abgehängt (1)

Es gibt unglaublich viele arschige Sachen, die man machen kann. Dinge, zu denen andere nur den Kopf schütteln und sagen: „Mh. Sowas macht man einfach nicht!“ 

Zu den harmloseren dieser Kategorie gehört, an einem Montag-Nachmittag Joggen zu gehen. Es hat 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist auf Sumatra-Niveau. Man kommt selbst kaum noch vom Fleck und dann sieht man vor sich, ungefähr 500 Meter entfernt, einen weißen Punkt, der sich bewegt. Man läuft schneller, die Lunge sticht, die Wadenmuskeln krampfen und der weiße Punkt wird größer. Er entpuppt sich als kleines, dickes Mädel, das den gleichen Plan hat wie man selbst: Joggen, um irgendwann mal wieder jemanden guten Gewissens flach legen zu können. Also mit Licht an und so.

Weil man einfach eine fiese Frau ist und in seiner grenzenlosen Arschigkeit erkannt hat, dass die Gute dazu noch ein wenig länger braucht, als man selbst, erhöht man das Tempo immer weiter. Hohlkreuz, Haare auf und dann zieht man betont lässig an ihr vorbei, während man völlig selbstzufrieden und entspannt lächelt. 

Das Zwerchfell reißt in etwa fünf Sekunden, das rechte Bein droht abzufallen – trotzdem rennt man weiter wie bekloppt. Nur noch über den Hügel, dann kann man in Ruhe in sich zusammensacken. Tot aber glücklich darüber, jemanden besiegt zu haben, der es nicht verdient hat, als Prellbock für die eigene Unzulänglichkeit herzuhalten.

Das ist nämlich nicht nur arschig, sondern in erster Linie unglaublich armseelig. Und darauf eine Flasche Wein, um das Ganze adäquat abzurunden.

Sarko ist Linksträger

Ist irgendjemandem schon mal aufgefallen wie unglaublich albern joggende Menschen sind? In ihren zu engen Leggins und den Schuhen, die am Ende aussehn wie überdimensionale Klötze. Dazu das rote Gesicht und die nassen, angebabbten* Haare.Und Männer sehen beim Laufen noch um einiges peinlicher aus als Frauen. Jane Fonda sei dank, hat man sich ja im Lufe der letzten beiden Jahrzehnte an Frauen in zu engen Hosen gewöhnt. Aber warum tragen das denn auch Männer? Egal ob man an der Alster spazieren geht, oder mittem im südhessischen Wald. Überall rennen Männer in unvorteilhaftem Beinkleid und bewegen sich nicht flink wie Tänzer, sondern ziemlich trottelig. Männer sollten nie lange Unterhosen als einzige Beinbedeckung tragen. NIE! Weil man zu Erkenntnissen kommt, oder auf die man in den meisten Fällen gerne verzichtet hätte.Und das Problem der – sagen wir mal – „einengenden“ Männerhose äußert sich ja nicht nur beim Sport. Auch im Alltag präsentieren sich manche Zeitgenossen untenrum etwas zu offensichtlich. Der Prahlhans aus Frankreich zum Beispiel zeigt auch ganz gerne wo der Hammer hängt – nämlich links.So trug es sich zu, dass ich eines frühen Morgens im Dezember bei meinem letzten Arbeitgeber in der Redaktion saß, mich fröhlich durch den Bilder-Ticker klickte und ein Foto von Sarko und Bruni (Nicht das) fand. (Eigentlich müsste man bei denen auch so ein albernes Pseudonym entwickeln wie bei Brangelina: Sarkuni oder Brunirko. Oder Carnikolas…hehe)Ähm ja, genau. Also ich schau mir das Bild so näher an und muss leider feststellen, dass auch der französische Präsident zu enge Hosen trägt. Und der soll Vorbild einer stolzen, stilsicheren Nation sein? Wohl kaum. Taugt nix. Bin für Neuwahlen. Der macht eh nur Unfug.* gibt’s das Wort eigentlich außerhalb von Hessen? Würde mich mal interessieren.