Budapest am Rio de la Plata. Oder so.

Buenos Aires ist etwa acht Stunden von München entfernt. Also mit dem Zug. Und es geht auch eher gen Osten. Und mit Peso kann man dort auch nicht zahlen. Spanisch spricht dort auch niemand. Aber sonst ist Budapest echt genau so! Also die Architektur. Gerade das Parlament hat ganz ähnliche Ausmaße. Und die Häuserfassaden in Pest sehen exakt so verranzt aus wie in San Telmo oder San Christobal. Und erst die jüdische Kultur! Und… naja okay der Fluss ist dort nicht so breit und nicht so dreckig wie in Buenos Aires. Aber es gibts frittiertes Zeug an jeder Ecke. Und Bettler patschen einem beim Mittagessen ins Salatbuquet. Ach glaub’s oder glaubt’s nicht.

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Leben im Postkartenmotiv

Da wären wir also in Unter/Über/Ober/Uld/wasweißich-ingen. Schön ist’s am Bodensee. Und so ruhig.

hört ihr?

nichts.

Die erste eigene Wohnung ist bezogen und entspricht exakt meinen Vorstellung. Sogar die viel zu lange verstauten Schnappschüsse, die während der wohl besten Zeit meines bisherigen Lebens im Jahr 2007 aufgenommen wurden, hängen bereits gut sichtbar vor meiner Nase, während ich dies hier schreibe.

Ich bin angekommen. Entsprechen begrüßt hat man mich auch schon. Hier gehören nämlich Vorurteile zur Regionalkultur und werden mit herzlichem Lächeln geäußert: „Hanoi, Frauen können nicht rückwärts fahren, gell“, sprach der Nachbar von gegenüber aus bärtigem Gesicht, als ich versucht habe, einen Drei-Tonnen-Möbeltransporter, den ich nicht mal 24 Stunden unter dem Hintern hatte, aus einer vollgeparkten Einfahrt zu manövrieren. Hat wirklich nicht so gut funktioniert, aber man muss ja nicht gleich… Aber ich will mal nicht nachtragend sein. Dafür ist es hier zu gemütlich.

Heute hat mich bereits meine erste kleine Radtour am Bodensee entlanggeführt. Das Wasser ist so klar, das man die Fischlein darin freudig tanzen sehen kann. Segelboote wiegen sich sanft im Wind. Mein Weg säumen üppige Apfelwiesen. Die  Spätsommersonne wärmt die roten Bäckchen der Früchte. Oberhalb liegt eine barrocke Wallfahrtskirche und blickt erhaben zu den Ausläufern der Schweizer Alpen, die ganz in der Fene auf der anderen Seite des Sees unter schweren Gewitterwolken verbleuen. Ich begegne Menschen, Urlaubern, Sommerfrischlern – zu Fuß oder wie ich auf dem Rad. Alle haben Ferien, kramen in ihren Rucksäcken und blinzeln durch ihre Sonnebrillen in den Süddeutschen Himmel während sie genüsslich in ihr Leberwurstbrot beißen. Und über all dem dreht lautlos ein Zeppelin seine Runden.

Hach.

Bild: thomesy auf flickr

Bye bye, BVI

Wenn man in der Position ist, die Türkistöne des Wassers an der einen Insel für viel schöner zu befinden als an der anderen, dann macht man schon ganz schön dekadent Urlaub.

Wir sind gut eine Woche auf den British Virgin Islands und entspannt zwischen Virgin Gorda, der fetten Jungfrau im Osten, Richtung Jost van Dyke im Westen gesegelt. Dort am Green Cay ist dieses kitschige Foto links entstanden.

Johannes ist dafür extra todesmutig ohne Gurt auf die Mastspitze geklettert, nur um die komplette Internetgemeinschaft außerhalb der Karibik ganz arg neidisch zu machen. Bis auf einmal Geraderücken wurde an dem Bild nichts verändert. Farben, Wolken, kitschig einsames Boot: alles so gesehen. Und dazu stetig 29 Grad. Schrecklich.

Aber bald ist der Spaß vorbei. Das Boot ist klar; heute verlassen wir die Virgins und ziehen gen Nordosten. Nächster Halt: Azoren. Ich meld mich dann in etwa drei Wochen wieder. Dann gibts hoffentlich auch mal mehr Fotos aus der Kitschhölle hier. Alle mit freundlicher Genehmigung von Johannes, der einfach die bessere Kamera hat.

Joa, dann ma schüss, ne von Johannes, Bernd und mir (v.l.n.r.)

Und man wünsche uns statt „Mast- und Schotbruch“ bitte lieber „Immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel“. Das findet unser Skipper positiver.

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Zum ganzen Album auf Flickr

(Bilder: Johannes Lampelt und Pia Röder)

Gammeln auf Isla Margarita

Ich denke, die Bilder sprechen für sich…

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Sylt

Ein Kurztripp. Wanderungen durch die Dünen. Spaziergänge am Strand. Keine Menschenseele. Windstärke 8. Ohne Laptop. Handy ausgeschaltet. Kein Make-up. Wieder richtig kochen. Sonne. Entspannung. Ruhe.

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