verrücke Welt.

Ich bin wirklich sehr tolerant und aufgeschlossen, aber bei dem, was gerade auf der Welt abgeht, wird mir kotz übel. Und das Schlimmste sind die Medien, die mit einer sich selbst beweihräuchernden Süffisanz Tag aus Tag ein auf dieses Schmierentheater aufmerksam machen!!

Angefangen hier in Deutschland, genauer in Bayern. Da nehmen endlich mal mündige Bürger ihr demokratisches Recht wahr und wählen, wo nach ihnen ist, und schon schreit jeder „Debakel“ und „Untergang der CSU“. Und die großer Keilerei geht los. Jetzt wird um die Nachfolgerschaft im erzkatholischen Freistaat gebuhlt und am Ende wirds einer Ministerpräsident, der seine Frau beschissen hat. Ist ansonsten ja nicht gerne in Bayern gesehen. Hauptsache der Seehofer hat bei den Gedenkfeiern zu Strauß‘ 20. Todestag am frommsten in der Kirche gebetet. Dann interessiert das plötzlich keinen Bayer mehr.

Und in Frankreich vögelt sich ein kleiner Mann mit offensichtlich schmalem Selbstwertgefühl durch die attraktive A-Liga des Landes und eine von denen ist auch noch so raffiniert und lässt sich heiraten. Andere sind immerhin noch so ehrlich und stellen sich nachts an die Straße. Und heute jubeln alle, dass Carla Bruni bei Gottschalk singt! Wen zum Teufel interessiert denn, wann, wo und warum die Meträsse eines Mannes auftritt, der nur deshalb Präsident gewordem ist, weil er einfach den Daumen auf allem in Frankreich hat?

Und was mir am aller meisten auf die Nerven geht, ist dieser alberne Wahlkampf in den USA, der sich, seit Palin Vizepräsidentschaftskandidatin ist, nur noch selbst karrikiert. Heute freuen sich alle, dass diese peinliche und verblendete Person bei der Debatte kein Eigentor geschossen hat (aber gezwinkert hat die. GEZWINKERT!! Hallo? Das ist keine Dating-Show, sondern verdammt nochmal was Ernstes!). Vorher lacht die Welt darüber, weil sie tatsächlich glaubt, dass Gott wollte, dass sich im Irak junge Kerle in meinem Alter in den Rücken schießen lassen.
Dass ein Mädel mit 17 Jahren Sex hat, ist nicht mehr als richtig. Laut Mrs. Palin sollte aber keines der Mädchen in der Schule erfahren, wie man vom vögeln NICHT schwanger wird. Und die eigene minderjährige Tochter wirft in ein paar Wochen, weil zu Hause scheinbar auch nicht darüber geredet wurde. Gehört sich ja nicht. Ist ja unrein. Mit verlaub, aber bei sowas muss ich mich leider einige Male übergeben!
Ich will nichts beschreien, aber ich habe Angst vor dem 4. November. Angst davor, dass eine reaktionäre Frau, die noch dazu wenig Ahnung von dem Job hat, die zweite Macht in den USA wird.

Die ganze Welt ist verrückt geworden! Alle komplett durchgedreht! Ob das diese Marionette Medwedjew ist, die nur nach der Nase dises herrschsüchtigen KGB-Überbleibsels tanzt, oder ob das ein Drittel der Österreichischen Wähler sind, denen scheinbar scheiß egal ist, was aus ihrem Land (und Europa) wird.

Mir wird schlecht. Richtig schlecht. Die Welt sollte nochmal von vorne Anfangen. Ohne die ganzen Verrückten. Liegt aber wahrscheinlich in der Natur des Menschen. Es würde nur wieder mindestens genau so schlimm werden. Egal wie man anfängt.

Kleiner Mann ganz groß

Da wacht man um 05:18 Uhr auf, weil die Katze neuerdings das zweifelhafte Hobby flegt, mir täglich zu dieser Nachtzeit ins Gesicht zu hauen. (Ich mag Katzen nicht) Was tut man dann? Erst mal das Vieh zur Strafe in den Regen setzen und sich dann für die eigene Niedertracht schämen. Also Nasse Katze wieder reinholen und dann eine Stunde ins Dunkle schauen. Darüber nachzudenken wie man jetzt am schnellsten wieder einschlafen kann, ist ziemlich fad. Dann doch aufstehen und Mails checken. In drei Stunden muss man ja eh raus. Lohnt also alles nicht mehr.Und huch was seh ich da! Eine Nachricht aus dem nicht allzu fernen Ausland mit einem Link zu einem ZEIT-Artikel, der laut Absender auch von mir hätte stammen können. Ich lese mich selten selbst. Naja schon, aber nicht objektiv genug, um Aussagen über meinen Stil treffen zu können. Aaaaaaber jaaa, ich seh da Parallelen. Zumindest inhaltlich.Tenor: Warum Nicolas Sarkozy trotz offensichtlichem Little-Man-Syndrom und aufgesetzten Machoallüren trotzdem irgendwie sexy ist und gerade deshalb reihenweise Traumfrauen abschleppt. Antwort: Es wird einfach nicht langweilig mit solch einer Witzfigur und es ist ziemlch sympathisch, wenn ein Mann sich einfach nicht um Konventionen kümmert und gelegentlich deutlich macht wie unendlich egal es ihm doch ist, was man von ihm hält. Die Autorin Ursula März drückt es so aus: „Leute, so bin ich nun mal. Nicht sehr groß gewachsen, nicht sehr schön, nicht besonders intelligent und noch lange nicht im Endstadium der Persönlichkeitsentwicklung. Aber einzigartig und erfolgreich. Also bitte, wo ist das Problem und wo die nächste Party?“Und was soll ich sagen: Ooooh ja! Gibt doch nichts Anziehenderes als ein Kerl, der zumindest so tut als seien ihm sein Ansehen und der Rest der Welt ziemlich wurscht. Ein Mann, der eine ziemlich offensichtliche Scheiß-Egal-Haltung pflegt (ob aufgesetzt oder ernsthaft ist hier egal) und jeden Tag aufs Neue beweist, dass er weiß gott Besseres zutun hat, als sich mit Kleinigkeiten wie Nettigkeiten und Anstand aufzuhalten. Lieber Scheiße als Langweilig. Frau März weiß das auch: „Diese Botschaft wirkt bei Frauen. Schlichtweg, weil sie die Behauptung enthält, dass es neben dem männlichen Idealsein noch was Aufregenderes und Lebendigeres gibt.“Tja, Sarkozy weiß wie der Hase läuft. Er hat nur ein Manko: Denn mehr als ein kleiner Mann, dem es egal ist was die Welt von ihm hält, „sext“ dennoch ein großer Mann, der sich einen Scheiß kümmert.Und damit einen schönen Gruß nach Österreich. 🙂

Sarko ist Linksträger

Ist irgendjemandem schon mal aufgefallen wie unglaublich albern joggende Menschen sind? In ihren zu engen Leggins und den Schuhen, die am Ende aussehn wie überdimensionale Klötze. Dazu das rote Gesicht und die nassen, angebabbten* Haare.Und Männer sehen beim Laufen noch um einiges peinlicher aus als Frauen. Jane Fonda sei dank, hat man sich ja im Lufe der letzten beiden Jahrzehnte an Frauen in zu engen Hosen gewöhnt. Aber warum tragen das denn auch Männer? Egal ob man an der Alster spazieren geht, oder mittem im südhessischen Wald. Überall rennen Männer in unvorteilhaftem Beinkleid und bewegen sich nicht flink wie Tänzer, sondern ziemlich trottelig. Männer sollten nie lange Unterhosen als einzige Beinbedeckung tragen. NIE! Weil man zu Erkenntnissen kommt, oder auf die man in den meisten Fällen gerne verzichtet hätte.Und das Problem der – sagen wir mal – „einengenden“ Männerhose äußert sich ja nicht nur beim Sport. Auch im Alltag präsentieren sich manche Zeitgenossen untenrum etwas zu offensichtlich. Der Prahlhans aus Frankreich zum Beispiel zeigt auch ganz gerne wo der Hammer hängt – nämlich links.So trug es sich zu, dass ich eines frühen Morgens im Dezember bei meinem letzten Arbeitgeber in der Redaktion saß, mich fröhlich durch den Bilder-Ticker klickte und ein Foto von Sarko und Bruni (Nicht das) fand. (Eigentlich müsste man bei denen auch so ein albernes Pseudonym entwickeln wie bei Brangelina: Sarkuni oder Brunirko. Oder Carnikolas…hehe)Ähm ja, genau. Also ich schau mir das Bild so näher an und muss leider feststellen, dass auch der französische Präsident zu enge Hosen trägt. Und der soll Vorbild einer stolzen, stilsicheren Nation sein? Wohl kaum. Taugt nix. Bin für Neuwahlen. Der macht eh nur Unfug.* gibt’s das Wort eigentlich außerhalb von Hessen? Würde mich mal interessieren.