Tage wie dieser…

Ich weiß, Filmtitel platt zu eigenen Zwecken missbraucht. Aber war wirklich ein denkbar seltsamer Tag.

Nur knappe 5 Stunden geschlafen (ja, das ist zu wenig für ein kleines Mädel mit großem Schlafbedarf) und um halb 8 von der Sonne geweckt worden. An sich nicht schlecht, wenn dazu noch sonores Schnarchen eines Mittzwanzigers zur Rechten vernommen worden wäre. War nicht der Fall, also quälte man sich schweren Herzens aus den Federn, schlich zum Wasserkocher und sorgte für Hydrogenausgleich.

Gammlig, ungeduscht und irgendwie unausgeglichen schlurft man dann zur Provinz-Bankfiliale seines Vertrauens, um festzustellen, dass die nette Frau am Schalter es nicht für nötig gehalten hat wichtige Überweisungen noch vor Ostern zu tätigen. Stattdessen schaut man auf das noch wohlgefüllte Konto in der traurigen Gewissheit, dass am Ende dieses Tages alles, aber auch wirklich alles weg sein wird.
Davon lässt man sich nicht unterkriegen, macht sich fein, füttert den Hund mit Leckereien und geht nach Darmstadt um dem hippen Stadtleben zu frönen und einen Frozen Chai Latte zu genießen. (Bewusst nicht „das ist nichts Unanständiges“ geschrieben, weil der Witz so abgewetzt ist). Dann noch clichereiche Unterhaltungen über das individuelle und ureigene Fettsein mit Altersgenossinnen gleichen Fettgrades geführt und anschließend doch dem Drang nachgegeben einige Klamottenläden zu durchstöbern. Dabei auch noch unglücklicherweise fündig geworden und den Kontostand komplett vergessen. Gut, dass die Zahlung nicht angenommen wurde (wirklich absolut kein Geld mehr vorhanden). Seltsamerweise garnicht rot geworden, als man am Tresen merkt, pleite zu sein. Stattdessen das Teil frech zurücklegen lassen – ich werds wohl nie abholen…

Etwas dumm, dass gerade erst der 10. April ist und die nächste Finanzspritze vom Staat erst in mehr als zwei Wochen kommt. Aus Frust dann mit dem letzten bisschen Bargeld Ohrringe gekauft. Wenn schon pleite, dann zumindest hübsch dabei aussehn.

Endlich zu Hause und dann: Der Hund hat Diabetes.

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