Erkenntnisse einer Montagnacht

Als eher ungewöhnlich mag man den Wochentag für eine Veranstaltung erachten, die 6,50 Euro Eintritt kostet, in stickigen Räumlichkeiten stattfindet und laute Musik und die dazu zuckenden Leiber schwitzender Studenten als Hauptattraktion zu bieten hat. Trotzdem legten in dieser Montag Nacht in der Centralstation die Milchclubboys auf. House und (Gott dei Dank) zwischen drin mal etwas Rockiges. Hört sich schlimmer an als es ist. War spaßig. Konnte endlich mal mit meinen liebsten Kommilitonen die Semesterferien gebührend ausklingen lassen und mir Entspannung vom Anstrengendem „im Bett rumliegen“ gönnen.
Ich nahm auch einige wertvolle Erkenntnisse mit, die mir im Laufe meines Lebens noch des öfteren dienlich sein werden:

1. Verliebt sein macht definitiv schöner. Sehr gut am Beispiel der Freundin meiner Kommilitonin Claudia zu erkennen. Viel Glück, Anne! Siehst beneidenswert toll aus 🙂

2. Man kann auch getrost mit Sneakers auf eine Party. Man wird nicht weniger und nicht mehr angebaggert als in High Heels.

3. Männer, die wie Wolverine aus X-Men aussehen (nur noch haariger), sollten definitiv keine rosa Rüschenhemden anziehn.

4. Meine Liebe zu Brusthaar hat Grenzen. Und zwar ganz klar, wenn das Brusthaar mehr als 2 cm lang ist, schwitzig, aus einem bis zum Bauchnabel aufgenöpften weißen Hemd herausquillt und einem Mann gehört, dessen langes und dennoch schütternes Haar schon länger kein Shampoo gesehen hat.

5. Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben. Nachdem ich am Samstag an mein perönliches Limit gestoßen bin was den Alkoholkonsum angeht, beschränkte ich mich auf Wasser und hatte echt Spaß. Echt jetzt!

6. Es ist eine sehr lässige Aktion auf Partys sich still und heimlich zu verdrücken, um zu vögeln. Wenn der Leser jetzt denkt: „Na sie wird doch nicht…!“ Nein, natürlich nicht. Mit wem denn auch. Aber ich wurde quasi Zeuge eines solchen Spektakels: Sehr attraktiver Mann trifft ganz hübsche (aber nicht der Reißer, meines Erachtens) Dame. Womöglich seine Freundin. Beide fressen sich erst halb auf, dann nicken sie sich zu und verschwinden. Durch Zufall seh ich sie 40 Minuten (Man(n) nehme sich ein Beispiel) später die Treppe runterkommen. Er total verschwitzt und sie mit knallrotem Kopf und keiner erwähnenswerten Frisur.
Das kommt ganz oben auf meine Liste: „Dinge, die ich noch tun will bevor ich 30 werde“

Toll ist, dass einem solch ein Blog-Eintrag Wort für Wort auf der halbstündigen Fahrt nach Hause einfällt. Nicht toll ist, dass man während dem Überlegen einen Frosch überfährt.
Es tut mir leid.

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