Darmstadt at it’s best

Weihnachtseinkäufe sind vorallem eines: nervtötend und gehirnpürrierend.
Aber auch nur, wenn man sich stresst und zum 100. Mal in die gleiche Stadt fährt, um verzweifelt nach einem einfallslosen geschenk für Menschen sucht, die man sowieso (obwohl verwandt) viel zu wenig kennt.

Anders verläuft das wenn man seit Monaten mal wieder nach Darmstadt fährt und alle Eindrücke, die einem für fast ein halbes Jahr verwehrt blieben, einsaugen darf. Zunächst die kitschige Esotherik-Bücherei, die nach allen künstliche Aromen der Chemieindustrie riecht (aber natürlich alles ganz Chakra…). Regaleweise Bücher zu allen Gaus der täglichen Lebens wir beispielsweise „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung – Beziehungen selbstsicher beenden“ oder „Die Blutgruppen-Diät – endlich eins mit dem Körper“. Ganz erhellend ist auch die Abteilung Katzen mit Bestsellern wie „Mit Katzen tanzen“ oder „Katzen sind die Seele des Menschen.“ (Hab ich erwähnt, dass ich Hundemensch bin?) Die gesammelten Werke von Jiddu Krishnamurti zwischen Sallzkristalllampen und Geschlechter-Tees darf man an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen. Nach 20 Minuten hat man sich aber dann doch genug lustig gemacht und verlässt beschwingt das Geschäft.

Viel besser hingegen ist Buttlers in der Elisabethenstraße. Wie Ikea nur ohne Möbel, sondern ausschließlich mit Dekokrams. Super. Himmel auf Erden. Überall Haushaltsutensilien wie Mehlaufbewahrungs-Dosen, auf denen in geschwungener Schrift „Mehl“ steht. Oder Pfeffer- und Salzstreuer aus Edelstahl, die ineinandergeschoben Eins werden. Oder noch besser: Das weltschönste Sushi-Set außerhalb von Japan. An sich schwarz, aber südsee-türkis emailiert. Ein komplettes Set! Mit Sake-Flasche, kleinen Bechern, einem Schälchen für das Wassabi. Bin leicht erregt. Also wenn das jemand liest und mich mag: Wuuaahhuuaaaa go for it!

Ansonsten wundere ich mich über Hamburg. oder über meine Wahrnehmung der Hansestadt. Ich hab dort nirgends auch nur ein verpickeltes Teenager-Pärchen gesehen, das mit zu lauter und zu schlechter Musik, die aus Handyspeakers dröhnt, händchenhaltend durch die Stadt läuft. Ganz im Gegensatz zu Darmstadt. Es wimmelt dort geradzu von denen. Furchtbar.

Von pöbelnden, ungepflegten alten Männern möchte ich erst garnicht anfangen. Die hab ich in Hamburg auch nicht als so präsent wahrgenommen. Muss wieder hoch… schnell! Verdammt.

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