu viel Zeit

Manchmal fällt einem vor lauter Arbeit die Decke auf den Kopf. Rechnungen, Unizeugs, Arbeit zu Hause. Und heute? Heute ist anders…heute ist fad und öde. Unistress ist vorbei, Ferien fangen gerade an und was muss man feststellen. Viel zu viel Zeit. Nichts zutun. Ich schreibe sinnlose Blogeinträge über meine Langeweile, die gepart mit dem schlechten Wetter sich zu einem riesigen Gebilde aus depressiver Stimmung hinaufschiebt gen Himmel…hab ich erwähnt, dass der grau ist?

Was macht man in dieser Stimmung? Fußball schauen…schlechte Idee. Oliver Kahn beantwortet seltsame Fragen von irgendwelchen Sportjournalisten. Talkshows? Natürlich nicht! Auf keinen Fall! Man ist ja schließlich gebildet.
Auch so ein Elite-Mist. Ich persönlich zähle mich frech zum gebildeteren Teil der Bevölkerung, man studiert ja schließlich Journalismus.
Doch wer diktiert eigentlich, dass man sich zur kompletten Hirnentleerung nicht auch mal Müll reinziehen darf? Sei es Psychogeplapper wie „2 bei Kallwass“ oder einen beliebigen Softporno („Erotikfilm“) auf Kabel 1 Samstag nachts um drei?

Ich rufe hiermit das Recht auf selbtverschuldete, kurzweilige Verdummung aus!

Legt euch ins Bett und schaut euch „Taff“ an, wenn ihr wollt. Lacht euch schlapp über Talk Shows mit dem Titel „Meine Freundin ist zu fett, was soll ich tun?“, singt beim Morningstar im Sat1-Frühstücksfernsehen mit! Meinetwegen lest die BILD – aber bitte alles ohne schlechtes Gewissen.

Irgendwann kann man wieder Interesse für die weltpoltischen Zusammenhänge heucheln und die FAZ lesen.

Sobald man wieder weniger Zeit hat.

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