Sprache

Ich höre Stimmen…

Wieder in Deutschland und klar muss man sich nach einer gewissen Zeit im Ausland irgendwie wieder auf Gewohntes umstellen: Öffentlicher Nahverkehr fährt pünktlich, alles ist teurer, es gibt rund um die Uhr fast überall Döner, Bier schmeckt. Nur habe ich noch mit einer Sache zu kämpfen, von der ich eigentlich dachte, dass sie mit einer Selbstverständlichkeit zu meistern ist. Ich habe nicht mal in Erwägung gezogen, dass das ein Problem werden könnte: Jeder spricht Deutsch! Und das ist anstrengend wenn…

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impacencia

Ich bin seit gestern nach drei Monaten Rumreisen wieder in Buenos Aires. Ich hab den Tag über Dinge für die lange Rückreise organisiert, rumtelefoniert, die Handwerker hier in der Wohnung mit Erfrischungsgetränken versorgt, mit der Verwandschaft gequatscht und erzählt, was alles so passiert ist. Ich bin seit gestern Abend nur am plappern. Auf Spanisch. Ich kann das jetzt. Sechs Monate im Land und es sprudelt. Und gerade jetzt, jetzt wo ich endlich mit meinem Onkel und den Tanten vernünftige Unterhaltungen…

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Du Arsch mit Ohren

Vergangene Woche haben wir uns in der Redaktion darüber Gedanken gemacht, dass es schon recht viele Worte und Ausdrücke gibt, die aus dem täglichen Sprachgebrauch verschwinden. So etwas wie „Mumpitz“, „Schwulität“ oder „mopsfidel“. Sagt man einfach nicht mehr. Zu diesem Thema wusste ich einiges. Seit ein paar Jahren führe ich nämlich ein kleines, rotes Buch, in das all die wundersamen, spachlichen Kuriositäten wandern, die mir so täglich begegnen. Darin stehen schöne Ausdrücke wie „grober Unfug“, „altersmilde“, „lachse Umgansform“ oder „possierliche…

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Rumgepimmel

Nein, wird garnicht so niveaulos wir der Titel vermuten lässt. Es geht eigentlich eher um die Schönheit und um die Klangfarbe seltsam-interessanter Wörter.  Ich hab mir im vergangenen halben Jahr zur Angewohnheit gemacht, mir Wörter in ein kleines, rotes Buch zu notieren, die ich irgendwie gut finde. Einfach Wörter, über die ich in Artikeln stolpere oder die ich beiläufig im Gespräch höre. Die schreib ich mir auf. Man kann ja nie wissen, für was man sie noch mal gebrauchen kann.…

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bullshitesk

Wird mal Zeit für eine Silkritik an der Journaille.Ich beobachte nämlich seit längerem ein Sprach-Phänomen bei den Kollegen, die mit ihrem Geschreibe noch mehr verdienen als ich, das mir nicht behagt.Begonnen hat es im ersten Semester im November 2005. Mein Professor hat damals 1,5 Stunden vor sich hin referiert während ich völlig sinnentleert aus dem Fenster schaute. Das Thema ist mir mittlerweile entfallen. Irgendwann hat er aber das Wort „kafkaesk“ benutzt. Mehrmals. An dem Wort selbst ist nichts Schlimmes. Macht…

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Reiseblog
9. November 2019
8. Januar 2019
1. Januar 2018

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an.

Kurt Tucholsky