Regen

Im November 2007 war so ein Wetter wie heute: 25 Grad, vielleicht ein bisschen wärmer und es hat in Ströhmen geregnet. So sehr, dass man irgendwann nicht mehr unterscheiden konnte, wo der Bürgersteig aufhört und der Asphalt anfängt. Und die Bürgersteige in Buenos Aires sind verdammt hoch.

Das Wasser ströhmte als ein einziger brauner Sturzbach durch die Straßen. Die Reifen der gelb-schwarzen Taxis waren kaum mehr zu sehen. Irgendwann waren unsere Schuhe durchgeweicht und uns blieb nur, barfuß durch die Stadt zu laufen. Irgendwann haben wir auch das aufgeben und uns zu den anderen Leuten in einen Hauseingang zu einem Kiosk gestellt.

Alle redeten. Über das Wetter, das hier am Rio de la Plata um diese Jahreszeit immer so ist. Über das, was sie jetzt eigentlich erledigen müssten und darüber, dass es doch egal ist. Ich habe nicht viel von den Gesprächen verstanden. Mein Großvater hat für mich Bruchstücke übersetzt. Was ich aber auch ohne Hilfe verstand, war, dass keiner wirklich gestresst war. Es regnet. Ist halt so.

Ich war in den vergangenen 24 jahren vielleicht fünf oder sechs mal in dieser Stadt, immer nur für kurze Zeit. An diesen Tag erinnere ich mich besonders gerne zurück. Jedes mal, wenn es im Sommer in Deutschland regnet, wenn der Himmel grau ist und die Luft stickig, bekomme ich unglaubliches Fernweh. Ich habe dann richtige körperliche Schmerzen, einen flauen Magen und einen Kloß im Hals. Mir kommen sogar die Tränen.

Fernweh fühlt sich anders an. Das ist Heimweh. Noch 75 Tage.

katholisch und nass

Bayern ist ja schon irgendwie toll. Die Menschen hier sind so katholisch, dass sie in regelmäßigen Abständen eine Pause vom Beichten und Rosenkranz beten brauchen und Feiertage einrichten, die es sonst nirgends gibt – nicht mal in Baden-Württemberg.

Und mir braucht keiner erzählen, dass die Bayern an Mariää Himmelfahrt (So heißt der Tag heute. Kann mich zwar nicht erinnern, wann eine Maria mit zwei ä in den Himmel gefahren ist, aber geht mich auch nix an.) in die Kirche gehen. Gerade dann nicht, wenn es so regnet wie heute. Die sitzen alle zu Hause, schauen Olympia oder spielen Malefiz und Mensch ärgere dich nicht.

So wie ich. Nur dass mich Olympia erst interessiert, wenn die Leichtathleten antreten. Und im Übrigen braucht man für Brettspiele mindestens zwei Menschen. Sonst ist das eine eher fade Angelegenheit. Und da sich in der Wohnung übers Wochenende außer mir nur fünf Lebensmittelmotten befinden, fällt das glaube ich auch flach. Die sind eh irgendwie ungesprächig.

Hach ja, verregnte Wochenenden sind super. Endlich kann man mit gutem Gewissen einfach nichts tun. Der Stress, dass man UNBEDINGT vor die Tür muss, weil man DEM Mann fürs Leben begegnen könnte, fällt auch weg. Der sitzt bei so einem Wetter im besten Fall auch in seiner Wohnung und beobachtet Ungeziefer.

gute Laune

Ich wollte nur kurz anmerken, dass mir verdammt nochmal die Sonne aus dem Hintern scheint!!

Und das, obwohl es hier seit Tagen regnet! (Und ich am Freitagabend bei Platzregen und Gewitter gezwungenermaßen einen Wet-T-Shirt-Spießrutenlauf vom Isartor bis zum Stachus veranstaltet habe. Gott war ich nass und attraktiv… grrr)

Und womit scheint mir die Sonne aus dem Arsch? Naaa? NAAAAA???

… Exakt: Mit Recht! *muaahhaa*

Und wieder was mit null Mehrwert für den Leser gebloggt. Wundervoll.

Ja genau, Regen

Kaum donnert es nach zehn Tagen Hitze und ununterbrochen Sonne, schon stehen alle Nachbarn auf ihren Balkonen, recken das Gesicht gen Himmel und beobachten das unheimliche Treiben.

Ja, das sind Wolken. Ja, die machen Krach. Und ja, das komische Licht über dem Hügel da ist ein Blitz. 

Alles halb so wild. Es regnet, weil heute alle Menschen, denen ich in den stickigen Redaktionsräumen der FH begegnet bin, zerflossen sind. (Das ist natürlich nicht der Grund. Der hat irgendwas mit Luftmassen zutun, aber das ist bestimmt auch ein Faktor.) Es war nämlich schwül. Und wenn es schwül ist, darf es auch mal regnen und gewittern. 

Bin generell ein großer Fan davon. Nichts riecht besser als nassgeregneter Boden im Sommer. Schade, dass man hier keine Düfte bloggen kann. Das wär mal was für Web 3.0.

Regenbogen

Und gleich zwei! Und grün und warm (ein bisschen) und Blüten und Frühling und überhaupt.

(Anzahl der Einträge/d steigt proportional zur Langeweile/sek)

Frisch und duftig

Es regnet! Nach endlosen Wochen in denen es insegsamt knappe 20 Minuten geregnet hat, kommt jetzt schon seit gut 2 Stunden stetiger Guss vom Himmel. Ich finds toll. Endlich riecht nicht mehr alles so staubig daußen und die Gartenmöbel werde mal sauber. Besonders toll ist es im Bett zu liegen und den Tropfen zu lauschen (so wie ich gerade). Blöd ist, dass der Fernseher bei so einer Witterung nicht funktioniert, aber ist auch nicht schlimm. Hätte sonst eh nur wieder schlechte Talkshows und „2 bei Kallwass“ geschaut. Darf man ja keinem erzählen. Aus mir wird bestimmt mal ne typische Hausfrau. Naja, ohne Ehemann, ohne Kinder und ohne Lust beim Fernsehen zu bügeln, aber der Grundgedanke stimmt.

Ich glaub ich stell mich jetzt nackt auf den Balkon. Bei dem Wetter ein unverzichtbarer Genuss.