faul, spiessig und eszett

StudiVZ-Gruppe: 
„Je schwerer die Prüfung, desto aufgeräumter die Wohnung“

Richtiges Leben:
Je weniger man Lust hat auch nur im Entferntesten irgendetwas fürs Studium zu tun… wenn Schreiben und Recherchieren das Allerletzte ist, an das man denken will… je agressiver man wird, wenn man auch nur dieses verdammte Wirtschafts-Buch auf dem Tisch liegen sieht, desto sorgfältiger wird der Gartentisch mit dem Exzenterschleifer bearbeitet, desto liebevoller wird er zusammengeschraubt und desto mehr Zaunpfosten werden mit Zinkschutz gestrichen. Der Rasen ist gemäht, die Hecken sind dank mini-chainsaw-massacre zehn Zentimeter kürzer und vom Kellerboden kann man völlig bedenkenlos essen.

Ach, wer braucht schon einen festen Job und Familie, wenn man auch so schon ziemlich spießig leben kann.

Und sonst so…
Das eszett ist angeblich tot. Sagen zum Beispiel DIE. Ich glaub da generell nicht dran. Allerdings trifft es auf meine Type für die Überschriften zu. Das nervt mich ein wenig. Kennt jemand eine ähnlich unleserliche Schrift, bei deren Entwicklung sich jemand die Mühe gemacht hat, ein „ß“  für arme Blogger aus dem deutschen Sprachraum, die ohne „ß“ sich nur eingeschränkt artikulieren können, mitzuentwerfen…?!

Beängstigend finde ich in dem Zusammenhang, dass Google als zweiten Treffer „Schutzstaffel (SS)“ ausspuckt, wenn man „ß“ eingibt. So wird das nichts mit der Vergangenheitsbewältigung und es ist  (für mich) ein Beweis, dass Google das Böse ist.

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