Mehr als nur am Arsch der Welt

Das folgende Beispiel veranschaulicht, dass ich nicht nur am Arsch, sondern am hinterletzten Arsch der Welt wohne.

Für das Semesterprojekt darf ich ein teures, neues Handy testen, mit dem man mobil fernsehen kann. Das funktioniert über den Übertragungsstandard DVB-T, der fast flächendeckend in Deutschland verfügbar ist. Flächendeckend heißt in meinem Fall, etwa ab 20 Kilometer Entfernung zu meinem Wohnort (roter Punkt).

Was bedeutet das für meine Arbeit? Zu Hause testen is nich, sondern ich muss (mal wieder, wie immer) literweise Benzin verfahren bis ich in der Zivilisation bin, damit der Test auch nur ansatzweise einen tieferen Sinn erfüllt.

Hab ich schon erwähnt, wie dringend ich hier weg will? Nur noch 16 Tage. 

Quelle: Überallfernsehen.de, roter Punkt von mir photogeshoppt

Am Arsch der Welt gibts keine Zeitung

Man wohnt dann in der allertiefsten Provinz, wenn man rein informationstechnisch komplett aufgeschmissen ist (hätte man keinen Internetanschluss).
 
Da fährt man an einem Montagmorgen (ergo: ein Werktag) um acht an eine sechs Kilometer (!) entfernte Tankstelle, um sich die SZ und die FTD zu kaufen, schaut etwas ernüchtert auf die Zeitungsauslage und führt dann folgenden Dialog:
Haben sie auch die SZ da?
– Was?
Die Süddeutsche Zeitung?
– Äh was?
(Augenbraue beginnt zu zucken)
Eine Zeitung. Etwa so groß. Mit Buchstaben und einem Bild auf dem Titel. Und da steht Süddeutsche Zeitung drauf.
– Mh. Also wenn da nix liegt…
Haben sie dann die FTD vielleicht?
– Was?
(Faust ballt sich)
Auch eine Zeitung. Die is auf rosa Papier gedruckt. 
– Rosa? Ne. Sowas haben wir sicher nicht.
Ich will hier weg! Schnell! Ab Ende Juni leb ich endlich wieder in der Zivilisation! Das sind noch 67 Tage…