„Burn after reading“ ist so, so…

Man kann den neuen Film von den Coen-Brüdern auf zweilerlei Weisen beschreiben:

Zunächst stelle man sich mal vor es sei Heiligabend. Die versammelte Mannschaft sitzt unter dem Baum und man freut sich… irgendwie. Ist ja schließlich Weihnachten. Das Essen ist ok. Der Onkel, den man nur einmal im Jahr sieht, wird mit jedem Wein alberner und redet irgendwann nur noch dummes Zeug. Aber die Laune hält trotzdem, ein paar Lacher kommen auch echt von Herzen. Und gibt ja noch Geschenke. Dann ist es acht, man greift sich sein Päckchen und drin sind: Socken.

Oder man stelle sich vor man hat den super Typen endlich rumgekriegt, ist mit ihm in der Kiste und denkt im Verlauf des Prozesses „Joa hm. Also… ähm…“ kratzt sich am Kopf und „Puuuh ja… naja…“ Ist schon fein… irgendwie. Ein paar gute Moves hat der schon drauf. Dann hört er völlig unvermittelt auf, zieht seine Hose an und geht wortlos nach Hause.

In beiden Fällen bleibt man mit so einem „Ähm hallo? Gehts noch?!“-Gefühl zurück. Und das, obwohl es eigentlich eh nicht so toll war.