Auf dem (besten) Weg zur Erleuchtung

Wenn man sich mal durch die Klatsch- und Hausfrauenpresse gräbt, liest man mindestens einmal in der Woche von den Iris Berbens und all den Hanelore Elstners dieser Erde, dass sie nie (aber wirklich nieeee) mehr 20 sein wollen. Zu unsicher sei man da, zu wenig Erfahrung habe man und ausgeglichen sei man schon gleich grnicht.

Ich habe nicht die Reife der betagten („aber wir fühlen uns sexier als damals“) Damen erreicht, aber kann mit Bestimmhtheit sagen, dass ich sicher auch nicht nochmal 20 sein will. Hanelörchen will aber auch ganz sicher keine 22 mehr sein. Ist aus der Entfernung von 40 Jahren im Prinzip ja eh das gleiche Alter.

Nun jetzt bin ich 22 und denke mir, ob an den Interviews der Gala, Bunte und wie sich nicht alle heißen doch etwas dran sein könnte. Haben die großen, alten Damen des deutschen Nachkriegs-Showbiz etwa recht und man kann mit Anfang 20 sein gesamtes Potential noch garnicht so recht ermessen? Wird man erst mit Überschreiten der Menopause attraktiv, klug und unwiderstehlich?
Wahrscheinlich eher nicht, aber man fühlt sich wohl dann anscheinend zumindest so.

Eins ist sicher: Das letzte Lebensjahr war das mit Abstand Ereignisreichste bisher. Das jetzt anbrechende Jahr wird noch einmal interessanter und wenn es so weitergeht werde ich auch mit irgendwas um die 60 vor einer 26-jährigen Journalistin der „Bild der Frau“ sitzen und antworten: „22 möchte ich nicht nochmal sein. Da ist man noch viel zu unsicher und regt sich über alles auf!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.