Donnerstage im 603

So quälte ich mich in die Lehranstalt und es sprach zu mir:
„Da gäits net fort, da saifts nix und frisst koa Vieh, des Rindvieh!“

Wieder einmal kranker Scheiß, der zu sinnlosen Besäufnissen führt. Sinnlos aber nicht ganz. Ist ja Donnerstag gewesen und da trug sich die Architektenparty im 603qm zu. Eine Pro und Contra Liste zu Parties an Donnerstagen in diesem Etablissement:

pro:
– Architektenparty = Männer
– 603 qm sind genug, um bei jedem Gang zur Bar neue Leute kennenzulernen. Mag auch daran liegen, dass man in der Zwischenzeit dank dem hohen Bierkonsum wieder vergessen hatte, dass man den großen, dunkelhaarigen schon kennt. Naja macht ja nix. Doppelt hält besser.
– Auf der Terasse merkt keiner, dass man furzt, weil frische Luft da is. (Ich habs nicht ausprobiert)
– Party = Männer
– Man findet „Artgenossen“ für kranke Kommilitonen, die endlich ihre verdrängten und fast verlernten bayrischen Urlaute austauschen können.
– Man findet raus, dass manch einer noch viel besser aussieht, als auf dem ohnehin attraktiven SV-Bild. Bei manch anderem hingegen ist es andersrum.

contra:
– Architektenparty = genügend andere attraktive Frauen, die auch nur da sind, weil Architekten verdammt sexy sind.
– 603qm sind viel und man findet keine Leute, die man finden will und trifft sich deshalb, billig und ordinär wie man ist, vorm dreckigen Klo (um sich zu unterhalten)
Freunde machen einem das nette, große, dunkelhaarige Spielzeug mittels zu viel Bier kaputt.
– es grüßt einen grundsätzlich der blasse, kleine Informatikstudent, den man aus purem Eigennutz das letzte mal angesprochen hat, um in der Schlange weiter vorne zu stehen.
– Türsteher verstehen keinen Spaß. Er hat jedenfalls nicht gelacht, als man ihm sagte, dass so eine Bomberjacke und Springerstifel aber nicht das richtige Outfit für einen Türken sei.*

Sche woars!

Darf auch eine Premiere bekannt geben:
Zum ersten Mal war die Gosch zu feige nach einer Telefonnummer zu fragen. Zu groß der Klassenunterschied (sowohl kontostandstechnisch als auch optisch), zu klein mit Hut die Gosch vor lauter güldenem Schein, der den Herren in eine Wolke aus purer Bewunderung hüllte.**
Sollte, das hier die betreffende Person lesen (was nicht der Fall sein wird), möge er doch bitte seine Nummer hier hinterlassen. Oder mir anderweitig zukommen lassen.

* weise jegliche Diffamierung ethnischer Minderheiten in Deutschland zurück.
** Kitschig, oder? Der war aber auch ein Geschoss.

One thought on “Donnerstage im 603

  1. DieGosch (anonym)

    Das mit der Nummer hat sich erledigt…Die Gosch ist halt doch nicht so feige. Muaahhaaa 😉 *strike*

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