DINKS und wir anderen

Vor zwei Wochen war ich in München und habe dort einen neuen Begriff gelernt: DINKS – Double income no kids. Kannte ich vorher nicht. Trifft aber mittlerweile auf einige aus meinem Bekanntenkreis zu. Ich komme nämlich langsam in das Alter, in dem sich Freunde Eigentumswohnungen zulegen, heiraten, mords Kohle scheffeln und gar nicht dran denken, die mit jemand anderem zu teilen als mit dem Finnzberater und sich selbst.

Ich kann überhaupt nicht sagen, wie sehr sich das von meiner Lebensplanung unterscheidet. Denn eigentlich hab ich gar keine. Ich hatte eine bis vor etwa zwei Jahren: Journalismus-Studium, Volo, Redakteur, Welt umkrämpeln, rocken. Heute hört der Plan genau nach dem Studium auf. Und ich bin nicht mal alleine! Vorhin erst habe ich mich auf dem Heimweg im Zug mit einem Enddreißiger unterhalten – neun Jahre in Portugal Immobilienmakler und dann wars halt mal an der Zeit, Medizin in Gießen zu studieren. Jooaaa…

Ich weiß jetzt nicht wer schlimmer ist. Die DINKS, weil sie sich früh festlegen und sich für den Rest des Lebens mit nichts anderem beschäftigen als mit sich selbst? Oder ich und die anderen, die geistig in der Spät-Pubertät stecken und sich erfolgreich darum drücken, Verantwortung für irgendwas zu übernehmen (noch nicht mal wirklich für sich selbst)?

Und die Katze kaut auf ner Spinne rum. Aber das nur nebenbei.