Dinge, die ich hasse

Ich hasse es, wenn mich Leute im ICQ oder Skype oder sonstwo ansprechen, die ich glaube zu kennen. Und irgendwann stellt sich raus, dass ich die vergangenen zehn Minuten mit einem völlig anderen Menschen gesprochen habe, als ich dachte, dass ich hätte (öhm.. macht der Satz Sinn?!). Warum ändern Leute ihre Nicknames???!

Außerdem hasse ich Autowerkstätten. Zumindest meine. Die verdient sich an meinem Auto eine goldene Nase während ich jeden Morgen mit schweißnassen Händen am Lenkrad sitze (bei -15° kein Spaß) und hoffe, dass mir der Motor heute nicht um die Ohren fliegt. Also ich mein, ich steh auf Risiko. Ich fahr auch schon mal 40 km, wenn die Tanknadel im roten Bereich ist. Aber das ist mir auf Dauer zu heikel.

Ich hasse bestimmt noch mehr Sachen. Mehr fällt mir aber gerade nicht ein, weil Schlafenszeit und Kopf leer und so.

Hass auf das System!

Ich hasse die Organisationsstrukturen, die sich um mein Leben herumspinnen und von denen ich täglich abhängig bin.

Ich hasse als erstes alle öffentlichen Verkehrsmittel, weil sie entweder zu spät kommen, total überfüllt sind, oder nur Idioten mitfahren, die mir auf die Füße treten. Oder alles gleichzeitig, wie heute Abend der Fall.

Dann hasse ich meine das Rückmeldungssystem meiner Hochschule. Man wird nämlich netterweise exmatrikuliert, wenn man den Beitrag fristgerecht überwiesen hat, das aber zu spät dort ankommt. Erst auf Anfrage, wo denn der Studentenausweis bleibt, wird man darauf hingewiesen, dass man bitte die Säumnisgebühr überweisen möge. Mit großer Anstrengung fange ich nicht an ins Telefon zu kotzen, sondern überweise das Geld und bekomme als Dank eine Woche später meine schriftlich festgehaltene Exmatrikulation per Post. Kurz vor der Diplomarbeit rausgeschmissen! ARGH!
Um es mit den Worten eines Freundes zu sagen: „Die Hochschule lehrt (…) wie ein inzestuöser Haufen Bürokraten die Illusion ihrer eigenen Macht in den staubigen Überresten infantilen Versagens feiert. Die Hochschule leert – und lehrt, wie man sich selbst in die Obskurität befördert.“

Und dann hasse ich die Post. Ich hasse die Post, weil sie den Beweis liefert, dass man keiner öffentlichen Instutution mehr trauen darf. (Nicht genug, dass sie mir unangenehme Sachen schicken) Man darf nicht in Naivität verfallen und fälschlicherweise annehmen, dass Dinge, auf die man eine Briefmarke klebt und verschickt, auch genau so ankommen! Postbeamte sind nämlich widerliche Mistkerle, die allen Ernstes USB-Sticks aus verschlossenen Umschlägen klauen! Gut zugegeben, ich hätte den Stick in einem gepolsterten Umschlag stecken müssen und nicht in einen herkömmlichen. ABER WER KANN DENN AHNEN, DASS IRGENDEIN ARSCHLOCH DEN UMSCHLAG ABTASTET UND GEGEN DAS EINZIGE GEBOT VERSTÖSST, AN DAS ER SICH HALTEN MUSS???? Aufgerissen und rausgeklaut! Auf Nachfrage bei der Post, was man denn da machen kann, sagte man mir nur: „Nix. Hätten se mit neun Euro versichern müssen, dann wär sowas nicht passiert.“ Ein USB-Stick kostet im Handel 8,99 Euro. Soviel dazu.

So, und dann wundern sich die Leute, warum ich oft so böse schau.