Der Feind in meinem Bett

Unbequem ist, wenn man nichts ahnend zur später Stunde im Bett liegt, sich schlechte „Wir wandern aus und zwar möglichst dahin, wo wir eh jedes Jahr in Urlaub fahren und nehmen unsre Schalke 04-Flagge mit“-Dokumentationen anschaut und dann im Augenwinkel etwas Schwarzes umherflitzen sieht. So geschehen heute zur Geistertsunde. Mein Blick fiel panisch auf die Wand zu meiner Rechten und da sah ich es: Tegenaria atrica – die gemeine Hausspinne. Ich sprech jetzt nicht von gemein im Sinne von „allgemein“ sondern meine „abscheulich“, „hinterfotzig“ und schlichtweg sau arg gemein!

Ich bin natürlich nicht ruhig geblieben, sondern hab meine Decke gegen die Wand geschmissen und mit der anderen Hand versehendlich auf mein ibook gehaun. Sorry dafür. Bin angeekelt und hekrisch aus dem Bett gesprungen, habe mir dabei meinen Fußzeh angehaun und keiner war da mich armes Ding zu retten.
Aber selbst ist die Frau und man is ja auch keine 12 mehr und kreischt wie ein Meeedchen, holt stattdessen geistesgegenwärtig den Staubsauger und geht alleine auf die Pirsch. Siegessicher schraubte ich den Schlauchaufsatz auf das Gerät, um auch in die hintersten Winkel zu kommen und zog das Bett aus der Ecke. War auf alles vorbereitet: Auf einen Flugangriff des Ungetüms sowie auf ein unbemerktes Anpirschen und auf das sich Niederlassen auf meiner Schulter. (–> hinterfotzig)
Doch natürlich fand ich nichts. Hat sich versteckt irgendwo in den Dunklen Gemäuern meines Schlafgemachs. Enttäuscht und verängstigt trat ich den Rückzug an und entschied mich dafür mit dem 8-beinigen Monster das Zimmer zu teilen, wo auch immer es sich verstecken mag.

Kaum war das Licht ausgeschaltet fängt es überall an zu kribbeln. Dieses irrationale Gefühl, dass man gleich von 5 Spinnen gleichzeitig attakiert wird. Jede Strähne die auf die Schulter fällt, könnte ein haariges Spinnenbein sein. Wenn man genau hinlauscht, meint man auch den Spinnerich mit seiner Angetrauten lautstark über die Kindererziehung der 375 Bälger, die sich auch noch verstecken, streiten zu hören.
Die Nacht verbrachte ich dementsprechend unruhig und bevor ich heute Morgen die Füße auf dem Boden stellte vergewissterte ich mich, dass ich nicht auf eine Spinne trete – kann mir nichts widerlicheres vorstellen.

Sie ist immernoch hier und wird mich wieder irgendwann überraschen, aber ich werde vorbereitet sein und sie einfach erschlagen. Und ich will jetzt keine Kommentare lesen, die Worte wie „Tierquäler“, „gemein“ oder „arme Spinne“ enthalten

5 thoughts on “Der Feind in meinem Bett

  1. atomia (anonym)

    Ach ja, das ist genau das richtige Thema für mich. Ich leide mit dir, arme Pia *schulterstreichel (höher komm ich ja nicht bei meiner Größe *g). Das war echt mutig von dir, die ganze Nacht mit dem Monster in einem Zimmer zu bleiben. Ich wäre wohl keine Sekunde länger dort geblieben und hätte mir schleunigst ein anderes Schlafgemach gesucht (hatte ich übrigens auch schon des Öfteren drauf). Da kann einer sagen, was er will, aber in so einem Moment ist doch ein starker Mann das Richtige 😉 … und natürlich nicht nur dann… *verlegenschmunzel

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  2. Christian (anonym)

    Du bist echt eine gemeine Tierquälerin. Die arme Spinne. 😉

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  3. Die Gosch (anonym)

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    war ja sooo klar! *g*

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  4. Pxltim
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  5. Die Gosch (anonym)

    REPLY:
    oh mein gott. ich kann garnet hingucken. sowas widerliches. aaahhhh scheiß spinne. du weißt ganz genau, dass ich mir meine bilder von spinnen anschaun kann ohne panisch zu werden! aber die tussi is gut gewählt…so seh ich ja auch aus. nur mit schwarzen haaren 😉

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